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Das iPad als Zweitbildschirm nutzen – mit Air Display

21.07.2010 | 15:20 Uhr |

Mit Air Display wird das iPad zum Zweitbildschirm für den Mac. Per Wlan verbunden kann man es als gewöhnlichen Zweitbildschirm nutzen – wenn auch mit Einschränkungen.

Air Display Icon
Vergrößern Air Display Icon

Mit Air Display wird das iPad zum Zweitbildschirm für den Mac. Zu einem professionellen Bildbearbeitungsplatz gehören zwei Bildschirme an einem Rechner. Auf diese Weise gewinnt man Platz für Photoshop Paletten oder die iChat-Fenster. Normalerweise schließt man einen herkömmlichen zusätzlichen Monitor an seinen Rechner. Aber das geht auch mit einem iPad.

Während ein zusätzlicher Monitor mit einem Kabel verbunden wird, erfolgt dies mit dem iPad über das WLAN-Netzwerk. Air Display macht es möglich. Es besteht aus einem Programm für den Mac und einer iPad-App aus dem iTunes-Store. Das iPad kann hierbei sowohl vertikal als auch horizontal betrieben werden. Air Display nutzt die Auflösung des iPad-Displays von 1024 mal 768 Bildpunkten.

Über die Systeeinstellungen wird as iPad (Hintergrund) zum Zweitbildschirm.
Vergrößern Über die Systeeinstellungen wird as iPad (Hintergrund) zum Zweitbildschirm.

Vor dem ersten Start lädt man den „Air Display Installer“ von der Avatron-Homepage. Er installiert ein Tool für den Zugriff die Einstellungen und zum Starten in die Menüleiste und eine Systemeinstellung. Über das Tool in der Menüleiste hat man einen schnellen Zugriff auf das gewünschte iPad und zu den Systemeinstellungen. Die Konfiguration des iPad-Monitors nimmt man in der Standard-Monitor-Einstellung von Mac-OS X vor.

Neben dem Spiegelbetrieb kann auch die Position des iPad-Monitors eingestellt werden.
Ein netter Gag – aber auch nicht mehr – ist die Touch-Fähigkeit. Mit ihr kann das iPad als Touchpad verwendet werden; Das ist sehr ungenau und ein Ziehen von Fenstern oder das Malen in Photoshop ist von Verzögerungen beeinträchtigt.

Empfehlung

Das iPad als Zusatzmonitor zu verwenden ist witzig, aber eigentlich derzeit nur eine Spielerei. Neben sporadischen Problemen mit der WLAN-Verbindung kann es auch zu gelegentlichen Abbrüchen kommen. Ein größeres Problem ist systembedingt: Eine WLAN-Verbindung ist einfach nicht so schnell wie eine Verbindung über Kabel. So ist der Bildaufbau etwas verzögert bzw. zäh und das Bild braucht ein wenig, bis es scharf ist. Auf Seiten mit Text kommt es im Takt der Bildaktualisierung zu schwarzen Pixeln am Textrand. Jeder, der sich mit der Screensharing-Funktion des Mac-OS X oder VNC beschäftigt, kennt das – denn hiermit ist Air Display vergleichbar.

Air Display

Das iPad als Bildschirmerweiterung für jeden Mac

Hersteller: Avatron Software

Preis: € 7,99

Note: 2,8 befriedigend

Vorzüge: Erweiterung des Mac Monitors, als Touch-Tablet verwendbar

Nachteile: Gelegentliche WLAN-Probleme, systembedingt langsam und schlechte Textqualität

Voraussetzungen: Mac OS X 10.5.8, iPad

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