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Von Christiane Stagge - 01.08.2012, 14:15

Die eigene Clowd

Own Clowd: Vom Mac Mini auf das iPhone

Bei Own Cloud werden die Daten im Gegensatz zu Dropbox auf eigenen Servern gehostet. Jetzt gibt es Own Cloud auch als App.
Own Cloud funktioniert im Prinzip wie Dropbox: Nutzer können Dateien auf einen Online-Server hochladen und von überall darauf zugreifen. Der wesentliche Unterschied zu Dropbox ist, dass die Daten laut Anbieter auf einem eigenen Server gehostet werden. Der Server kann zum Beispiel eine NAS Box oder ein Mac Mini sein. Nutzer können sich aber auch für einen Provider entscheiden, der den Server zur Verfügung stellt und die Daten bei sich hostet.
 
Für öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise der ETH Zürich, bei dem die meisten Mitarbeiter mit einem iPad ausgestattet sind und die täglich auf hochsensible Daten zugreifen, ist das Hosting auf einem eigenen Server allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen unabdingbar. Für solche Einrichtungen wäre die alleinige Nutzung von Dropbox zu unsicher. Own Cloud lässt sich über eine PIN absichern und unterstützt SSL-Verschlüsselung. Own Cloud basiert auf Open Source und unterstützt das WebDAV-Protokoll. Angebunden werden können lokale Verzeichnisse oder auch Verzeichnisse über NFS und CIFS.
Ab sofort können Nutzer auch über die iPhone- oder iPad-App auf ihre Own-Cloud-Daten zugreifen. So lassen sich alle Daten, die man auf dem Server bearbeitet hat, mit dem Smartphone, Tablet-PC oder Notebook synchronisieren. Über die native App kann man Dateien oder Verzeichnisse teilen, Dateien hochladen und auch auf dem iPhone oder iPad speichern. Bearbeiten kann man sie jedoch nur, wenn man Admin-Rechte hat. Das Anlegen von neuen Ordnern ist ebenfalls nur auf dem Server möglich.
Eine gute Nachricht für Besitzer älterer iPhones und iPads: Die Own-Cloud-App ist schon ab iOS 3.0 funktionstüchtig.
 
Auf der Own Cloud-Webseite sind die Preise leider bisher nur in US-Dollar angegeben. Für die Business-Editon zahlen Nutzer 999 US-Dollar, wenn sie sich für ein Jahresabo entscheiden und 100 US-Dollar im Monatsabo bei 50 Nutzern. Die Own Cloud-App kostet zusätzlich nochmal 79 Cent. Da sich die App ohne Own-Cloud-Lizenz nicht nutzen lässt, hätte man jedoch bei den hohen Nutzergebühren eine Gratis-App erwarten können.   
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