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Asus PB287Q im Test: 4K für Spieler und Sparsame

30.01.2015 | 09:24 Uhr |

Das 28 Zoll große Display wartet mit einer Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel mit 60 Hz auf. Das TN-Panel besitzt eine aus weißen LEDs bestehende Hintergrundbeleuchtung und soll den sRGB-Farbraum komplett abbilden. Das muss es im Macwelt-Testcenter beweisen.

Das 28 Zoll (71,12 cm) große Display wartet mit einer Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel mit 60 Hz auf. Das TN-Panel besitzt eine aus weißen LEDs bestehende Hintergrundbeleuchtung und kann den sRGB -Farbraum komplett abbilden. Der Bildschirm ist dreh-, neig- und höhenverstellbar sowie um 90 Grad in den Porträt-Modus kippbar. Mit dem Mac kann das Display über Display Port und HDMI kommunizieren. USB-Ports zum Anschluss von Peripherie gibt es jedoch nicht.

Ein Kopfhörer-Ausgang komplettiert die umfangreiche Schnittstellenausstattung. Die Bild-in-Bild-Funktionen gestattet dem Anwender, das Bild von zwei unterschiedlichen Quellen gleichzeitig auf dem Monitor wieder zu geben – endweder verkleinert in einer Ecke oder gleichgroß nebeneinander. Der Ton der beiden Quellen wird dann über die eingebauten 2-Watt-Lautsprecher respektive über die Kopfhörerbuchse ausgegeben.

Der Asus im Testcenter

Der PB287Q wartet mit in dieser Klasse ungewöhnlich vielen, nämlich acht Bildvoreinstellungen auf. Sie reichen vom Standard- über Lese-, Theater-, Nacht- und Dunkelkammer- bis hin zu Gaming- und Landschaftsmodus. Sie bieten jeweils fein abgestufte Kontrast- und Helligkeitseinstellungen und berücksichtigen die Stärke des Umgebungslichts. Allein der sRGB-Modus orientiert sich an einem nachvollziehbaren Arbeitsfarbraum. Er taugt prinzipiell recht gut zum Arbeiten, da die Eckpunkte für Weißpunkt und Tonwertkurve nur geringfügig Anlass zu Kritik geben. Allerdings fällt auch hier auf, dass 4K-Displays ein massives Problem mit der Helligkeitsverteilung haben. Im Durchschnitt schwankt die Homogenität bereits um 15 Prozent. Im Maximum sind es gar 34 Prozent. Das ist eindeutig zu viel, wenn man bedenkt, dass für einen Proof-Monitor Werte über 10 Prozent im Maximum als Ausschlusskriterium gelten.

Nach der Kalibrierung auf sRGB verbessern sich die Werte von Weiß- und Schwarzpunkt ein wenig. Die Helligkeitsverteilung bleibt davon allerdings ausgenommen. Durch die Kalibrierung verliert der PB287Q jedoch 13,3 % an Tonwerten. Letztlich hat sich die Bildqualität des Monitors durch die Kalibration also eher verschlimmbessert.

Die für Gamer interessante Schaltzeit der Flüssigkristalle – wir vermessen den Wechsel von Schwarz auf Weiß und zurück – liegt bei sehr guten 8,0 ms, was für ein 4K-Panel absolute Spitze ist. Auch bei der Energieaufnahme zeigt sich der PB287Q auf Höhe der Zeit. 0,4 Watt im Standby und 42,7 Watt bei einer Helligkeit von 120 cd/qm sind für diese Geräteklasse in Ordnung.

Empfehlung

Bildschirme mit TN-Panel gelten im Allgemeinen als preiswert und empfehlen sich dank ihrer schnellen Reaktionszeiten für Gamer. Das gilt im speziellen auch für die Klasse der 4K-Diplays. 28 Zoll große 4K-Diplays werden bereits für unter 500 Euro gehandelt. Der Asus PB287Q liegt inzwischen auch in diesem Preisbereich und überzeugt durch rundweg gute innere Werte. Einziger Kritikpunkte ist wie bei allen aktuellen 4K-Diplays die unausgewogene Helligkeitsverteilung.

Asus PB287Q

Hersteller: Asus

Preis: € 475, CHF 495

Einzelnoten:

Leistung (40 %) 2,4

Ausstattung (30 %) 1,8

Handhabung (20 %) 1,1

Ergonomie/Verbrauch (10 %) 1,8

+ Sehr ergonomisch, schnelle Reaktionszeiten

- Blickwinkel-abhängiges Panel, sehr inhomogen

Alternative: Samsung U28D590 , AOC u2868Pqu

Gesamtnote: 1,7 gut

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