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Wartungsupdate für El Capitan

OS X 10.11.1 soll Probleme mit Office 2016 beheben

22.10.2015 | 09:01 Uhr |

Das erste Wartungsupdate für OS X 10.11 El Capitan bringt dutzende neue Emojis und schließt einige Lücken im Hintergrund.

22. Oktober: Apple hat die Versionsnummer von El Capitan angehoben und das erste Wartungsupdate für das Mac-Betriebssystem von 2015/16 gebracht. OS X 10.11.1 bringt vor allem kleinere Verbesserungen für Mail und Microsoft Office 2016. Zudem sind in der neuen Version zahlreiche neue Emojis zu finden, die sich aber nur mit einem Mac austauschen lassen, der auch mindestens OS X 10.11.1 installiert hat. Auch iOS-Geräte können die neuen Symbole empfangen, sofern sie auf iOS 9.1 aktualisiert sind, das Apple ebenfalls am Mittwoch Abend veröffentlichte. Daneben wurde auch iTunes auf Version 12.3.1 angehoben und die Entwicklerumgebung XCode auf Version 7.1, auch der eingebaute Browser Safari wurde angefasst und kommt jetzt in der Version 9.0.1. Auf der Oberfläche hat sich nicht viel geändert, Apple hat mit der Aktualisierung einige Lücken im Webkit – der Darstellungsengine des Browsers geschlossen. Der Download des OS-X-Updates beansprucht ganze 1,2 GB, selbst Entwickler oder Teilnehmer am öffentlichen Beta Programm müssen dieses Update erneut komplett herunterladen. Wie bereits berichtet, fühlt sich OS X El Capitan nach dem Update sogar noch etwas schneller an als die Ende September herausgebrachte "Nuller"-Version. Apple scheint mit El Capitan vieles richtig gemacht zu haben, sodass wir das neueste Update jedem empfehlen können.

15. Oktober: Nicht nur seit der letzten Keynote gab  es viele verblüffte Gesichter, als Microsoft plötzlich das eigene Office-Produkt für den Mac vorstellte. Seit heute ist OS X 10.11.1 in der vierten Beta für alle Entwickler erhältlich, und auch dort schaffen es die Redmonder auf prominenter Stelle: Microsoft Office 2016 in eine von beiden „Focus Areas“. Was sich genau dahinter verbirgt, ist nicht bekannt. Apple listet unter diesen Punkt Bereiche auf, die besondere Achtung der Tester verdienen oder an denen noch zuletzt gearbeitet wurde. Der zweite dieser Punkte ist Apples Mail. Auch Teilnehmer des öffentlichen Beta-Programms haben Zugriff auf die vierte Vorabversion des Wartungsupdates. Daneben gibt es viele neue Emojis, sendet man diese allerdings an ein aktuelles OS X 10.11 oder iOS 9, so werden nur Fragezeichen angezeigt. Die Aktualisierung kann ohne Probleme installiert werden, wir konnten keine Probleme finden. Im Gegenteil, sei es Placebo-Effekt oder nicht, das System scheint noch einen Tick schneller geworden zu sein.

1. Oktober: Zweite Beta für das erste Update: Apple hält das Tempo weiter hoch. Kurz vor Veröffentlichung von El Capitan hatte Apple in der letzten Nacht die bereits zweite Beta-Version von OS X 10.11.1 zur Verfügung gestellt. Alle Entwickler können Version 15B22c von der Entwickler-Seite herunterladen. Oder, wenn bereits eingerichtet, wird der Download automatisch im App Store angezeigt. Viele Neuerungen existieren jedoch nicht. Entweder gibt Apple absichtlich wenig bekannt, oder die neue Beta Version verbessert nur Kleinigkeiten unter der Haube. Unsere Tests ergeben keine Ungereimtheiten und alles läuft problemlos. Nutzer, die beim Verschieben von größeren Dateien im Finder eine kleine Latenz bemerkt haben, sind nach dem letzten Update wieder zufrieden. Das Arbeiten im Finder gestaltet sich wieder reibungslos.

22. September: Nach den Entwickler haben jetzt auch alle Nutzer der Public Beta Zugriff auf Version 10.11.1. Neben zahlreichen kleinen Fehlerbehebungen haben Entwickler in der jüngsten Version einige neue Emojis entdeckt, unter anderem diverse neue Smileys, neues Fast Food (Taco, Burrito) ein Käseeck oder ein Einhorn. Große Änderungen sind so kurz vor dem finalen Erscheinungstermin auch nicht mehr zu erwarten.

Neue Emojis in 10.11.1.
Vergrößern Neue Emojis in 10.11.1.

18. September : Die finale Version von El Capitan ist noch nicht einmal veröffentlicht, da stellt Apple schon die erste Unterversion von OS X 10.11 zur Verfügung. OS X 10.11.1 kann derzeit nur von registrierten Entwicklern geladen werden. Alle Teilnehmer des Public Beta Programms sollten aber auch bald die Möglichkeit eines Updates haben. Um die neue Version (mit der Nummer 15B17c) zu testen, muss vorher ein kleines Hilfsprogramm heruntergeladen und installiert werden. Anschließend öffnet sich der Mac App Store und lädt das Update herunter. Apple gibt keine genaueren Auskünfte, welche Verbesserungen die Aktualisierung bringen soll. Nutzer berichten allerdings vom neuen Unicode 8 Standard, der unter anderem neue Emoji-Icons mit sich bringt - die gleichen wie in iOS 9.1. Da keine großen Änderungen angekündigt sind, besteht für alle neugierigen Tester erst einmal keine Eile.

10. September : Kurz nach Abschluss der gestrigen Keynote hat Apple die erste Golden-Master-Version von OS X El Capitan veröffentlicht. Der Begriff Golden Master (GM) ist die Bezeichnung für die letzte Testversion vor der finalen Vorstellung. Apple hat zuletzt jedoch mehrere Golden-Master-Versionen veröffentlicht, was darauf schließen lässt, dass mindestens noch ein Update in den nächsten Wochen kommen wird. El Capitan wird laut Apple am Mittwoch, den 30.September offiziell zum Download zur Verfügung gestellt. Bis dahin müssen Entwickler den 6 GB großen Download erneut anstoßen, um dann auch später Updates für die GM-Version zu erhalten. Wichtig ist hierbei: Oft hat die Golden Master die gleiche Versionsnummer wie die finale Version von OS X. Tester und Entwickler müssen also nichts weiter unternehmen am 30. September. Auch Updates auf die spätere Versionen wie 10.11.1 sind von der GM aus möglich. Zum Download erforderlich sind mindestens 8 GB freier Speicherplatz. Immer ratsam ist es, eine Sicherung von privaten Dateien zu erstellen.

1. September: Neun Tage vor der Herbst-Keynote veröffentlicht Apple in der Nacht zum 1. September nochmals Updates für die Vorabversion von OS X El Capitan. Eine achte Beta-Version der Developer Preview geht mit der Versionsnummer 15A279b an alle registrierten Entwickler. Teilnehmer des Public-Beta-Programms können über den Mac App Store die sechste Vorabversion von OS X 10.11 testen. So kurz vor Veröffentlichung darf also von einer stabilen Version auszugehen sein, die sich von der finalen Version, wenn überhaupt, nur marginal unterscheidet. Große Neuerungen dürfen Nutzer zudem nicht erwarten, viel mehr geht es jetzt wohl darum, das System stabil und so fehlerfrei wie möglich zu machen. Für alle Nutzer, die bis kurz vor Schluss warten wollten, ist jetzt die beste Möglichkeit vorab einen Blick auf die neue Version von OS X zu werfen. Der gesamte Download schlägt hierbei mit etwa 6 GB zu Buche, das Update beläuft sich auf rund 900 MB. Apple hat im Juni auf der WWDC die finale Version für den Herbst angekündigt, der hat laut Meteorologen heute begonnen. Wahrscheinlich ist aber, dass OS X 10.11 nach iOS 9 herauskommt, dieses ist für den 16. September, zwei Tage vor dem mutmaßlichen Verkaufsstart neuer iPhones, zu erwarten.

Update 20. August: Die siebte Beta für Entwickler und die fünfte öffentliche Beta für Tester ist an diesem Abend veröffentlicht worden . Nachdem Apple gestern das Update der öffentlichen Beta aus unerklärlichen Gründen aus dem Mac App Store zurückgezogen hatte, erschienen die beiden Versionen nun gleichzeitig. Viele Neuerungen sind nicht vorhanden - die Entwickler setzen hier wohl auf Fehlerkorrekturen und Berichtigungen im Inneren des Systems. Allerdings hat sich mit der aktuellen Version der Startscreen in Safari etwas geändert. Auch die Funktion "Cursor finden" kann man jetzt abschalten.

Update 5. August: Apple schreitet mit großen Schritten einer baldigen Veröffentlichung von OS X 10.11 entgegen. Die nun mehr sechste Beta Version von OS X El Capitan für Entwickler, und die vierte Public Beta Version hat Apple in dieser Woche freigegeben. Viele Neuerungen bringen die Aktualisierungen auf den ersten Anblick nicht. Apple verbessert aber einiges an Sicherheitszertifikaten und grundlegenden Systemdiensten. Außerdem haben die Apple-Ingenieure die bekannte 0-day Sicherheitslücke behoben . Nutzer der Public Beta finden die Aktualisierung im Mac App Store, Entwickler können die sechste Beta Version auf der Entwickler-Seite von Apple herunterladen. Neben Verbesserungen bestehen aber noch zahlreiche, kleinere Mängel wie die Probleme bei der iCloud Anmeldung und einige Menüpunkte sind noch nicht in allen Sprachen übersetzt. Anwender von Fotos für OS X sollen auch aufpassen: Die Fotos-Bibliothek ist nicht mehr kompatibel mit Yosemite. Die zahlreichen Updates lassen eine baldige Veröffentlichungen von 10.11 vermuten, wahrscheinlich schon Anfang September. Die wichtigsten Fragen zu El Capitan klären wir hier.

Update 4. August: Die sechste Beta für registrierte Entwickler trägt nun die Versionsnummer 15A244d und ist laut Apple Insider im Code quasi identisch mit der fünften Beta, die bereits nur minimale Bugfixes implementiert hatte. Die rasche Folge von Public Beats und Entwicklerversionen lässt darauf schließen, dass die Apple-Ingenieure mit El Capitan allmählich fertig werden. Apple hatte bisher immer den Herbst als Zeitraum für die finale Version genannt, ein Termin im September wird immer wahrscheinlicher. Die Vorgänger Mavericks und Yosemite waren jeweils in der zweiten Oktoberhälfte gekommen.

Update 30. Juli:   Während in Deutschland der Hochsommer nach einer kurzen Verschnaufpause wieder mit aller Wucht zurückkehrt, scheint es in Cupertino schon arg zu herbsteln. Für den Herbst hatte Apple das Update auf OS X 10.11 El Capitan versprochen und legt bei der Veröffentlichung von Vorabversionen ein Tempo vor, das darauf schließen lässt, dass es nicht wie im Vorjahr Ende Oktober wird, bis das neue Mac-Betriebssystem final vorliegt. Nur zwei Tage nach der fünften Beta für Entwickler bekommen nun auch die Teilnehmer am öffentlichen Beta-Test eine neue Version zum Download im Mac App Store präsentiert, die mittlerweile dritte. Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatte es für OS X 10.10 Yosemite acht Entwicklerversionen gegeben und vier Public Betas. Ende Juli 2015 stehen wir schon bei 5:3. Über neue Funktionen in der dritten Beta ist nichts bekannt, die Ingenieure bei Apple konzentrieren sich weiter auf Bugfixes. Im Gegensatz zu OS X Yosemite bringt El Capitan nur geringfügige funktionale Änderungen und keine im Design. Während der letztjährigen Beta-Phase konnte man gut beobachten, wie nach und nach immer mehr Elemente das neue, flachere Design erhalten hatten.

Update 28. Juli: OS X 10.11 El Capitan macht in der Entwicklung Fortschritte. Registrierte Entwickler haben mittlerweile die fünfte Vorabversion erhalten, für Teilnehmer des Public-Beta-Programms ändert sich erst einmal nichts. Die fünfte Beta konzentriert wie sich die Vorgängerfassung auf das Bugfixing, neue Funktionen sind nicht bekannt. Mit El Capitan ist Apple heuer rund zwei Wochen früher dran als vor einem Jahr mit OS X 10.10 Yosemite, womöglich wird das neue Mac-Betriebssystem diesmal also schon Anfang Oktober fertig.

Update 10. Juli: Gratistest für alle:

Apple hat zwei Wochen früher als im Vorjahr beim Betatest von OS X 10.10 Yosemite die erste Public Beta für El Capitan zur Verfügung gestellt. Im letzten Jahr war die Nutzerzahl auf eine Million beschränkt, und auch für das neuste Update gibt es einen regen Ansturm.

Kleinere Neuerungen und viel Stabilität

Wer die Beta-Webseite von Apple öffnet , der kann sich nach erfolgreichem Einloggen mit seiner Apple ID einen Code generieren lassen, mit dem sich über den Mac App Store die Beta-Version von El Capitan herunterladen lässt.

Der Download ist circa 6 GB groß, die Installationsprozedur dauert geschätzte 30-40 Minuten – hängt vom jeweiligen Mac ab. Den Nutzer erwarten kleinere Verbesserungen, die wir in unserer Vorschau bereits vorgestellt haben. Am Hilfreichsten für viele dürfte das verbesserte Mission Control, Split-View und die verbesserte Notizen-Anwendung sein.

Die undokumentierten Verbesserungen in El Capitan

Seit der Public Beta tauchen mehr und mehr Neuerungen auf, die Apple zuvor nicht nannte. Neben einer verbesserten IPv6-Implementierung ist das etwa auch eine Schnittstelle für eigene Benachrichtigungen auf.

IPv6 und Happy Eyeballs

Happy Eyeballs (auch Fast Fallback genannt), ist ein Verfahren, um zwischen einer IPv4- und einer IPv6-Verbindung zu unterscheiden. Der neue Standard IPv6 war nötig, da der Zahlenraum von IPv4 bald aufgebraucht ist, und somit die Internetadressen ausgehen. Um mit anderen Geräten zu kommunizieren (Server, Haushaltsgeräte etc.) müssen diese eine eigene IP-Adresse haben.

Genau dort greift der Happy-Eyeballs-Algorithmus . Er schickt zwei Verbindungsanfragen gleichzeitig (eine für IPv4, eine für v6), und wählt die schnellste aus. Da IPv6 immer stabiler wird, hat sich der Algorithmus so verändert, das IPv6 bevorzugt behandelt wird. Die Entwickler des Algorithmus haben die öffentliche Beta von El Capitan daraufhin unter die Lupe genommen, und eine Veränderung zur Implementierung in Yosemite festgestellt.

Laut den Ingenieuren wurden noch unter Yosemite 50 Prozent IPv4- und 50 Prozent  IPv6-Verbindungen erstellt. Unter El Capitan werden nun fast alle (99 Prozent) aller Verbindungen mit IPv6 aufgebaut. Da dies auch für iOS 9 zutrifft, und Apple eine Masse an Geräten besitzt, hat dies natürlich auch Auswirkung auf die Verbreitung des IPv6-Standards und beschleunigt die Abkehr von IPv4. Für den Nutzer ist die Bevorzugung von IPv6 auch wichtig beim Einbinden eigener Geräte.

Mitteilungen werden bald anpassbarer

Eine bislang undokumentierte Schnittstelle ist in der Entwickler-API aufgetaucht. Die erforderlichen Schritte, um diese Schnittstelle anzusprechen, finden sich auf GitHub , einer Seite auf der Entwickler Programmcode teilen. Warum Apple dies nicht offiziell dokumentiert ist nicht geklärt, lässt aber darauf schließen dass die Funktion bislang nur intern benutzt und vielleicht in einem späteren Update von El Capitan veröffentlicht wird.

Der Entwickler selbst zeigt auf seiner Twitter-Seite , wie eine mögliche Mitteilung in El Capitan aussehen kann. Neben farbig animierten Text lassen sich auch animierte Bilder und Interaktionen mit dem Mauszeiger einbinden. Wahrscheinlich hängt es auch davon ab, wie wichtig Apple diese Erweiterung sieht, ob sie es in die finale Fassung von OS X 10.11 schafft.

Nicht bereit für Produktion

Auch wenn El Capitan sehr stabil wirkt: Apps, die bislang nur einen 32-Bit Support haben (bekannteste Anwendung ist Scrivener), führen zum Absturz. Auch kleinere Hänger hier und da sorgen für einen nicht ganz geschmeidigen Arbeitsablauf. Besitzt man jedoch nicht viele Apps, und surft meist nur unter OS X (oder verwendet ausschließlich Apples Anwendungen), so ist die Public Beta schon in einem relativ guten Zustand.

Update 9. Juli: Dritte Beta für Entwickler

Für alle Beta-Tester hat Apple eine neue Version der im September erscheinenden OS X Version El Capitan. Die Aktualisierung steht für alle Entwickler bereit. Die offene Testphase, an der sich auch Nicht-Entwickler beteiligen können, dürfte kurz bevor stehen. Denn auch im Vorjahr war die vierte Developer Previw identisch mit der ersten Public Beta für OS X Yosemite

Kalender, Photos und Mission Control

Prominenteste Neuerungen sind ein neuer Begrüßungsbildschirm innerhalb des Kalenders, neue Menüeinträge in Fotos, und eine neue Funktionalität für Mission Control. Nach dem Öffnen des Kalenders begrüßt ein Startbildschirm den Benutzer. In diesem werden prominent die zwei Neuerungen in El Capitan gezeigt: Das automatische Hinzufügen von E-Mail Ereignissen und das Anzeigen von Abfahrtszeiten um rechtzeitig zum Termin zu kommen.

Außerdem hat die Anwendung Fotos zwei neue Menüeinträge spendiert bekommen: Selfies und Screenshots. Mit der Front-Kamera vom iPhone aufgenommene Bilder erscheinen unter der Selfies-Kategorie, Bildschirmfotos unter Screenshots. Die neue Aufteilung soll vor allem auf dem iPhone und iPad für mehr Ordnung sorgen.

Mission Control bietet mit der Aktualisierung die Möglichkeit, erstellte Desktop-Fenster auf neue zu ziehen. Die bereits geöffneten Anwendungen bleiben hierbei erhalten. Diese kleine Verfeinerung macht Mission Control zu einer durchweg eleganten und geschmeidigen Lösung.

Apples neue Sicherheitsvorkehrungen

El Capitan wird außerdem Teil des neuen Sicherheitskonzepts bei Apple . Die bisherige Zwei-Faktor-Authentifizierung ( bei Apple auch zweistufige Bestätigung genannt ) wird durch eine Code Anzeige auf hinterlegten Geräten ersetzt. Bislang ist es üblich, sich beim Authentifizieren an der iCloud  einen Sicherheitscode an eine Handynummer schicken zu lassen. Dieses Vorgehen wird abgelöst durch eine automatische Anzeige einer sechsstelligen Nummer auf bereits hinterlegten Geräten.

Bislang steht dieses Verfahren nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung, und wird wahrscheinlich im September mit der Vorstellung der finalen Version von OS X 10.11 gesamtheitlich eingeführt. Apple verspricht sich durch dieses Vorgehen eine höhere Benutzerfreundlichkeit und mehr Sicherheit im Umgang mit den eigenen Geräten.

Update 29.06.: Neuerungen an der Beta-Front. Apples neuste Version von OS X, El Capitan, hat ein erstes Update erhalten. Die Versionsnummer 15A204h bietet neben einigen neuen Funktionen, auch noch viele, von Apple benannte Fehler. Daher ist es nicht ratsam, dieses System in einer Produktionsumgebung zu installieren. Eine bemerkenswerte Neuerung ist das Reparieren von Datei-Berechtigungen. Apple weißt darauf hin, dass es diese Funktion nicht länger gibt, und Dateien nun automatisch durch System Updates repariert werden. Weitere Warnungen: Notizen und Photos werden sind nach dem Update nicht mehr kompatibel mit OS X Yosemite oder iOS 8. Der Nutzer benötigt hier iOS 9 zum erneuten Synchronisieren beider Anwendungen. Die öffentliche Testphase hat noch nicht begonnen, aber die Unterstützung für ältere Macs sieht gut aus: iMacs bis zum Jahr 2007 und Macbook Air mit Baujahr 2008 werden El Capitan installieren können. Bis zur finalen Version Mitte September dürfte sich noch einiges tun. Bislang jedoch ist die Liste der bekannten Probleme länger als die der Funktionsneuerungen.

Original-Artikel:

Apple bringt Yosemite im wahrsten Sinne des Wortes auf den Gipfel. El Capitan heißt die neue Version von OS X und nutzt dabei den Namen eines markanten Berges im Yosemite-Nationalpark. Die Nomenklatur ergibt Sinn: OS X 10.11 El Capitan bedeutet ein eher kleines Update für Yosemite. Immer deutlicher spürbar wird jedoch Verzahnung von iOS und OS X. Ein erster Blick auf die erste Entwicklerversion.

iMac Retina 4K mit 21,5 Zoll und neue Fernbedienung

Der Quellcode von OS X 10.11 El Capitan hält einige Überraschungen bereit. So will Mark Gurman von 9to5Mac Hinweise auf neue Hardware gefunden haben: Das neue OS X soll etwa auch eine Auflösung von 4096 mal 2304 Pixeln unterstützen - was auf einen iMac Retina 21.5 Zoll hindeutet. Die Kernelerweiterung AppleBluetoothRemote.kext zeige, dass Apple bald eine Bluetooth-Fernbedienung mit Multitouchoberfläche bringen könnte.

Intelligente Spotlight-Abfragen, Split View, Gestensteuerung und zusammengeführte Entwickler-Konten: Apple vereinheitlicht immer mehr Funktionen der Betriebssysteme für iPhone und iPad respektive Mac. Viele Neuerungen der OS-Versionen des Jahres 2015 stellt Apple identisch auf beiden Plattformen vor. Exklusive Neuerungen für OS X beschränken sich auf Safari, Mail, Mission Control und den Mauszeiger.

Split View - Apples neue Fenster-Lösung

Auf der Keynote hat Apple die neue geteilte Ansicht unter großem Beifall am iPad und mit iOS 9 präsentiert. Das Konzept, zwei Apps im gleichen Vollbildmodus darzustellen, zieht als Split View auch in OS X El Capitan ein. Allerdings gibt es hierbei einen ersten Haken: Um zwei Anwendungen nebeneinander anzuordnen, muss eine bereits im Vollbildmodus arbeiten. Der Nutzer zieht anschließend ein Fenster der zweiten Anwendung an den oberen Fensterrand ihres Desktops, bis Mission Control erscheint - eine neue Art zur Verwaltung virtueller Schreibtische. In der nun erscheinenden Leiste zieht man die gewünschte Applikation auf die bestehende Vollbildanwendung. Apple erlaubt danach ein stufenloses Verschieben der Fenstergrößen.

Die neue Fenster-Lösung Split View ist nur im Vollbildmodus möglich. Dort aber ermöglicht sie ein stufenloses Anpassen der Fenster. Was in der ersten Beta schon wunderbar funktioniert wird sicher viele Fans finden.
Vergrößern Die neue Fenster-Lösung Split View ist nur im Vollbildmodus möglich. Dort aber ermöglicht sie ein stufenloses Anpassen der Fenster. Was in der ersten Beta schon wunderbar funktioniert wird sicher viele Fans finden.

Mission Control 2.0

War Mission Control bereits unter Yosemite eine große Hilfe, so wird diese Funktion unter El Capitan erwachsen. Der Nutzer kann Fenster an den oberen Rand des Fensters schieben, und anschließend einen neuen Space oder direkt eine Vollbildansicht erstellen. Auch die bereits angesprochene geteilte Ansicht ist somit möglich.

Zusätzlich erscheint ein Menü mit den Namen aller geöffneten Anwendungen. Die Beschriftungen unter den Fenstern fällt somit weg. Mission Control fühlt sich schon in der Beta endlich brauchbar und einfach zu bedienen an. Die zusätzlichen Gesten erleichtern den Arbeitsablauf enorm.

Spotlight wird intelligenter

Yosemite hat bereits eine neue Ergebnisansicht bei der Suchmaschine Spotlight eingeführt, mit El Capitan wird diese jetzt auch noch intelligent. Abfragen in natürlicher Sprache wie “Zeige mir alle Photos der letzten Woche” interpretiert Spotlight korrekt - hier helfen Apple gewiss die mit Siri gewonnen Erfahrungen in Sachen künstlicher Intelligenz weiter. Das Ergebnis der Frage zeigt alle während der vergangenen Woche in die App Fotos aufgenommen Bilder. Wo die Grenzen dieser Intelligenz liegen lässt sich mit den ersten Tests der Betaversion noch nicht ermitteln. Dafür ist OS X El Capitan noch zu frisch, spätere Versionen könnten bessere Ergebnisse liefern.

Apple überrascht mit der intelligenten Spotlight-Suche positiv: Meist funktionieren solche Sprachbefehle zuerst nur auf Englisch, El Capitan kommt auch prima mit Deutsch, Italienisch und Spanisch zurecht.

Komplexere Notizfunktion

Ein Nischendasein hat lange Zeit die Anwendung Notizen geführt. Nur Text konnte man bisher festhalten und das auch nur in der vorgegeben Schriftart. Mit dem nächsten OS X können endlich auch Bilder, Links und Checklisten in einer einzelnen Notiz verarbeitet werden. Notizen gleicht die App über die iCloud ab, eine Software wie Evernote wäre dann nicht mehr unbedingt notwendig.

Die Notizen-Anwendung hat einen Willkommen-Bildschirm (wie unter Pages und Co bekannt) spendiert bekommen. Scheint also, als ob Apple dort mehr Anstrengungen in Zukunft unternehmen will.
Vergrößern Die Notizen-Anwendung hat einen Willkommen-Bildschirm (wie unter Pages und Co bekannt) spendiert bekommen. Scheint also, als ob Apple dort mehr Anstrengungen in Zukunft unternehmen will.

Ein sehr interessantes Feature ist eine Zeichenfunktion. Nach dem Klick auf das Zeichen-Symbol erscheint ein weißes Feld. Der Nutzer kann anschließend via Mauszeiger malen und Zeichnen. Interessant ist diese Funktion auch sicherlich für ein späteres iPad Pro. Alle Notizen werden wie gehabt über die iCloud synchronisiert.

Die neue Notizen-Anwendung kann jetzt auch Skizzen, Checkboxen, Bilder und Links verarbeiten. Die Anwendung fühlt sich schneller und intutiver an als beispielsweise Evernote, hat aber bei weitem noch nicht den gleichen Funktionsumfang.
Vergrößern Die neue Notizen-Anwendung kann jetzt auch Skizzen, Checkboxen, Bilder und Links verarbeiten. Die Anwendung fühlt sich schneller und intutiver an als beispielsweise Evernote, hat aber bei weitem noch nicht den gleichen Funktionsumfang.

Safari, Karten und Mail

Neben den großen Highlights hat Apple auch viele kleinere Neuerungen für verschiedene Anwendungen vorgestellt. Unter Safari ist es jetzt möglich - wie von Google Chrome bekannt - Tabs zu “pinnen”. Ein Halten & Ziehen erlaubt es dem Benutzer dann, einen Tab am linken Rand zu platzieren. Diese verweilen dort, auch nach einem Neustart des Browsers. Zudem kann Ton, der von einer Website kommt, stumm geschaltet werden.

Mit Apples Kartenmaterial ist es zudem bald möglich, auch öffentliche Verkehrsmittel anzuzeigen. Dies begrenzt sich nicht nur auf die Suchabfrage, auch das U- und S-Bahn Netz wird farblich markiert auf der Karte dargestellt. Diese Neuerung ist in Deutschland zunächst auf Berlin beschränkt, in der ersten Beta fehlen die Verkehrsinformationen noch.

Die Anzeige der öffentlichen Verkehrsmittel erscheint in Deutschland vorerst nur in Berlin. Allerdings ist diese Funktion selbst dort noch nicht verfügbar.
Vergrößern Die Anzeige der öffentlichen Verkehrsmittel erscheint in Deutschland vorerst nur in Berlin. Allerdings ist diese Funktion selbst dort noch nicht verfügbar.

Apple erweitert seinen Mail-Client in OS X El Capitan sukzessiv. Mit einer Wischbewegung markiert man nun E-Mails als gelöscht oder ungelesen - das kennt man schon von iOS 8. Zudem bringt OS X 10.11 ein neues Fenster zum Erstellen von E-Mails. Dieses kann man verstecken, um eingegangene Nachrichten zu begutachten, und via Drag-and-drop Dateien von anderen E-Mails darin platzieren. Dabei versteht sich das Fenster auch auf Tabs, man also gleich mehrere E-Mails gleichzeitig erstellen.

Mehr Leistung und eine nette Spielerei

Wie erwartet legt Apple in OS X 10.11 El Capitan großen Wert auf die Verbesserung von Leistung und Ausdauer. Für eine erste Einschätzung ist es noch zu früh, allerdings verspricht El Capitan durch verschiedene Schnittstellen (unter anderem mit dem von iOS 8 bekannten Grafiklayer Metal) eine bessere Performance und längere Akkulaufzeit. Wenn OS X 10.11 El Capitan final ist, werden wir das neue Mac-Betriebssystem unter Laborbedingungen gegen seine Vorgänger antreten lassen. Beim Umstieg auf OS X Yosemite vor einem Jahr konnten wir nur unter bestimmten Bedingungen eine bessere Performance feststellen . Bleibt abzuwarten, wie sich die Versprechen Apples in Bezug auf höheres Tempo in der Realität einlösen lassen. 

Eine nette Lösung gibt es auch für alle, die bislang hilflos ihren Mauszeiger suchten: Ein kurzes schnelles Bewegen der Maus lässt den Mauszeiger kurz etwas größer erscheinen.

Fazit

Apple beginnt mit OS X 10.11 El Captian bestimmt keine Revolution. Allerdings fühlt sich das System besser und intuitiver bedienbar an. Schon alleine ein Wegfallen der Netzwerk-Probleme dürfte großes Durchatmen bei vielen Anwendern auslösen - wie schon in der Beta von OS X 10.10.4 fehlt die Komponente discoveryd auch in der Beta von El Capitan, die bei vielen Anwendern zu langsamen WLAN-Verbindungen führt.

Bemerkenswert ist auch das Zusammenführen der Entwickler-Konten: Nicht nur, dass nur noch einmal für alle drei Betriebssysteme gezahlt werden muss, auch die Oberfläche ist jetzt verzahnt und strahlt unter einem einheitlichen Look. Vielleicht ein Zeichen, dass es in ein paar Jahren doch nicht mehr nur bei gemeinsamen Funktionsneuerungen bleiben wird.

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