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Aperture 1.5 und Lightroom Beta 4

25.10.2006 | 13:35 Uhr |

Zur Photokina Ende September sorgten Apple und Adobe für neuen Gesprächsstoff unter den Digitalfotografen. Apple zeigte Aperture in der nun eingedeutschten Version 1.5 und Adobe legte noch eine Betaversion von Lightroom nach, jetzt erstmals offiziell vom Hersteller Photoshop Lightroom genannt

Vergleich: Die reinen Bildvergleichsansichten von Aperture und Lightroom sind sich sehr ähnlich. Nicht nur hier zeigen sich konzeptuelle Übereinstimmungen.
Vergrößern Vergleich: Die reinen Bildvergleichsansichten von Aperture und Lightroom sind sich sehr ähnlich. Nicht nur hier zeigen sich konzeptuelle Übereinstimmungen.

Die erfreuliche Nachricht für die ersten Anwender von Aperture: Upgrades von bestehenden Aperture-Versionen sind kostenlos. Tester der Betaversionen von Lightroom werden sich noch einmal etwas umstellen müssen: Wichtige Werkzeuge sind noch einmal grundlegend verändert worden. Dafür hat sich Adobe nun etwas konkreter auf einen Erscheinungstermin der offiziellen Kaufversion festgelegt. Anfang 2007 lautet nun die Aussage für den Start des Aperture-Konkurrenten. Ein denkbarer Termin ist da die Macworld Expo im Januar. Die Laufzeit der nun vierten, für jeden downloadbaren Betaversion ist jedenfalls bis zum 28. Februar 2007 eingestellt.

Aperture und Photoshop Lightroom sind zwei „Komplettlösungen“ für Digitalfotografen, die ihre Aufnahmen in den Kameraformaten JPEG, TIFF und vor allem den verschiedenen Raw-Formaten in einer Softwareumgebung verwalten, sichten, organisieren, optimieren und für verschiedene Ausgabezwecke wie Drucken, Diashow oder Webgalerien nutzen wollen. In ihrer Ausrichtung sind sich beide Programme dabei näher als andere Lösungen zur Raw-Konvertierung wie etwa Capture One Pro oder Bibble (siehe auch Macwelt 05/2006, Seite 50ff).

Bildimport und Dateimanagement

Detail: Die Lupe, die in Aperture die Bilddetails offenbart, kann nun in der Größe angepasst und vom Mauszeiger entkoppelt werden.
Vergrößern Detail: Die Lupe, die in Aperture die Bilddetails offenbart, kann nun in der Größe angepasst und vom Mauszeiger entkoppelt werden.

Bislang konnte Apertures striktes Dateimanagement wenige Anwender überzeugen. Alle verwalteten Bilder wurden in einer Library „versteckt“ und waren im Dateisystem nicht frei zum Zugriff. Das hat Apple nun genau in das Gegenteil umgekehrt und wartet mit einer neuen Bibliotheksstruktur auf, die dem Raw-Bildbearbeiter jede Freiheit lässt, wie er seine Bilddaten auf den Speichermedien verwalten will. Bilder lassen sich wie üblich in die Library aufnehmen oder kopieren, aber auch von anderen Speicherorten verwalten, etwa der iPhoto-Library oder ganz nach Gutdünken eingericheten Dateistrukturen. Bilder, von Apple Digital Masters genannt, verwaltet Aperture entweder in der eigenen Library oder referenziert sie, etwa auf ein Wechselmedium. Solche Referenzen bleiben auch dann erhalten, wenn das Medium offline ist. Verwaltet werden die Bestandsbilder dann über Preview-Dateien, deren Größe man vor einem Import selber festlegen kann. Selbst das Verschieben von einem Speicherort zu einem anderen sowie das Umbenennen von Dateien und Ordnern im Finder kann Aperture nachvollziehen.

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