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Apples erster Achtkern-Rechner

01.06.2007 | 10:40 Uhr |

Apples neues Flaggschiff, der Mac Pro, 8-Core, arbeitet mit zwei Xeon-5300-CPUs, die jeweils vier Rechenkerne enthalten. Insgesamt stehen acht CPU-Kerne zur Verfügung. Einer Verdopplung der Rechenleistung entspricht dies jedoch nicht. Es spielen noch mehr Faktoren mit, die die Leistung beeinflussen

Der Zeit voraus: Bereits in der Januarausgabe konnten wir einen ersten Mac Pro mit acht Rechenkernen testen. Damals handelte es sich um ein Umbauexperiment, das wir im Macwelt-Testcenter vornahmen. Nun gibt es den ersten offiziellen Mac Pro mit acht CPU-Kernen von Apple und er hält Überraschungen bereit.

Leistungsvergleich: Mac Pro
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Der wichtigste Faktor ist nach wie vor die Taktfrequenz und genau hier überrascht uns Apple. Der Achtkern-Mac arbeitet mit drei Gigahertz und taktet damit genau so schnell wie das bisherige Vierkern-Topmodell. Das ist insofern ungewöhnlich, als Intel einen solchen Chip offiziell gar nicht in der Produktliste führt. Intels Quadcore-Xeon, Codename Clovertown, gibt es eigentlich nur mit maximal 2,66 Gigahertz Taktfrequenz. Es wird sicher nicht lange dauern, bis Intel den Drei-Gigahertz-Chip auch offiziell vorstellt, doch den Aufmerksamkeitseffekt hat Apple erst einmal auf seiner Seite, denn kein anderer Computerhersteller kann derzeit eine schnellere Xeon-Maschine anbieten.

Leistungsvergleich: Lautheit
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Die zweite Überraschung: Apple kann liefern! Im deutschen Apple Store ist die Achtkern-Variante im Moment (Stand 17.4.2007) mit einer Lieferzeit von lediglich fünf Tagen ausgezeichnet. Bedenkt man den außerordentlich komplexen Herstellungsprozess von Prozessoren dieser Bauart und Taktfrequenz, liegt der Verdacht nahe, dass Apple – zumindest für die ersten Wochen – der Exklusivabnehmer dieser CPU von Intel ist. Da haben Herr Jobs und Herr Otellini wohl mal auf ein paar Bierchen zusammen gesessen.

Im Apple-Store taucht der Achtkern-Mac als zusätzliche Option auf. Ausgehend von dem Basismodell mit 2,66 Gigahertz und vier Kernen zahlt man für die Achtkern-Variante knapp 1500 Euro mehr. Im Vergleich zur Drei-Gigahertz-Version mit lediglich vier Kernen muss man 680 Euro mehr berappen.

Doch Apple schickt uns ein Testgerät mit deutlich besserer Ausstattung. Statt der Geforce 7300 GT steckt in unserem Rechner die ATI X1900XT und statt einem Gigabyte RAM sind es vier Gigabyte. Auch die Festplatte stammt nicht aus der Basiskonfiguration, mit 500 Gigabyte bietet sie doppelt soviel Speicherplatz. In dieser Ausstattung kostet der Mac Pro schon spürbar über 5000 Euro.

Damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben, rüsten wir den Achtkern-Mac zurück auf die Komponenten der Basiskonfiguration. Wir testen ihn also zweimal, einmal in der von Apple zum Test gelieferten Sonderausstattung und einmal in der Basiskonfiguration.

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