Adobe Media Player im Test
Softwaregigant Adobe bläst zum Sturm auf die bestehenden IPTV-Angebote. Man will eine Plattform schaffen, wo Produzenten ihre Sendungen anbieten können. Diese können selbst über die Nutzerrechte der Zuschauer bestimmen und werden dabei an den Werbeeinnahmen beteiligt.
Die Eckdaten klingen verlockend: Eine Gratisplattform mit Serien wie CSI: New York oder beliebten MTV-Formaten. Adobe will sich mit dem neuen Media Player mitten zwischen Joost, Hulu und all den anderen neuen Angeboten platzieren. Dafür verzichten sie auf eine IP-Sperre, die Europäer wie bei anderen Diensten von vornherein ausschließt.
US-Serien ohne Einschränkungen
Adobe Media Player ist mehr als nur eine Abspielsoftware, sondern ein komplettes Videoportal. Hier gibt es neben den erwähnten Serien und Shows auch einige Videopodcasts. Die Installation geht leicht von der Hand, und wird über den Webbrowser gestartet. Der AMP setzt auf Adobes AIR-Umgebung auf, weshalb diese zuerst installiert wird.
Nach dem Start zeigt sich der AMP im bekannten schwarzen Outfit von Photoshop Elements oder Lightroom. Adobe gibt die Mindestvoraussetzungen mit einem G5 mit 1,8 GHz an. Ein solcher Rechner ist zwar ausreichend um das Programm zu starten, echte Freude will aber schon bei der Bedienung nicht aufkommen. Schon bei der ruhenden Benutzeroberfäche gibt es regelmäßig den Beachball zu Gesicht.
Die Welt der Videos verbirgt sich unter dem Menüpunkt „Catalog“. Highlights wie die Forensikserie CSI sind schon auf der Startseite angekündigt. Ein Klick auf eine Serie öffnet die Episodenübersicht. Ein Klick auf eine Folge startet die Wiedergabe.
Videos sind bei Adobe in zwei Kategorien eingeteilt: Streamingvideos und Downloadvideos. In der Praxis zeigt sich aber kaum ein Unterschied. Denn auch heruntergeladene Filme landen nicht komfortabel in einer Medienbibliothek des AMP, sondern in den Tiefen der Systemfestplatte. Wer heruntergeladene Filme noch einmal ansehen will, muss sich erneut durch die Genres suchen und die Episode anklicken.
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