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A2-Fineart-Fotodrucker im Vergleich

22.08.2016 | 14:56 Uhr |

Welcher Hersteller baut den besseren Fineart-Fotodrucker? Wir testen die A2-Geräte Epson SC-P800 und Canon iPF Pro-1000. Erfahren Sie zudem alles über Verbrauchskosten und alles über Fotodruck.

Die Spezialisten unter den Tintenstrahldrucker bringen Fotos mit bis zu zwölf Farben auf das Papier. So erreichen sie mit passendem Papier eine einzigartig gute Darstellungsqualität. Wir testen zwei Spitzengeräte von Canon und Epson, die beide das A2-Plus-Format unterstützen. Der Epson SC-P800 verwendet acht Farben, während der Canon iPF Pro-1000 zwölf Farben nutzt. Doch zunächst geben wir einen Überblick über den Fotodruck mit Tintenstrahldruckern und eine Martkübersicht von Fine-Art-Fotodruckern.

Fotodruck mit Tintenstrahl-Geräten

Ein normaler Farbdrucker arbeitet mit den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Durch die Mischung dieser vier Grundfarben ergeben sich alle anderen Farben. Für einen richtigen Fotodrucker benötigt man jedoch mehr als diese vier Grundfarben. Hier kommen weitere Farbtöne wie helles Cyan und helles Magenta zum Einsatz. Das erweitert den Farbraum deutlich. Zudem lassen sich so feine Farbabstufungen darstellen. Speziell bei der menschlichen Haut oder beim Himmel kann man das gut erkennen. Diese Zusatzfarben nennt man auch Photocyan und Photomagenta.

Wenn man auf den Internetseiten der Hersteller schaut, finden sich unter den Druckern für Heimanwender so einige Drucker, die als Fotodrucker angepriesen werden. Beim genaueren Hinsehen verwenden diese aber nur die vier Grundfarben und eine zusätzliche Schwarzpatrone für das Drucken von Dokumenten auf Normalpapier. Canon packt jetzt bei seiner PIXMA MG7750 - Serie zusätzlich eine Graupatrone mit in den Drucker, was gerade den Schwarzweiß-Druck deutlich verbessert.

Die Ergebnisse mit solchen Druckern können sich durchaus sehen lassen, einem Vergleich zu einem ausgewachsenen Fotodrucker mit sechs oder mehr Farbpatronen halten sie jedoch nicht Stand. Einen preisgünstigen Fotodrucker mit sechs Farben für A4-Drucke bietet zum Beispiel Epson mit dem Expression Photo XP-55 für rund 120 Euro an.

Fotografen greifen in der Regel zu einer Nummer größer mit A3+-Papiergröße. Diese sind zwar ab 400 Euro wesentlich teurer, dafür haben sie aber auch größere Patronen. Wo der Expression Photo XP-55 nur 9,8 ml in seine Patronen packt, sind es im größeren Bruder Epson SureColor SC-P600 schon 25,9 ml.

Diese unterschiedlichen Tinten gibt es

Zwei Sorten von Tinte haben sich bei Fotodruckern durchgesetzt. Neben der wasserbasierten Farbstofftinte - auch Dye-Tinte genannt - die Pigmenttinte. Der grobe Unterschied liegt darin, dass die Farbstofftinte nicht lichtecht ist, so dass ein in der Sonne liegender beziehungsweise hängender Ausdruck schon nach kurzer Zeit ausbleichen wird. Im Gegensatz dazu ist das Versprechen der Pigmenttinte, dass sie je nach eingesetztem Papier sogar 200 Jahre seine Farbe hält. Das ist schon ein extremer Wert, wichtiger sind hier die minimalen Werte und da zeigt sich die Pigmenttinte mit mindestens 40 Jahren erfreulich haltbar.

Aus diesem Grund kommen Drucker mit Farbstofftinte nur in den Einsteigergeräten zum Einsatz. Für den hochwertigen Fotodruck – auch Fine-Art-Druck genannt – setzten die Hersteller ausschließlich auf Pigmenttinte. Ihre Farbstabilität und Haltbarkeit sind nicht nur die Voraussetzung für lange Freude an den eigenen Bildern, sondern auch wichtig, wenn man Bilder verkaufen möchte oder sie in einer Galerie oder einem Museum ausgestellt werden. Aus diesem Grund kommt auch der klassische Fotoabzug aus dem Labor nicht in Frage, denn auch dieser hält nur wenige Monate an der Wand.

Voraussetzungen für den Fine-Art Druck

Neben den sechs Farben für den Fotodruck Cyan, Photocyan, Magenta, Photomagenta, Gelb und Schwarz gesellen sich bei den Fine-Art-Druckern noch weitere spezielle Farben wie zum Beispiel zwei Grautinten. Dadurch können die Drucker feinste Grauabstufungen zaubern, wie sie speziell der Schwarzweißdruck erfordert. Aber nicht nur dort, sondern auch bei Farbmotiven sorgen sie für mehr Tiefe. Jetzt fehlt nur noch ein Spezialist: die schwarze Tinte für matte Papiere. Somit gibt es zwei Schwarztinten bei Fine-Art-Druckern, eine für glänzende, eine für matte Medien.

Diese Kombination aus neun Tinten nutzt beispielsweise Epson beim SureColor SC-P600. Zu einem Preis von weniger als 700 Euro bekommt man hier ein universelles Gerät der A3+-Klasse mit exzellenter Druckqualität. Epson wird mit der Anzahl der Tinten nur noch getoppt von seinem Mitbewerber Canon und seinem Konkurrenzprodukt Pixma Pro-1. Er verfügt zusätzlich über dunkles Grau, Rot und einen Chroma-Optimizer. Letzterer sorgt bei glänzenden Medien dafür, dass an unbedruckten Stellen keine Glanzunterschiede auftreten. Der Aufwand treibt den Preis des A3+-Druckers aber auch auf rund 800 Euro.

Diese A3-Fotodrucker gibt es

Neben den zwei Spitzenmodellen der A3+-Klasse von Canon und Epson bieten die zwei Hersteller zusammen sechs Drucker in der A3+-Klasse an:

- Canon Pixma Pro-10s für 650 Euro

- Canon Pixma Pro-100s für 500 Euro

- Epson SureColor SC-P400 für 530 Euro

- Epson Stylus Photo 1500W für 300,- Euro.

Die beiden günstigen Drucker Canon Pixma Pro-100s und Epson Stylus Photo 1500W verwenden statt Pigmenttinte eine Farbstofftinte. Daher sind Ausdrucke mit diesen Drucker wenig lichtbeständig. 

In der Mittelklasse haben Canon und Epson die Anzahl der Tinten gegenüber den Spitzenmodellen reduziert, um die Kosten zu senken. Der Einstieg bei Canon mit dem Pixma Pro-10s bietet eine für Farbdrucke praxisgerechte Ausstattung mit nur einer Grautinte, einer roten Tinte und dem Chroma Optimizer – also insgesamt zehn Tinten. Der günstigere SureColor SC-P400 verzichtet auf alle Grautinten sowie Photocyan und Photomagenta, hat dafür aber Rot, Orange und einen Gloss Optimizer (das gleiche wie bei Canon der Chroma Optimizer). Damit empfiehlt sich auch der SureColor SC-P400 in erster Linie für Freunde der bunten Drucke.

In der Ausstattung brauchen sich Pixma Pro-10s und SureColor SC-P400 nicht verstecken, dank WLAN, USB und Ethernet sind sie sehr universell einsetzbar und können sogar noch CD- und DVD-Rohlinge bedrucken. Sehr praktisch ist das Drucken über eine passende Smartphone App. iPhone und Co sind mittlerweile so gut, dass man tolle Drucke von den Bildern anfertigen kann. Der Epson kann mit der Besonderheit von Rollenpapier aufwarten – das ist klasse für Panoramen.

Die geringeren Anschaffungskosten der Mittelklassemodelle bringen neben der geringeren Anzahl an Farben noch einen anderen Nachteil mit sich: Kleine Tintenpatronen und damit einhergehend höhere Tintenkosten. Denn die Faustregel lautet: Je größer die Tintenpatronen sind, desto geringer sind die Tintenkosten.

Hier schlägt die Stunde der Topgeräte in der A3+-Klasse mit Canon Pixma Pro-1 und SureColor SC-P600. Mit ihren rund doppelt so großen Patronen kommt der Fotograf um einiges günstiger weiter. Durch ihre umfangreiche Tintenausstattung sind sie prädestiniert für höchste Ansprüche an die Druckqualität. In unserem Testlabor haben sich beide Drucker bestens bewährt. Einen Einzeltest des Canon Pixma Pro-1 lesen Sie hier , den Test des Epson Surecolor SC-P600 finden Sie hier .

Im Vergleich: Canon iPF Pro-1000 versus Epson SureColor SC-P800

Die Profiliga unter den Desktop-Geräten ist die Klasse der A2-Fotodrucker. Das Angebot auf dem Markt ist überschaubar, der in diesem Jahr neu auf den Markt gebrachte Canon iPF Pro-1000 möchte alles besser machen als der Platzhirsch Epson SureColor SC-P800 und liefert sich mit diesem ein Kopf-an-Kopf Rennen.

Klotzen statt Kleckern

Angefangen mit dem Reigen der Neuerscheinungen hatte Epson seinem Dauerbrenner Stylus Pro 3880 ( aktueller Preis ) ein Update spendiert. Um den Generationensprung klar zu machen, wurde auch gleich der Name geändert.

Im Look des kleines Bruders SC-P600 druckt jetzt auch der große mit der neuen Tintengeneration UltraChrome HD und und wie gehabt mit 9 Tinten. (Vivid Light Magenta, Vivid Magenta, Yellow, Light Cyan, Cyan, Matte Black, Photo Black, Light Light Black, Light Black). Die Verbesserung macht sich vor allem bei der Schwarzdichte von 2,86 (auf Premium Glossy Photo Paper) bemerkbar und sorgt für tiefe und satte Schwarztöne. Das haben wir gleich ausprobiert und im direkten Vergleich zum Vorgänger ist das auch sichtbar. Was sich nicht geändert hat ist die Notwendigkeit einer Spülung des Tintenkanals beim Wechsel der Fotopapiersorte von matt nach glänzend und umgekehrt. Denn die Tinten Matte Black und Photo Black teilen sich immer noch das System.

Der manuelle Einzelblatteinzug des Pro-1000 überzeugt durch seine Zuverlässigkeit und Einfachheit.
Vergrößern Der manuelle Einzelblatteinzug des Pro-1000 überzeugt durch seine Zuverlässigkeit und Einfachheit.

Hier ist der Canon Pro-1000 ( aktueller Preis ) deutlich im Vorteil. Sein Druckkopf hat getrennte Düsen für die zwei Schwarztinten. Auch bei der Anzahl der Tinten setzt Canon noch einen drauf und bietet zusätzlich Rot, Blau und einen Chroma Optimizer, der für einen gleichmäßigen Glanz auf glänzenden Medien sorgen soll. Auch Canon wirbt bei seiner neuen Tintengeneration Lucia Pro mit kräftigeren Farben und einem tieferen Schwarz, gibt aber keine Werte an. Ob sich das mehr an Farben positiv bemerkbar macht, dazu kommen wir später.

Von vorne leicht zugänglich hat Canon die 80 ml großen Patronen unter gebracht.
Vergrößern Von vorne leicht zugänglich hat Canon die 80 ml großen Patronen unter gebracht.

Professionell ist auf jeden Fall die Füllmenge von 80 ml der Patronen beider Drucker. Bei einem neuen SC-P800 muss man jedoch kleine Abstriche machen, da die Patronen für die Erstbefüllung rund 25 Prozent kleiner sind. Professionell ist auch die übrige Ausstattung beider Drucker. Neben Ethernet und USB gehört auch WLAN zu den Anschlussmöglichkeiten, und als iPhone und iPad-Nutzer freut man ich über Apple AirPrint. Wer ein Android-Device einsetzt, kann Googles Cloud Print nutzen.

Dass das keine Spielerei ist, zeigen uns die perfekten Ausdrucke mit einem iPhone 6. Canon und Epson liefern hierzu einfache auf das Nötigste reduzierte Apps. So lässt sich nur ein Bild pro Seite drucken. Das Skalieren beherrscht sehr eingeschränkt nur die App von Epson. Vergrößern ist möglich, Verkleinern nur bis zur Seitenbreite. Für einfache Aufgaben reicht das, wer es öfters nutzen möchte, wünscht sich wesentlich mehr Möglichkeiten.

Ein Assistenten in deutscher Sprache unterstützt den Anwender bei der Installation der Programme und die Ersteinrichtung des Druckers.
Vergrößern Ein Assistenten in deutscher Sprache unterstützt den Anwender bei der Installation der Programme und die Ersteinrichtung des Druckers.

Dass ein A2-Drucker nicht klein ist, versteht sich von selbst, dennoch unterscheiden sich der Canon Pro-1000 und der Epson SC-P800 hier deutlich. Während die Stellflächen mit 72,3 x 43,3 cm zu 68,4 x 37,6 cm noch im Rahmen sind, ist der Canon mit 32 kg gegenüber dem Epson mit seinen 19,5 kg deutlich schwerer. Im Betrieb merkt man das auch; Der Canon ist robuster konstruiert und das Mehr an Gewicht geht unter anderem auch auf die Papieransaugung zurück. Sie sorgt für einen planen Durchlauf der Papierbögen. So minimiert sich die Gefahr einer Berührung mit dem Druckkopf. Eine tolle Sache, die man sonst nur bei den Großformatdruckern mit Rollenpapier kennt.

Auch mit iPhone und iPad kann man druckern. Die App von Epson ist sehr einfach gehalten. So lässt sich nur ein Bild pro Seite drucken und auch das Skalieren ist sehr eingeschränkt möglich. Vergrößern ist möglich, Verkleinern nur bis zur Seitenbreite. Für einfach Aufgaben reicht das, wer es öfters nutzen möchte wünscht sich wesentlich mehr Möglichkeiten.
Vergrößern Auch mit iPhone und iPad kann man druckern. Die App von Epson ist sehr einfach gehalten. So lässt sich nur ein Bild pro Seite drucken und auch das Skalieren ist sehr eingeschränkt möglich. Vergrößern ist möglich, Verkleinern nur bis zur Seitenbreite. Für einfach Aufgaben reicht das, wer es öfters nutzen möchte wünscht sich wesentlich mehr Möglichkeiten.

Ein weiteres professionelles Feature des Canon-Druckers merkt man direkt beim Einschalten: Die Tintenpatronen werden geschüttelt. Das ist sehr laut und erschreckt im ersten Augenblick, sorgt aber für die gleichmäßige Verteilung der Pigmente in der Patrone. Das macht das Gerät nicht jedes Mal, sondern immer dann, wenn es nötig ist, was in der Regel nach einer längeren Druckpause der Fall ist. Optional reinigt der Drucker zudem die Düsen.

So gehen die Drucker mit Papier um

Bei den Papierformaten sind die beiden Kontrahenten nicht wählerisch. Von 10x15 cm bis A2 wird jedes Format akzeptiert, die meisten davon auch im randlosen Druck. Zugeführt werden die Papiere über einen automatischen Einzelblatteinzug oder über eine manuelle Zuführung. Letztere ist vor allem für schwere Fine-Art-Papiere gedacht. Hier zeigen sich dann aber auch Unterschiede. Während der Canon „nur“ 0,7 mm Papierdicke verarbeiten kann, sind es beim Epson gigantische 1,5 mm. Das spiegelt sich auch im maximalen Papiergewicht wieder: Canon akzeptiert 400 g und Epson 1000 g. Das liegt am absolut geraden Papiereinzug von vorne des Epson, während beim Canon das Papier von hinten leicht gebogen durch den Drucker wandert.

Robust und schwer ist der imagePROGRAF Pro-1000 von Canon geworden. Das freut Fotografen und Fotoclubs.
Vergrößern Robust und schwer ist der imagePROGRAF Pro-1000 von Canon geworden. Das freut Fotografen und Fotoclubs.
© Canon

Dieses tolle Feature des Epson erkauft man sich leider durch den Nachteil der zeitaufwändigen Handhabung. Zuerst wird die Einzelblattzuführung per Fingerdruck ausgefahren, dann legt man das Papier ein, um im Abschluss auf dem Bedienfeld „Einlegen“ zu drücken. Anschließend drückt man die Einzelblattzuführung wieder hinein. Durch die Nutzerführung im Display ist das zwar leicht, dauert aber lange. Für die ganze Aktion braucht man rund 50 Sekunden. Das kann speziell bei einem Buchdruck auf Fine-Art-Papier nerven. Eine weitere Unart ist, dass der SC-P800 das Papier nicht immer fehlerfrei einzieht. Ist das Blatt nicht plan und hat leicht gebogene Ecken, wird das Papier unter Umständen schräg eingezogen. Abhilfe schafft nur, das Papier vor dem Druck glatt zu streichen.

Mit einem Trick lässt sich das Problem aber umschiffen: Man erstellt ein eigenes Profil auf Basis des Archival Matte und erhöht die Papierdicke in den Druckeinstellungen. So macht es beispielsweise Ilford. Doch das ist nicht ohne Risiko, da die Rollen des Einzugs Spuren hinterlassen können.

Canon imagePROGRAF PRO-1000
Vergrößern Canon imagePROGRAF PRO-1000
© Canon

Neben dem geraden Papiereinzug hat der SC-P800 noch einen Vorteil gegenüber dem Pro-1000, die Option auf Drucken von der Rolle. Für 247 Euro bietet Epson als Zubehör eine Halterung für Rollenpapier an. Somit lassen sich Panoramen bis 15 Meter drucken. Beim Pro-1000 ist nach dem letzten Firmwareupdate bei 64,7 cm Schluss.

Auf ein Schneidewerk wie bei professionellen Rollendruckern muss man beim Epson natürlich verzichten. Das kann man aber als Hobbyanwender verschmerzen, da das Papier weit genug zum Abschneiden mit einer Schere heraus transportiert wird.

Bedienung vereinfacht

In Zeiten, in denen Produkte immer komplexer werden, und es Handbücher nur noch digital gibt, ist es wichtig, dass die Geräte selbst mit den Nutzern kommunizieren. Natürlich funktioniert die Spracheingabe noch nicht, aber sowohl Canon als auch Epson haben sich die Mühe gemacht und ein sehr gutes Display integriert. Beim Canon operiert mit Tasten, bei Epson gibt es sogar eine Touch-Bedienung und ein klappbares Display. Ein sehr praktischer Punkt.

Der SC-P800 versteckt seine 80 ml großen Patronen unter einer Klappe. Eine gute Nutzerführung im Display gibt auch weniger versierten Anwendern die nötige Hilfe für den Patronentausch.
Vergrößern Der SC-P800 versteckt seine 80 ml großen Patronen unter einer Klappe. Eine gute Nutzerführung im Display gibt auch weniger versierten Anwendern die nötige Hilfe für den Patronentausch.

Beide überzeugen mit einer sehr guten Lesbarkeit und einer Nutzerführung, die man schnell verinnerlicht hat. Das ist wichtig, da man über die Displays die Drucker auch konfigurieren kann. Beispiele sind die Einbindung in das eigene WLAN, der Abschalttimer, damit sich der Drucker nach einer gewissen Zeit richtig ausschaltet, die Sprache der Benutzerführung, Wartungsaufgaben wie Düsentest und Reinigung oder die Druckereinstellungen.

Software für Druckerdienste

Keine Lust aufzustehen und zum Drucker zu laufen? Auch kein Problem, über die mitgelieferten Druckerdienstprogramme lassen sich viele der Einstellungen auch vom Rechner aus tätigen. Was die mitgelieferten Programme angeht, tut sich speziell Canon hervor. So gibt es zum Beispiel Print Studio Pro, ein Plug-In für Canon Digital Photo Professional, Adobe Photoshop und Lightroom. Es soll den Ausdruck vereinfachen und bietet einfache Layoutfunktionen.

Mirage ist ein Hilfsprogramm, das den Druckprozess einfacher macht. Mirage lässt sich sehr universell einsetzen, da es nicht nur als Standalone-Programm, sondern auch als Plug-In für Adobe Photoshop inklusive Elements und Lightroom, sowie für Indesign und Illustrator zur Verfügung steht. Die aktuelle Version unterstützt auch den neuen Canon Pro-1000.
Vergrößern Mirage ist ein Hilfsprogramm, das den Druckprozess einfacher macht. Mirage lässt sich sehr universell einsetzen, da es nicht nur als Standalone-Programm, sondern auch als Plug-In für Adobe Photoshop inklusive Elements und Lightroom, sowie für Indesign und Illustrator zur Verfügung steht. Die aktuelle Version unterstützt auch den neuen Canon Pro-1000.

Sehr interessant ist der Accounting Manager, der die Protokolle der Druckaufträge ausliest. In diesen Protokollen steht neben den Papiereinstellungen auch der Tintenverbrauch. Und mit diesen Angaben lassen sich die Druckkosten errechnen. Im Accounting Manager kann man die Anschaffungskosten für Tinte und Papier hinterlegen und erhält somit die genauen Druckkosten. Eine tolle Sache.

Welcher A2-Fotodrucker ist besser: Epson oder Canon

Nach unzähligen Bildern – von 10x15 cm bis A2 für eine Ausstellung sowie drei Fotobüchern – zeigen beide Drucker erstklassige Ergebnisse auf höchstem Niveau. Die Druckqualität ist ohne jeden Tadel. Farbintensität und eine sehr gute Tonwertabstufung begeistern sowohl bei Farb- als auch Schwarzweißfotografien. Wir haben hierzu sowohl auf verschiedenen Papieren der Druckerhersteller als auch von Fremdherstellern gedruckt. Dazu zählten die sehr guten Standardpapiere für Portraitfotografen mit einer Perlglanzoberfläche Canon LU-101 und das sehr ähnliche Epson Premium Luster. Für knallige Farben die Glossy-Medien Canon PT-101 und Epson Premium Glossy . Von Ilford haben wir auf der günstigen Studio-Reihe gedruckt. Als Fotobücher haben wir ein Tecco Book mit Fine-Art Papier und zwei selbst gebundene Fotobücher, einmal mit Ilford Semigloss Duo und einmal mit Ilford Fine Art Smooth (einseitig) gedruckt.

Gut gemeint aber leider nicht zu Ende gedacht ist Print Studio Pro von Canon. Das PlugIn für Photoshop und Lightroom soll das Drucken vereinfachen, leider ist gerade das Positionieren von Bildern auf der Druckseite zu eingeschränkt.
Vergrößern Gut gemeint aber leider nicht zu Ende gedacht ist Print Studio Pro von Canon. Das PlugIn für Photoshop und Lightroom soll das Drucken vereinfachen, leider ist gerade das Positionieren von Bildern auf der Druckseite zu eingeschränkt.

Etwas Besonderes sind Fine-Art-Medien, also Papiere mit einer matten Oberfläche, die zum Beispiel auf Baumwolle basieren. Hier haben wir von Hahnemühle das dicke Bamboo und Photo Rag und das dünnere Photo matt Fibre mit den Druckern ausprobiert.

Beide Drucker haben die Papiere problemlos eingezogen. Beim Epson hat gerade bei Fotobüchern auf Fine-Art-Papier der umständliche Einzelblatteinzug genervt. Aber auch der Canon hatte eine Achillesferse: Mit kleinen Papieren in 13x18 cm hatte der automatische Einzelblatteinzug so seine Probleme. Die Papiere wurden nicht immer sauber eingezogen. Größere Formate machten keine Sorgen.

Das Mehr an Farben beim Canon macht sich nicht bemerkbar. Im direkten Vergleich gibt es kleine Unterschiede bei den Farben. So zeigt der Canon kräftigere Blautöne und der Epson ein kräftigeres Rot auf unseren Testcharts. Bei Hautfarben ist der Canon etwas neutraler und heller.

In der Druckgeschwindigkeit geben sich beide Kontrahenten nichts und brauchen zirka fünf Minuten für einen A2-Druck. Ein A4 liegt nach rund zwei Minuten im Ausgabefach. Beide Male mit der zweithöchsten Qualitätseinstellung und einem unbedruckten schmalen Rand fürs Passepartout.

Empfehlung: Canon iPF Pro-1000 und Epson SC-P800 haben beide ihre Vorteile

Wer hauptsächlich auf glänzenden Medien und auch gerne mal Panoramen von der Rolle drucken möchte, der greift zum Epson SC-P800. Der universellere und etwas robustere Drucker ist der Canon iPF Pro-1000. Beim Wechsel der Schwarztinten zwischen matten und glänzenden Medien muss er nicht die Tintenkanäle spülen und verbraucht keine unnötige Tinte. Auch ist sein manueller Einzelblatteinzug für Fine-Art Medien wesentlich besser. Dafür hat der Epson einen geraden Durchlauf und kann sehr dicke Medien bis 1,5 mm verarbeiten. Beide Fotodrucker beherrschen das spezielle Format A2+ mit 43,2 x 64,8 cm. Das Papier gibt es vorkonfektioniert fast nur vom Vertrieb Photolux in Schwabach. Die Druckqualität beider Geräte liegt dicht beieinander. Auf den ersten Blick überzeugen beide mit einer perfekten Druckqualität, sowohl auf glänzenden wie auch auf Fine-Art Medien. Im Detail zeigt der Canon iPF Pro-1000 einen Tick mehr Schärfe im Druckbild. Preislich liegen sie nahezu gleichauf, somit entscheidet der Einsatzzweck die Kaufempfehlung.

Wirtschaftlichkeit

Fast entscheidender als der Anschaffungspreis des Fotodruckers sind seine Unterhaltskosten. Hier gibt es keine einfache Aussage. Das liegt zum einen daran, dass es keine für den Kunden verständlichen Angaben hierzu gibt, zum anderen ist der Tintenverbrauch vom Bildmotiv und den Druckereinstellungen abhängig.

Canon Pixma Pro-10s

Canon Pixma Pro-1

Canon imagePROGRAF iPF Pro-1000

Epson SureColor SC-P400

Patronengröße (ml)

14

36

80

14

Preis pro Patrone

14,99

32,99

59

16,54

Preis pro Liter

1070,71

916,39

737,50

1181,43

Epson SureColor SC-P600

Epson SureColor SC-P800

Epson Stylus Pro 4900

Epson SureColor SC-P6000 STD

Patronengröße (ml)

25,9

80

200

350

700

Preis pro Patrone

29,99

59,99

96,7

154,7

279,65

Preis pro Liter

1157,92

749,88

483,5

442

399,5

Canon iPF Pro-1000

Hersteller:

Canon

Preis:

1129 Euro

Note:

1,2

Vorzüge:

tadellose Druckqualität, exzellenter Schwarzweiß-Druck, sehr guter manueller Papiereinzug, vielseitige Anschlüsse, robuste Mechanik mit Papieransaugung

Nachteile:

kein Rollenpapier, maximale Drucklänge 64,7 cm

Technische Daten:

12-Farben Lucia Pro Tintenset, 2 Grautinten, 80ml Patronengröße, AirPrint, Google Cloud Print, USB, WiFi, Ethernet

Papierformate:

A5, A4, A3, A3+, A2, B5, B4, B3, 4 x 6“ , 5 x 7“ , 8 x 10“ , 10 x 12“ , 14 x 17“ , 17 x 22“ , LTR, LGL, LDR

Epson SC-P800

Hersteller:

Epson

Preis:

1069 Euro

Note:

1,4

Vorzüge:

tadellose Druckqualität, exzellenter Schwarzweiß-Druck, vielseitige Anschlüsse, Rollenpapier Option, gerader Einzug für sehr dicke Papiere

Nachteile:

Startpatronen kleiner, umständlicher manueller Einzelblatteinzug, Tintenspülung bei Wechsel Matt/Glänzend

Technische Daten:

9-Farb Ultrachrome HD-Tintenset, 2 Grautinten, AirPrint, Google Cloud Print, USB-, Wi-Fi- und Ethernet

Papierformate:

DIN A2, DIN A3+, A3++, DIN A3, DIN A4, DIN A5, DIN A6, DIN B3, DIN B4, DIN B5, B6, DIN C4 (Umschlag), DIN C5 (Umschlag), DIN C6 (Umschlag), Letter, Letter Legal, 10 x 15 cm, 13 x 18 cm, 13 x 20 cm, 20 x 25 cm, 100 x 148 mm, 17 " (43,2 cm), Benutzerdefiniert

Papiereinstellungen Canon

Wer sich die Papiereinstellungen bei Canon anschaut und diese mit der Bezeichnung auf der Verpackung vergleicht, wird nicht immer fündig werden. Unsere kleine Liste soll hier helfen.

Professional Fotopapier Platin -> PT-101

Fotoglanzpapier Plus II -> PP-201

Professional Fotopapier Hochgl. -> LU-101

Photo Papier Plus,Seiden-Glanz -> SG-201

Fotopapier Matt -> MP-101

Fotopapier Pro Premium Matt -> PM-101

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