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Test Camcorder: Panasonic HDC-SDX1

13.10.2010 | 13:36 Uhr |

Apple unterstützt bei iMovie zwar Full-HD, die Bearbeitung ist indes wegen Konvertiervorgänge sehr zeitraubend. Ohne Umrechnung geht es mit dem Apple-eigenen iFrame-Format von 960x540 Pixel. Gut, wenn der Camcorder direkt so aufzeichnen kann, wie das hier getestete Modell.

Selbst im untersten Preisbereich der Camcorder sind heutzutage Full HD eine Selbstverständlichkeit. Andere Ausstattungsmerkmale müssen her, Panasonic setzt dabei auf die Generation Internet: Die gerade mal 230 Gramm leichte AVCHD-Kamera HDC-SDX1 unterstützt zusätzlich MPEG4 mit 1280 x 720, 960 x 540 und 640 x 480 Pixel. Die mittlere Auflösung, von Apple iFrame genannt, lässt sich direkt in iMovie importieren und bearbeiten, ohne zunächst konvertiert werden zu müssen.

Optik für alle Fälle

Das Objektiv mit knapp 17-facher Vergrößerung bietet praxisgerechte 35,8mm Weitwinkel. Der Bildstabilisator arbeitet hybrid, das Bedeutet zusätzlich zur optischen Stabilisierung rechnet eine Elektronik Bildwackler heraus. Dabei geht Aufnahmefläche verloren, von den insgesamt zur Verfügung stehenden 3,32 Megapixel werden im Videobetrieb nur 2,11 Megapixel verwendet. Trotzdem ist die Stabilisierung nicht perfekt, die größeren Modelle leisten hier noch einmal deutlich mehr.

Bedienzentrale

Per USB-Kabel lässt sich der Akku der Panasonic HDC-SDX1 laden.
Vergrößern Per USB-Kabel lässt sich der Akku der Panasonic HDC-SDX1 laden.
© Panasonic

Trotz des kleinen Preises setzt Panasonic zur Bedienung auf einen 2,7 Zoll großes Tochscreen, allerdings wirken die Bedienelemente etwas überfrachtet. Im Einsteigerbereich ungewöhnlich ist die zusätzliche Zoomwippe samt Aufnahmetaste am Display, dadurch lässt sich die Kamera komplett mit der linken Hand bedienen. Auch die restliche Ausstattung mit Gesichtserkennung, Pre-Recording sowie manuellem Fokus, Weißabgleich, Shutter und Blende fällt ungewöhnlich üppig aus. Nur auf Anschlussmöglichkeiten muss man verzichten: Weder Mikrofon-, Kopfhörer noch Zubehöranschluss oder Filtergewinde sind bei der HDC-SDX1 zu finden.

USB mit Mehrwert

Die Panasonic HDC-SDX1 glänzt mit ihrer Kombination aus echtem AVCHD-FullHD und vielen Mac-Funktionen.
Vergrößern Die Panasonic HDC-SDX1 glänzt mit ihrer Kombination aus echtem AVCHD-FullHD und vielen Mac-Funktionen.
© Panasonic

Wie jede AVCHD-Kamera arbeitet die HDC-SDX1 über USB als Wechseldatenträger und erlaubt so das Kopieren von Fotos und Videos direkt auf den Mac. Dabei ist mit Netzteil sogar der Rückweg erlaubt. Zusätzlich gibt es für USB die Auswahl "Rekorder" zur Erzeugung hochauflösender AVCHD-Discs oder Foto-DVDs mit einem externen DVD-Brenner. Den dritten Modus "Webcam" sieht Panasonic explizit für die Verwendung mit Skype vor, bei anderen Programmen wie "Kamera" hatten wir damit weniger Glück. Pfiffiges Detail: Unterwegs lässt sich die HDC-SDX1 per USB aufladen.

Bildqualität

Mit gemessenen 653 TVL/BH ordnet sich die HDC-SDX1 in die Einsteigerklasse ein, glänzt aber mit einer geringen, wenn auch zu breiten Scharfzeichnung. Am Monitor beurteilt sind die Bilder nicht ganz so stimmig wie auf dem kontrastreichen und farbstimmigen Display, insbesondere Schwarz könnte hier satter sein. Für Aufnahmen bei wenig Licht reicht der mit ¼ Zoll recht kleine Sensor nicht mehr ganz; sie werden unschärfer und dunkel, bleiben jedoch rauscharm. Die kleineren MPEG4-Auflösungen gelingen vergleichsweise scharf, die Komprimierung schlägt hier jedoch stärker zu als im Format AVCHD.

Empfehlung

Empfehlenswert ist die kleine und leichte Panasonic HDC-SDX1 sowohl für den preisbewussten als auch für den Web-affinen Filmer. Gewünscht hätten wir uns noch die Mac-Umsetzung der mitgelieferten HDWriter-Software, doch auch so liefert Panasonic ein stimmiges Gesamtpaket.

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