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Digieffects Camera Mapper: Aus Fotos 3D-Zoomfahrten machen

29.10.2009 | 13:43 Uhr |

Das After Effects Plug-in Camera Mapper ermöglicht das Generieren von 3D Szenarien aus einfachen Fotos. Der Effekt ist sehenswert, die Erstellung erweist sich allerdings als komplex.

Die Animation von Fotos gehört zur fast täglichen Arbeit in der professionelle Videoproduktion. Das simple Zoomen von Fotos allerdings ist oft langweilig und wirkt fast immer zweidimensional. Der Camera Mapper erlaubt die dreidimensionale Animation, wobei sich Vor- und Hintergrund in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und dadurch eher wie die natürliche Bewegung einer Kamera wirken. Basis des Camera Mappers sind zwei Kameras einer 3D-Animation in After Effects. Je nach Anzahl der Ebenen, zum Beispiel Vorder-, Mittel- und Hintergrund, legt der Anwender drei Ebenen (Farbflächen) sowie eine Projektions- und eine zu animierende Hauptkamera an.

Das Plug-in wird auf einer Farbfläche angewandt, wobei dem Effekt sowohl die Projektions-Kamera als auch das Foto zugewiesen werden. Der Camera Mapper projeziert das Foto auf die Farbfläche, sodass man diese im 3D-Raum entsprechend dem Ansichtswinkel (meist horizontal) kippt. Auf der zweiten und dritten Ebene führt man den selben Vorgang durch und kippt auch diese Ebenen, allerdings im umgekehrten Winkel, sodass Vorder- und Hintergrund in der Z-Achse spitz zulaufen.

Die Anwendung des Camera Mappers findet im 3D-Raum von After Effects statt. Während eine Kamera (unsichtbar) projeziert, animiert man eine zweite Kamera in 3D.
Vergrößern Die Anwendung des Camera Mappers findet im 3D-Raum von After Effects statt. Während eine Kamera (unsichtbar) projeziert, animiert man eine zweite Kamera in 3D.

Eine freigestellte Ebene im Vordergrund kann hierbei in der Z-Achse weiter nach vorne gezogen werden. Animiert man jetzt die Haupt- und nicht die Projektions-Kamera, bewegen sich die Ebenen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und wirken so wie eine natürliche Kamera-Bewegung zwischen Vorder- und Hintergrund.

Empfehlung

Je nach Komplexität des Bildes benötigt man entsprechend viele Ebenen. Eine einfache Animation aus zwei Ebenen ist recht schnell erstellt, drei oder mehr Ebenen gestalten sich jedoch recht schwierig. Obwohl die Idee hinter dem Effekt einfach ist, nämlich das Projezieren des Bildes auf 3D-Ebenen im Raum, ist die Umsetzung ziemlich komplex. Tiefgreifende Kenntnisse in der Arbeit mit After Effects im 3D-Raum sind hierbei fast Voraussetzung.

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