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Test Canon Pixma Pro-1

01.02.2012 | 16:52 Uhr |

Als letzter verbliebener Herausforderer im überschaubaren Markt der A3+ Fineart-Drucker zeigt Canon gegenüber Epson, dass sie noch nicht aufgeben.

Mit dem Canon Pixma Pro-1 bekommt der Epson R3000 eine ebenbürdige Konkurrenz. Alleine durch die Abmessungen in der Größenordnung eines A2-Desktopdruckers und das Gewicht von 27,7 kg zeigt Canon, dass sie ein gewichtiges Wort mitreden möchte. Ist das Schleppen vergessen und man widmet sich den technischen Daten, beeindrucken die zwölf Tinten. Endlich nutzt Canon die neuese Lucia-Pigmenttechnik - darunter alleine drei Grautinten und einen Chroma Optimizer. Letzterer sorgt dafür, dass es keine Glanzunterschiede auf glänzenden Papieren zwischen bedruckten und unbedruckten Flächen gibt.

Zwölf große Tintentanks

Wie für Canon üblich, sind je eine schwarze Tinte für mattes und glänzendes Papier parallel installiert. Es entfällt der lästige und teuere Spühlvorgang, den Epson-Kunden kennen. Dazu kommt noch ein Tintenvolumen mit satten 36 ml pro Farbe; da reicht alleine die Fotoschwarzpatrone für von Canon angegebene 111 A3+ Fotodrucke. In der Praxis kommen wir da nicht ganz ran. Genauere Informationen zur Tintenreichweite finden sich auf der Canon-Webseite .

Bedruckt werden können Papiere bis 300 g/m² über den bis zu 150 Blatt fassenden automatischen Papiereinzug und bis ca. 350 g/m² und bis zu 0,6 mm dicke Papiere über den manuellen Einzelblatteinzug hinten. Daneben werden noch Rohlinge bedruckt, Rollenpapier hingegen ist Fehlanzeige. In der Praxis zeigt sich das Medienhandling tadellos, da kann sich Epson mit seinem komplizierten Einzelblatteinzug beim R3000 eine Scheibe abschneiden.

Begeistert sind wir vor allem davon, dass man auch dicke Papiere im Stapel drucken kann. Das funktioniert sogar mit Baumwoll- und Barytpapieren. Für den Druckworkflow liefert Canon Easy-Photoprint Pro mit, ein Plug-In für Adobe Photoshop und Photoshop Lightroom zum Drucken, das man eher weniger benötigt. Ein absolutes Highlight ist aber sicher die Color Management Tool Pro-Software, mit der man eigene Profile erstellen kann. Gut ist auch, dass Canon im Download eine kleine Anzahl an Profilen für Fremdpapiere anbietet, darunter auch von Canson, Hahnemühle und Pictorico. Unser Referenz-Barytpapier BTG300 von Tecco war nicht dabei, das Profil wird aber bald von Tecco selbst angeboten.

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