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Auf feine Art drucken

14.02.2008 | 12:00 Uhr |

Baryt-Papiere sind die Diven unter den Druckmedien. Sie bieten einerseits die höchste Qualität und beste Anmutung von allen Fotopapieren, sind allerdings empfindlicher bei unachtsamem Umgang als herkömmliche Druckmedien.

Der Aufbau der Baryt-Papiere für den Tintenstrahldruck ähnelt denen für die Nassentwicklung im Labor. Die Haltbarkeit garantiert ein archivfester Papierträger aus hochwertiger Alpha-Zellulose oder Baumwolle. Für den über Jahre haltbaren Weißton des Papiers sorgt eine Beschichtung aus Bariumsulfat, daher der Name Baryt. Auf der Oberseite ist eine mikroporöse Tintenempfangsschicht aufgebracht; sie hat gegenüber einem klassischen BarytPapier mit Silberhalogenid- Beschichtung den Vorteil, dass sie außer für SchwarzWeiß-, auch für Farbbilder geeignet ist.

Die Testkandidaten

Für unseren Praxistest haben wir alle auf dem deutschen Markt erhältlichen Tintenstrahl-Baryt-Papiere in unser Testlabor geholt. Unsere Zulassungsvoraussetzung: archivfestes weißes Papier, die Optik und Haptik eines klassischen Baryt-Papiers und eine glänzende Oberfläche. Um es vorwegzunehmen: Nicht alle unsere Testteilnehmer sind richtige Baryt-Papiere – das muss aber kein Nachteil sein. Als „richtige Baryt-Papiere“ weisen sich die Teilnehmer Hahnemühle Fine Art Baryta 325, Harman Gloss FB Al, Ilford Galerie Gold Fibre, Sihl Professional Photo Baryt Papier 290 und Tecco Mediaware Digital Photo BT270 Baryt aus.

Baryt-Charakter haben Brilliant Museum Silver Gloss, Crane Museo Silver Rag, Epson Traditional Photo Paper, Innova Fiba Print White Gloss, Moab Colorado Fiber Gloss, Monochrom Mono Print Rochester Plus und das Permajet Fibre Base Gloss Inkjet Paper. Die warmtonigen Geschwister von Innova, Monochrom, Permajet und Tecco nehmen nicht teil, ebenso die mit 300 Gramm leichtere Variante Mono Print Rochester, die identisch mit in unserem Test vertretenen Innova Fiba Print White Gloss ist.

Bezüglich ihrer Oberfläche lassen sich unsere Testkandidaten in vier Kategorien einordnen: Mit deutlich fühlbarer Struktur und seidenem, zurückhaltendem Glanz das Papier von Sihl. Mit deutlich fühlbarer Struktur und einem schönen seidenen Glanz fast wie ein Pearl-Papier die Teilnehmer von Crane, Hahnemühle, Innova, Monochrom und Permajet. Mit einer sehr geringen Struktur und einem eher matten Seidenglanz Brillant und Tecco. Und mit einer glatten Oberfläche und einem Perlglanz Epson, Harman, Ilford und Moab, wobei das Papier von Harman das glänzendste ist.

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