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4K-Monitor im Test: AOC U2868PQU

27.11.2014 | 16:39 Uhr |

AOC, ein Tochterunternehmen des weltweit größten Display-Herstellers TPV Technology, hat mit dem u2868Pqu sein erstes UHD-Display herausgebracht. Im Macwelt-Testcenter muss das Display zeigen, was es kann.

Das 28 Zoll (70,9 cm) große Display wartet mit einer Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel mit bei einer Bildfrequenz von 60 Hz auf. Das acht Millionen Pixel umfassende TN-Panel besitzt eine aus weißen LEDs bestehende Hintergrundbeleuchtung und kann den sRGB-Farbraum zu 99 Prozent abbilden. Der Bildschirm ist dreh-, neig- und höhenverstellbar. Für Spezialanwendungen lässt sich das Panel auch um 90 Grad in den Porträt-Modus drehen. Dank matter Displayoberfläche empfiehlt er sich auch professionellen Anwendern. Mit dem Mac kann das Display über Display Port , HDMI , DVI oder sogar VGA verbunden werden.

Peripherie kommuniziert per USB 3.0 oder 2.0. Ein Audio-Ausgang komplettiert die umfangreiche Schnittstellenausstattung. Über die eingebauten 3-Watt-Lautsprecher gibt der u2868Pqu auch Töne von sich. Die Picture-in-Picture- und Picture-by-Picture-Funktionen ermöglichen, das Bild von zwei unterschiedlichen Quellen gleichzeitig auf dem Monitor wiederzugeben. Der Listenpreis liegt bei 649 Euro, wobei die Geräte bereits ab 450 Euro (Stand: Ende November 2014) gehandelt werden.

Im Testcenter

Der u2868Pqu offeriert dem Anwender vier Bildvoreinstellungen, „kühl“, „warm“, sRGB und „Anwender“. Da mit „sRGB“ ein sinnvolles Preset angeboten wird, vermessen wir dieses. Wir erwarten als Minimum einen Weißpunkt von 6500K und eine sRGB-Tonwertkurve, die einem Gamma von 2,2 recht nah kommt. Wir messen jedoch ein Weiß von 6810K (Abweichung: 6,6 Delta E ) sowie ein Gamma von durchschnittlich 2,56 mit einer Farbdrift von bis zu 6,19 Delta C. Für farbrelevante Arbeiten ist der Monitor ohne Kalibrierung also nicht zu gebrauchen. Dazu kommt eine Helligkeitsabweichung von durchschnittlich 11 Prozent. Das Maximum liegt jedoch bei satten 40 Prozent. Helligkeitsschwankungen von maximal 10 Prozent gelten im Allgemeinen bereits als grenzwertig. Nach der Kalibrierung auf sRGB sind Weiß- und Schwarzpunkt sowie die Graubalance dann im grünen Bereich. Die Homogenität ist davon allerdings ausgenommen. Doch durch die Kalibrierung verliert der u2868Pqu 22,7 Prozent seiner Tonwerte. Werte über 5 Prozent gelten allgemein als nicht hinnehmbar.

Die von uns vermessene Schaltzeit der Flüssigkristalle beim Wechsel von Schwarz auf Weiß ist vor allem für Gamer interessant. Sie liegt bei 12,0 ms ist damit für ein 8-Millionen-Pixel-Panel recht ordentlich. Abschließend messen wir noch die Energieaufnahme. Bei maximaler Helligkeit  beträgt sie 64,2 Watt und fällt bei praxisrelevanten 120 cd/qm auf 60,5 Watt. Im Standby sind es noch 0,4 Watt und ausgeschaltet ebenfalls 0,4 Watt.

Fazit

UHD-Displays in 28 Zoll mit einem TN-Panel gibt es mittlerweile einige. Der u2868Pqu gehört zu den am besten ausgestatteten und preislich interessanten Modellen. Nach einer Kalibrierung sind auch seine Bildparameter herzeigbar. Einzige Ausnahme ist wie bei derzeit fast allen 4K-Bildschirmen die inhomogene Ausleuchtung. Helligkeitsschwankungen von bis zu 40 Prozent sind aber auch in diesem Umfeld deutlich zu hoch.

AOC u2868Pqu

Preis: € 650, CHF 782

Note: 1,7 gut

Leistung (40 %) 2,4

Ausstattung (30 %) 1,4

Handhabung (20 %) 1,1

Ergonomie/Verbrauch (10 %) 1,2

+ Preiswert, kurze Reaktionszeiten

+ Blickwinkel-abhängiges Panel, sehr inhomogen

Alternative: Samsung U28D590, Philips 288P

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