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Apple Remote Desktop 2

22.10.2004 | 12:55 Uhr |

Mit Apple Remote Desktop lassen sich Systeme von vernetzten Rechnern via TCP/IP per Fernzugriff steuern sowie konfigurieren.

von Christopher Jakob

Der Fernzugriff kann über Ethernet oder AirPort respektive AirPort Extreme erfolgen.

Dabei zielt die Software nicht wie Timbuktu Pro generell auf die optimale Wartung eines einzelnen Macs, sondern bietet unter einem Hut eine zentrale Verwaltung von mehreren Rechnern sowie Live-Betreuung mehrerer Anwender. Dies prädestiniert Apple Remote Desktop für den Einsatz in Klassenzimmern oder Büros sowie Unternehmen mit mehren Rechnern in unterschiedlichen Räumen oder Orten.

Apple Remote Desktop 2 (ARD 2) arbeitet nur mit der aktuellen Client-Version von Remote Desktop zusammen, sodass die Clients vor dem Einsatz zuerst installiert oder aktualisiert werden müssen. Liegt Mac-OS X 10.2.8 vor, bedeutet dies für den Administrator ein umständliches Vorgehen. Ist auf den Clients Mac-OS X 10.3 installiert, geht die Aktualisierung dagegen flott und problemlos via Administrator-Account, da mit Panther schon eine Vorversion auf jeden Mac installiert ist.

Wichtige Neuerungen

Über 50 Neuerungen sind in ARD 2 integriert. Unter den zahlreichen Innovationen hebt sich vor allem die Unterstützung des VNC-Standards hervor. Dadurch ist es ARD 2 möglich, Kontakt in einem Netz zu vielen Computer-Plattformen wie Windows oder Linux aufzunehmen. Zudem ist die Integration von Rechnern mit dem klassischen Mac-OS 9 möglich, denn ARD 2 unterstützt von Haus aus nur Mac-OS X. Apple bietet auf seiner Website eine gute Übersicht und Download-Links. Zu beachten bleibt, dass Apple nur Support für Mac-OS X bietet. Außerdem sind die VNC-Server zwar kostenlos, bieten aber auch nur einen begrenzten Funktionsumfang, so klappt beispielsweise das Chatten nicht. Im Test gab es keine Probleme, einen G3-Rechner mit OS9vnc anzuzeigen sowie zu steuern. Das gleiche gilt für eine ARD-2-Verbindung zu einem Windows-Rechner mit XP, auf dem Real VNC installiert ist. Hier steht alternativ auch die Software Ultra VNC zur Verfügung, falls es bei der Verbindung zur Windows-Welt zu Problemen kommen sollte. Bei dieser neuen Freiheit sollten Anwender aber nicht die Sicherheit vergessen, da Hacker bei dieser Verbindungsart relativ leicht das gesendete Passwort abfangen können.

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