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Apple Motion

24.09.2004 | 15:40 Uhr |

Mit Motion stellt Apple ein Programm zur Produktion animierter Grafiken für Film und DVD zur Verfügung.

Von Nikolaus Netzer

Von Video-Effektspezialisten sehnsüchtig erwartet und mit einer Menge an Vorschusslorbeeren bedacht, schickt sich Apples Video-Compositing-Software Motion an, den Markt dieser Anwendungen gehörig aufzumischen. Das könnte durchaus gelingen, denn das eingängige Arbeitskonzept erlaubt dem Einsteiger über ansprechende Themen schnell brauchbare Ergebnisse zu erzielen und dem Profi werden unerschöpfliche Werkzeuge und vorgefertigte Animationsmodule in die Hand gegeben, die in ihrer Einfachheit der Anwendung so Manchen zum Staunen bringen. Das besonders raffinierte ist, dass Motion bei entsprechend großzügig ausgestatteter Hardware größtenteils in Echtzeit arbeitet und so ein ganz neues Arbeitsgefühl innerhalb der Video-Produktionsstrecke aufkommen lässt. Ob Motion der Konkurrenz das Wasser abgraben kann und den Mitbewerbern gefährlich wird, soll unser Test zeigen.

Wiedererkennungseffekt

Mit Motion hält ein Echtzeit basiertes Videoanimations- und Compositing-Programm Einzug in Apples Produktpalette. Die Installation lässt sich zügig durchführen - zu beachten ist, dass nach Auswahl der Komplettinstallation im Verzeichnis "Benutzer/Für alle Benutzer/" ein knapp 6 GB großer Ordner mit Effekten und Hilfsdateien landet. Nach dem Programmstart bietet ein abschaltbares Dialogfenster die Option "Einführungen", "Vorlagen" oder ein "Neues Projekt" an. Ein neues Projekt bezieht sich in der Grundeinstellung auf eine Schleife von 25 Sekunden Dauer, die jederzeit verlängert werden kann. Die Arbeitsoberfläche ähnelt auf den ersten Blick den Apple-Programmen Live Type, DVD-Studio Pro und Soundtrack, auch finden sich hier und da bekannte Paletteneinträge oder vergleichbare Bedienkonzepte wieder. In der Standard-Ansicht besteht die Benutzeroberfläche aus zwei Hauptbereichen: die Übersichts-Palette, die Bereiche wie "Dateiübersicht", "Bibliothek" und "Information" beherbergt, sowie den "Canvas"-Bereich, der über die Symbolleiste Zugriff auf die Text- und Bildwerkzeuge erlaubt und die Vorschau auf die komponierten Filmschnipsel mitsamt Steuerelementen zum Abspielen enthält. Per Befehl kann noch der Projekt-Bereich innerhalb des Canvas-Fensters eingeblendet werden. Dieser enthält neben der Ebenenansicht auch Informationen über verwendete Bilder und Filme sowie Audio-Daten. Zusätzlich kann die Timeline, die einen zeitbasierten Überblick des Projektinhalts bietet eingeblendet werden. Dort findet sich auch der "Keyframe-Editor", in dem man Schlüsselpunkte für Effekte und Blenden mit Bezier-Pfaden bearbeiten kann und der "Audio-Editor", mit dessen Hilfe Musikclips fein eingestellt werden. Im Menü "Fenster > Anordnungen" können verschiedene Fensterarrangements aufgerufen und verwaltet werden. Je nach gewählter Option oder Vorlieben tauchen die genannten Bereiche dann an anderer Stelle am Bildschirm wieder auf.

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