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24-Zoll-LCD-Displays

21.04.2008 | 13:19 Uhr |

Monitore mit einer Bilddiagonale von 24 Zoll galten bislang als die teure Königsklasse. Doch mit den neuen Modellen ändert sich das. Die Preise rutschen teilweise auf unter 400 Euro. Damit werden 24-Zöller zu Massenprodukten

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Wir erinnern uns: Als Apple im Jahre 1999 das erste 22-Zoll-Cinema-Display herausbringt, kostet es über 5000 Euro Aufpreis und ist nur im Bundle mit einem Power Mac G4 erhältlich. 2002 folgt das erste HD-fähige Cinema-Display im 23-Zoll-Format, ebenfalls für 5000 Euro.

Auf einen Blick
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In den letzten sechs Jahren sind die Preise allerdings rapide gefallen und die Bildschirmdiagonalen werden dabei immer größer. Inzwischen schicken sich 24-Zöller an, als Standardmonitor auf dem heimischen Schreibtisch oder im Büro zu landen. Preiswerte-TN-Panels machen es möglich.

Mehr Auflösung, mehr Fläche, mehr Spaß

Farbraumvergleich: Der Monitor von Dell (transparenter Körper) zeigt im Vergleich zu den Konkurrenten (hier Viewsonic, farbiger Körper) einen außergewöhnlichen großen Farbraum.
Vergrößern Farbraumvergleich: Der Monitor von Dell (transparenter Körper) zeigt im Vergleich zu den Konkurrenten (hier Viewsonic, farbiger Körper) einen außergewöhnlichen großen Farbraum.

Inzwischen ist zweifelsfrei geklärt, dass Breitbildmonitore mit einem Seitenverhältnis von 16:10 die herkömmlichen Bildformate 4:3 und 5:4 ablösen. Bildschirme über 20 Zoll gibt es faktisch nur noch im Breitbildformat. Erstaunlich, welchen Riecher Apple bereits von neun Jahren beweist, denn schon mit dem ersten Cinema-Display von 1999 legt sich der Mac-Hersteller auf das Seitenverhältnis von 16:10 fest und weicht seitdem nicht mehr davon ab.

Verändert hat sich allerdings die Auflösung der Geräte. Damals musste man mit 1600 mal 1024 Punkten auskommen, erst 2002 bringt das Cinema-HD-Display die volle HD-Auflösung von 1920 mal 1200 Punkten, die heute in allen modernen 24-Zöllern zu finden ist.

Mit dieser enormen Pixelanzahl lassen sich HD-Filme in voller Auflösung (1920 mal 1080) betrachten und man hat am unteren und oberen Rand sogar noch etwas Platz für die Menüleiste und andere Bedienelemente. Damit wird eine wichtige Zielgruppe der 24-Zöller klar: Video-bearbeiter.

Doch inzwischen freuen sich auch andere Anwender über die hohe Auflösung, denn auch im Büro, beispielsweise bei großen Excel-Tabellen oder daheim beim Surfen im Internet lohnt sich die pure Pixelzahl. So kann man neben dem Webbrowser gleich noch den E-Mail-Client platzieren, ohne dass sich die Fenster gegenseitig verdecken.

Schon länger sind Großbildmonitore bei einer anderen Computerspezies beliebt: den Programmierern. Mehr Auflösung bedeutet mehr Quellcode im Blick und weniger Scrollen und Suchen.

Auch bei Hardcore-Spielnaturen setzt sich der Trend zu großformatigen Displays fort. Je höher die Auflösung, desto detailreicher ist die Darstellung in 3D-Actionspielen, was besonders bei Netzwerkspielen Vorteile bringt.

Einzig der Preis bremste bis vor kurzem das Großformatvergnügen für Jedermann. Seitdem die Panel-Hersteller jedoch auch preisgünstige TN-Panels (Twisted Nematic, siehe Kasten auf Seite 54) im 24-Zoll-Format herstellen können, sacken die Preise auch bei der Monitor-Königsklasse.

Gerade einmal 380 Euro kostet der derzeit preisgünstigste Vertreter in unserem Test. Doch es gibt auch Nachteile. Die TN-Technologie ist bekannt dafür, dass sie zwar kurze Schaltzeiten bietet (wichtig für Bewegtbilder) aber Defizite im Blickwinkel aufweist. Und das kann man tatsächlich deutlich sehen.

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