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15- und 17-Zoll-Powerbooks

02.10.2003 | 14:30 Uhr |

Ausgepackt haben wir sie schon gestern, heute dürfen sich die Alu-Powerbooks mit 15- und 17-Zoll-Bildschirm in unseren neuen Benchmarks messen. Ergebnis: Keine überraschenden Resultate, aber vor allem positive Eindrücke von der Hardware.

Eins muss man den Karton-Designern von Apple lassen: Sie verstehen es auf gar wundervolle Weise, die Vorfreude auf das enthaltenen Gerät ins unermessliche steigen zu lassen. Wie auch die G5-Rechner bewohnen die Powerbooks einen schwarzen Karton, der stilvoll mit allerlei Zubehör und natürlich dem Hauptdarsteller gefüllt ist. Im Lieferumfang der 15- und 17-Zoll-Modelle gibt es wie üblich ein Netzteil, ein sehr einfaches Handbuch, eine Installations-DVD sowie einen Rohling im DVD-R-Format. Auch das bekannte Modemkabel ist immer noch mit von der Partie, zusammen mit einem DVI-VGA- sowie S-Video-Composite-Adaptern. Letztere sind der Schlüssel zur Bildausgabe auf einem Fernseher mit entsprechendem Composite-Anschluß, alternativ eignet sich hier ein separater Composite-Scart-Adapter.

17 Zoll: Äußerlich alles wie gehabt, innerlich geht ein 1,33-GHz-G4-Chip ans multimediale Werk.
Vergrößern 17 Zoll: Äußerlich alles wie gehabt, innerlich geht ein 1,33-GHz-G4-Chip ans multimediale Werk.
© 2015

Optisch sind die beiden Luxus-Powerbooks eine wahre Augenweide. Waren wir bei der neuen iBook-Bauform vor wenigen Monaten ob einiger unschöner Fertigungsdetails leicht geschockt, erstrahlt die neue Aluminium-Generation von Apple in perfektem Style. Während die edle Alu-Oberfläche wesentlich robuster erscheint als noch die empfindlichen Titanium-Komposition, fallen dem Powerbook-Profi gleich die nach links und rechts verlegten Anschlüsse auf. Statt die Schnittstellen hinter einer Abdeckung zu verstecken, liegen USB 2.0, Firewire 800, Gigabit-Ethernet und DVI-Ausgang jetzt total offen. Damit sich die Connectivity-Vielfalt optisch harmonisch in das Gesamtbild einfügt, greift Apple bei den Schnittstellen auf hellgrauen Kunststoff zurück. Insgesamt sind die Öffnungen tatsächlich eher unauffällig, obwohl es gleich 12 Stück sind. Übrigens sind die Anordnungen beim 15- und 17-Zoll-Alubook nahezu identisch, beim 15-Zoll-Modell liegen Kopfhörer- und Line-In-Buchsen noch vor dem PC-Card-Bus (von hinten nach vorn gesehen). Praktisch für Linkshänder: Jeweils ein USB-2.0-Anschluß befindet sich sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite der Powerbooks. Damit lassen sich beispielsweise externe Mäuse immer dort anstecken, wo es der eigenen dominanten Gehirnhälfte genehm ist.

Nicht streifenfrei: Bedingt durch die TFT-Technik bilden sich vor allem bei Animationsfilmen lästige Schlieren.
Vergrößern Nicht streifenfrei: Bedingt durch die TFT-Technik bilden sich vor allem bei Animationsfilmen lästige Schlieren.
© 2015

In Sachen Verarbeitung der Flachbildschirme muss sich Apple nichts nachsagen lassen: In beiden Fällen liefern die verwendeten Panels ein einwandfreies Bild mit kontrastreicher Bildqualität. Schnelle 3D-Spiele wie Unreal Tournament 2003 oder auch lange DVD-Video-Sitzungen sind für die TFTs absolut kein Problem. Beim Test mit der Special Extended Edition von Peter Jacksons "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" stellen wir beim 17-Zoll-Modell allerdings ein subjektiv besseres Bild fest als beim 15-Zoll-Bruder. Auch in der Redaktion spontan vorbeischneiendes Publikum bestätigt unseren Eindruck. Tatsächlich hält sich Apple bei der Produktion von Powerbooks immer mit mehreren Zulieferern verschiedener Komponenten den Rücken frei - es kann also durchaus sein, dass sich die Bildqualität selbst in der gleichen Powerbook-Serie unterscheidet. Signifikante Unterschiede werden sich kaum ergeben, aber solche subjektiven Eindrücke wie bei unserem "Herr der Ringe"-Test können durchaus auftreten. Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei Animationsfilmen, beispielsweise der Trickserie "Futurama" von Simpsons-Erfinder Matt Groening. Bedingt durch die harten Konturen der Figuren ergeben sich bei schnellen Bewegungen immer störende Streifenmuster, die das komplette Bild in einen verwaschenen Zustand versetzen.

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