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Angeklickt - erster Blick auf Skype

25.08.2004 | 15:42 Uhr |

Weltweit kostenlos erreichbar - mit der rasant wachsenden Zahl an schnellen Internetzugängen steigt auch die Zahl der Computernutzer, die über das Internet telefonieren.

Für die Internettelefonie (voice-over-ip) am Mac, gibt es zwar bereits mehrere Lösungen wie iChat oder X-Lite, doch jedes der Programme hat Vor- und Nachteile. Entweder brauchen die Gesprächspartner wie im Fall von iChat eine Webcam, sonst funktioniert die Kommunikation nur zwischen Macs, oder die Tonqualität (X-Lite) lässt zu wünschen übrig. Mit Skype kommt nun eine weitere Alternative dazu. Die Entwickler der Telefonsoftware und Erfinder der Tauschbörsen-Software Kazaa, bringen ihr unter Windows und Linux bereits erfolgreiches Programm auf den Mac. Wir machen einige erste Testanrufe mit der Beta-Version 0.5.0.0 von Skype.

Schnell und einfach Einrichten

Der Benutzer ist nach Eingabe von Name und Passwort sofort registriert, ein langwieriger Anmeldemarathon entfällt. Die kostenlose nur 2,5 Megabyte große Software erkennt laut ihren Entwicklern so gut wie jede Firewall und kommt mit fast allen NAT-Einstellungen von Routern zurecht. In unserem Versuch erkennt Skype Firewall und Router korrekt, eine weitere Konfiguration ist nicht nötig. Nun noch den Namen des gewünschten Gesprächspartners hinzufügen und anklicken, und die Verbindung zwischen Powerbook und iMac steht. Beide Rechner sind per WLAN mit dem Internet verbunden. Die Übertragungsqualität ist überraschend gut, was während des Gesprächs sofort auffällt. Das Versprechen der Entwickler einer sehr hohen Sprachqualität: "better sound quality than your regular phone", scheint gar nicht mal so übertrieben. Die übertragene Datenmenge ist mit rund 5 KB Upload und 5 KB Download pro Sekunde akzeptabel, bei einem einstündigen Gespräch fällt eine Datenmenge von rund 40 Megabyte an. Auch für Internetnutzer mit monatlichen Download-Kontingent sind längere Gespräche also möglich.

Umfangreiches Kommunikations-Tool

Skype ermöglicht neben dem Telefonieren auch den direkten Dateiaustausch und eine Chat-Möglichkeit. In einer Konferenzschaltung sollen laut den Skype-Programmierern sogar bis zu fünf Teilnehmer miteinander sprechen können. Letztere Funktion ist in unserer Beta-Version allerdings noch nicht implementiert. Die Kommunikation mit einem Windows-Rechner läuft hingegen bestens. Führen die Skype-Benutzer das Gespräch zwischen zwei Rechner, verschlüsselt das Programm die Daten während der Übertragung. Gegen Vorkasse sind auch Gespräche ins Festnetz, zu Mobiltelefonen und ins Ausland möglich, ein Angebot, dass wir allerdings noch nicht testen konnten. Die Preise ins europäische Ausland liegen zwischen 1,7 und zwei Cent pro Minute, abgerechnet wird im Minutentakt. Ein Gespräch ins reguläre Telefonnetz kann die Software nicht veschlüsseln. Um Echo-Effekte zwischen integriertem Mikrofon und den Lautsprechern zu vermeiden, empfiehlt sich zudem ein Headset.

Fazit

Trotz Beta-Zustand ist Skype fast voll funktionsfähig und überzeugt durch seine hohe Sprachqualität und die einfache Einrichtung. Genaue Angaben darüber wann die öffentliche Skype-Version für den Mac fertig ist, machen die Entwickler nicht. Aber das Warten lohnt sich.

Info: www.skype.com

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