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Deutsche Bahn will Fahrplandaten nicht frei über das Internet zugänglich machen

01.10.2012 | 10:05 Uhr |

Software-Entwickler Michael Kreil veröffentlichte die Fahrplandaten der Deutschen Bahn als Torrent-Datei im Internet. Gegen diese Aktion wehrt sich der Konzern nun vehement.

Ihre Fahrplan-Daten hat die Deutsche Bahn bislang nur an ausgewählte Kooperationspartner wie etwa die Suchmaschine Google herausgegeben. Software-Entwickler Michael Kreil wollte diese Kontrolle durch den Konzern nicht hinnehmen und extrahierte vor wenigen Wochen die Abfahrtszeiten von einer CD-ROM und veröffentlichte diese in maschinenlesbarer Form als openPlanB -Torrent-Datei im Internet.

Die Deutsche Bahn spricht sich nun in einem offenen Brief gegen die Guerilla-Aktion aus. Die Veröffentlichung der Fahrplan-Daten sei ein eindeutiger Rechtsbruch. Kreil droht das Unternehmen bei einer Wiederholung mit einer straf- und zivilrechtlichen Verfolgung. Die Deutsche Bahn und ihre Kooperationspartner hätten die ausschließlichen Rechte an der Datenbank, eine freie Veröffentlichung für alle Internet-Nutzer sei eine absichtliche Verletzung dieser Rechte.

Kreil sieht sich dennoch im Recht. Wie der Entwickler gegenüber Spiegel Online bestätigt, müsse die Deutsche Bahn im Falle eines Verfahrens erst einmal nachweisen, warum die Fahrpläne nicht von allen frei genutzt werden könnten.

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