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Test Cinema 4D 13

01.09.2011 | 00:01 Uhr |

Mit Version 13 hat Maxon das 3D-Programm Cinema 4D gründlich überarbeitet. Wir zeigen die Neuerungen und Verbesserungen.

Nach der letztjährigen Umstellung vom modularen System hin zu den vier beziehungsweise fünf Programmvarianten Prime, Broadcast, Visualize, Studio beziehungsweise "BodyPaint 3D" sind auch die neuen Funktionen von der jeweiligen Programmvariante abhängig. Alle Anwender profitieren bereits von der neuen Version, bevor Sie Cinema 4D starten. Alle mit Release 13 gespeicherten Cinema 4D-Dokumente zeigen in ihrem Symbol und sogar in der Vorschau den Szeneninhalt an.

Organisation und Navigation

Ein Streifzug über Oberfläche und Menüs zeigt einige Umstrukturierungen. Viele Funktionen und Werkzeuge wurden anders organisiert, anhand einer eher aufgabenspezifischen Logik.

Als Tabs angelegte Manager sind nun auch wahlweise links oder rechts als Register einstellbar. Wer für bestimmte Funktionen oft die gleichen Parameter verwendet, kann dies über den einstellbaren Optionsmodus der jeweiligen Funktion vordefinieren.

Mit dem neuen grafischen User-Interface für Splines lassen sich Kurven wesentlich komfortabler bearbeiten.
Vergrößern Mit dem neuen grafischen User-Interface für Splines lassen sich Kurven wesentlich komfortabler bearbeiten.

Die Navigation in der Szene wurde mit vielen kleinen und auch großen Änderungen verbessert. Dazu gehört zweifelsohne der Kameramodus für die Navigation. Je nach gewähltem Modus dreht sich die Editorkamera um den Objektpunkt, die Ansichtsmitte, ein aktives Objekt, um die eigene Achse oder einen beliebig definierbaren Punkt. Den dabei aktiven PDI (Punkt des Interesses) erkennt man am eingeblendeten Kreuzpunkt.

Überhaupt zeigt sich die Kamera wesentlich unempfindlicher, was daran liegt, dass übermäßig schnelles Ein- beziehungsweise Auszoomen durch automatisches Abbremsen der Kamerabewegung minimiert wird. Wer doch einmal durch zu starkes Navigieren in der Szene die Orientierung verloren hat, bekommt mit dem Außerhalb-Indikator per Pfeil den Weg zum aktiven Objekt gezeigt und kann sich per Klick darauf sogar von Cinema 4D automatisch hinführen lassen.

Modelling und Texturing

Dieser neue interaktive Bedienkomfort zieht sich bis in die Verschieben-, Skalieren- und Rotieren-Werkzeuge. Unter anderem stehen hier Snapping-Funktionen zur Verfügung, mit denen sich die Achsen des selektierten Objektes virtuell verlängern lassen, um Objekte wunschgemäß aneinander oder an deren Punkte beziehungsweise Kanten auszurichten.

Aus den verschiedenen Bearbeitungs-(Tweak)-Modi hat Maxon in Version 13 einen automatischen Tweak-Modus destilliert, mit dem sich die zu bearbeitenden Elemente einfach mit der Maus selektieren und während der gedrückt gehaltenen Maustaste verändern lassen. Auch der Werkzeugwechsel kann "fliegend" erfolgen, hier drückt man einfach so lange das Tastaturkürzel des Werkzeugs, um gleich nach dem Loslassen der Taste die nächste Selektion vornehmen zu können. Das "HyperNURBS"-Objekt kommt mit verbesserten Wichtungseigenschaften. Dank überarbeiteter Interpolation zwischen den verschiedenen Wichtungstypen fallen die dazwischen liegenden, geglätteten Oberflächen nun merklich geschmeidiger aus.

Der neue Geländemaske-Shader eignet sich ideal, um Materialien wie Schnee oder Gras höhen- bzw. oberflächenabhängig aufzubringen.
Vergrößern Der neue Geländemaske-Shader eignet sich ideal, um Materialien wie Schnee oder Gras höhen- bzw. oberflächenabhängig aufzubringen.

Der Bereich Texturing wartet mit Überarbeitungen bei den Shadern auf. So wurden die Einstellungsparameter des Ziegel-Shaders mit noch mehr Optionen für Texturen und Schmutz aufgewertet. Der Fresnel-Shader arbeitet nicht mehr nur auf Basis eines Gradienten, sondern auf Wunsch auch physikalisch korrekt unter Einbeziehung eines Brechungsindex.

Speziell für das Texturieren von Landschaften bringt Version 13 einen neuen Geländemaske-Shader. In andere Shader eingebettet lassen sich mit ihm oberflächenabhängige Materialien realisieren, um beispielsweise Schnee oder Wiese gezielt aufzubringen.

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