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Astronomen vermessen Schwarzes Loch mit Rekordauflösung

27.01.2016 | 10:22 Uhr |

Schließt man mehrere weit voneinander entfernte Teleskope zu einem zusammen, erhöht man die Auflösung deutlich. Das haben Astronomen bei der Erforschung eines Schwarzen Lochs in 900 Millionen Lichtjahren Entfernung ausgenutzt.

Im Zentrum der Galaxie BL Lacerta im Sternbild Eidechse verschlingt ein 200 Millionen Sonnenmassen schweres schwarzes Loch alles Material, das ihm zu nahe kommt. Problem bei der Sache: Die Galaxie ist 900 Millionen Lichtjahre entfernt. Um aber die vom Zentrum ausgehenden Materiestrahlen (Jets) näher zu untersuchen, haben Astronomen Radioteleskope auf der Erde und in einer Umlaufbahn miteinander verkoppelt. Dadurch erhöht sich die Auflösung, die im wesentlichen durch die maximale Entfernung der einzelnen Teleskope bestimmt ist. Im aktuellen Fall, von dem Pro Physik berichtet , beträgt die Winkelauflösung 20 Mikrobogensekunden - das ist von der Erde aus gesehen der Radius einer Zwei-Euro-Münze. Noch nie habe es in der Astronomie ein Bild mit höherer Auflösung gegeben, diese übertreffe die des populären Teleskops Hubble um das 1000fache. Dieses nimmt aber Bilder im optischen Bereich auf, von BL Lacerta haben die Forscher nur Radiowellen in derart hoher Auflösung empfangen können.

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