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Airport Extreme

24.04.2007 | 14:06 Uhr |

Die neue Basisstation von Apple verwendet den Entwurf für den zukünftigen WLAN-Standard IEEE 802.11n. Aufgrund gesetzlicher Regelungen funkt die Station in Deutschland und Österreich nur mit halber Kraft. Neu ist die Möglichkeit, externe Festplatten in das drahtlose Netz einzubinden.

Airport Extreme Anschlüsse
Vergrößern Airport Extreme Anschlüsse

Eine bis zu fünffache Datenrate hatte Apples Werbeabteilung für die neue Airport Extreme Basisstation versprochen – allerdings nicht für alle Länder. Im Macwelt-Test tritt die neue Basisstation mit dem zurechtgestutzten Werbeversprechen an, einen Geschwindigkeitszuwachs von 250 Prozent zu erreichen. Neben Deutschland funkt die Draft-n-fähige Station in Österreich, einigen anderen europäischen Ländern sowie in Japan nur mit halber Kraft. Die neue Station nutzt bei maximaler Geschwindigkeit im 5-Gigahertz-Frequenzband Kanäle, die 40 Megahertz breit sind: Apple bezeichnet diese Technik als „Wide-Channel-Modus“. Dies ist allerdings in den betroffenen Ländern nicht erlaubt, hier haben Funkkanäle eine standardmäßige Frequenzbreite von 20 Megahertz.

Extreme gegen Express

Im Test tritt die neue Basisstation gegen Apples Airport Express an, das noch mit dem alten WLAN-Standard 802.11g funkt. Als Rechner im drahtlosen Netz verwenden wir ein aktuelles Macbook mit Intel Core 2 Duo und einem Gigabyte RAM Arbeitsspeicher. An verschiedenen Punkten in unserer Büroumgebung messen wir jeweils Datendurchsatz und Signalstärke. Um den Datendurchsatz zu bestimmen, schreiben wir an jedem Messpunkt ein Gigabyte Daten auf einen iMac G5, der als Fileserver über ein Ethernet-Netz mit der Airport-Station verbunden ist.

Enabler inklusive

Will man den Geschwindigkeitsvorteil des neuen Airport Extreme nutzen, muss man seinen Mac zuerst fit für den Entwurfsstandard 802.11 Draft-n machen. Dafür benötigt man einen Software-Enabler, der den Draft-n-Modus der neuen Airport-Extreme-Karten aktiviert. Das funktioniert mit allen Macs, die einen Intel Core 2 Duo eingebaut haben (außer dem 17-Zoll iMac mit 1,83 GHz, siehe auch Macwelt 3/2007, Seite 35). Auch der Mac Pro mit Airport-Karte kommt in den High-Speed-Genuss. Apple liefert die Basisstation mit einer CD aus, die bereits den Enabler enthält. Wer seinem aktuellen Mac Draft-n beibringen möchte, ohne die Basisstation zu erwerben, zahlt für die Software eine Gebühr. Apple bietet den Enabler im deutschen und österreichischen Online-Store für 1,95 Euro an, in der Schweiz sind 2,55 Franken fällig.

Führt man das Installationsprogramm auf der beiliegenden CD aus, wird neben dem Enabler eine neue Version des Airport Dienstprogramms auf dem Rechner installiert. Mit dem Dienstprogramm richtet man die Basisstation ein und verwaltet Drucker sowie Festplatten.

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