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Test Epson Stylus Photo R2000

07.04.2012 | 19:02 Uhr |

Der Einstiegsdrucker in der A3+-Klasse für Fotografen hat auf dem Papier vieles, was der anspruchsvolle Nutzer sich wünscht. Das Wichtigste ist sicher die Tinte.

Damit die Drucke lichtbeständig sind, kommt nur Pigmenttinte in Frage. Speziell um kräftige Farben und natürliche Hauttöne zu reproduzieren, setzt Epson hier auf Rot und Orange statt auf Light Cyan und Light Magenta. Mit 17 Milliliter sind die Patronen gegenüber dem Vorgänger R1900 rund 50 Prozent größer geworden. Zusätzlich setzt Epson einen Gloss Optimizer ein, der für einen Glanzüberzug über das komplette Bild sorgt. Nicht nur hierdurch unterscheidet sich der R2000 von seinem größeren Bruder R3000, sondern Epson setzt auf eine ultrachrome Higloss-Tinte statt auf die bewerte Ultrachrome K3 Tinte. Dadurch lassen sich die Erfahrungswerte bezüglich Langzeitstabilität nicht so weiteres übertragen. Weiterer Unterschied ist das Fehlen jeglicher Graustufenpatronen, was man auch sofort bei Schwarzweiß-Drucken bemerkt; sie fallen unbefriedigend aus.

Von seinem großen Bruder geerbt hat der Drucker die sehr gute Schnittstellenausstattung: Ethernet, WiFi, USB und Front-USB für eine Kamera sind an Board. Ebenso glänzt er mit sehr gutem CD/DVD-Rohlingsdruck und einer einfachen Rollenhalterung. Fineart-Medien werden über den von vielen anderen Epson-Druckern bekannten manuellen hinteren Einzug zugeführt. Das ist zwar nicht komfortabel, hat aber im Test meistens fehlerfrei funktioniert. Der vordere manuelle Einzug ist nur für 1,3 Millimeter dicke Papiere, die auch ausschließlich A3+ sein dürfen.

Wir vermissen zum Einen eine Tintenverbrauchsangabe für die Drucke in Milliliter oder zumindest eine Angabe, wie viele Drucke der gleichen Art noch gedruckt werden können. Ebenso fehlt eine Angabe über die Einstellung für die zu druckende Tintenmenge, da gerade dünneres oder mattes Fineart-Papier sich leicht wellt, und man dem durch eine Reduktion entgegenwirken kann.

Druckqualität

Die Druckqualität ist tadellos und begeistert mit kräftigen Farben, da ist er sogar gegenüber dem größeren Modell leicht überlegen. Dieser ist etwas zurückhaltender. Neutrale Grauwerte schafft der R2000 allerdings nicht. Sie haben einen deutlichen Farbstich - was aber wegen den fehlenden Grautinten auch nicht anders zu erwarten war. Hauttöne reproduziert er sehr gut, das kann aber der Canon Pixma Pro-1 noch besser. Ebenso druckt er sowohl auf mattem Fineart-Papieren, wie dem Epson Velvet Fine Art und dem Tecco PFR295, als auch bei verschiedenen Glossy-Papieren sehr gut - und das Schöne: Auch im Wechsel, weil beim Wechsel von matter auf glänzender Schwarzpatrone nicht gespült werden muss so wie beim R3000 . Dafür sind auf mattem Fineart-Papier die Farben eine Spur zu kräftig. Speziell mit schweren Glossy-Medien wie dem Epson Ultra Glossy, dem Tecco PUW285 oder dem Canson Premium RC, begeistern die Ausdrucke.

Das Programm Easy Photo Print kann man sich getrost sparen. Es bietet nicht die Flexibilität, wenn Bilder beispielsweise in Größe und Position verändert werden sollen, und es reagiert sehr träge. Print CD für das Bedrucken von Rohlingen hingegen benötigt man derzeit noch, da der R2000 von anderen Programmen noch nicht unterstützt wird.

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