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Ausprobiert: Schritte zählen mit Misfit Shine

25.11.2013 | 14:46 Uhr |

Wir haben ausprobiert, was der brandneue Fitness-Tracker Shine beim Messen von sportlichen Aktivitäten leistet und wie sich das Bluetooth-Gerät bedienen lässt

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von kleinen Devices im Apple Store, die versprechen, die Fitness des Benutzers messen zu können und die entsprechend aufgezeichneten Daten über den stromsparenden Standard Bluetooth LE an zugehörige Apps zur Auswertung zu übergeben. Am bekanntesten in Deutschland sind die Fitbit Fitness- und Schlaftracker, weitere Firmen sind auf dem Gebiet aktiv.

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Wir haben einen Newcomer ausprobiert, den es erst frisch unter anderem im Apple Store gibt. Die US-Firma Misfit Wearables beginnt gerade, mit Misfit Shine das erste "Wearable Device" auszuliefern. Firma und Produkt sind aus zwei Gründen interessant. Zum einen hat der ehemalige Apple-Chef John Sculley hier investiert und beraten, er ist sehr aktiv im Bereich Medizintechnik und betreibt eine eigene Investmentfirma. Vermutlich durch seine Kontakte konnte das Unternehmen schon lange vor Produktionsbeginn reichlich Risikokapital einsammeln. Anschließend startete man noch eine Crowdfunding-Kam­pagne bei Indiegogo, wollte dabei laut Unternehmen weniger Geld als Informationen fürs Marketing sammeln – trotzdem kamen rund 850 000 Dollar zusammen.

Fitness-Check mit dem iPhone

Wir haben uns an der Crowdfunding-Kampagne beteiligt und das Gerät vor dem offiziellen Verkaufsstart erhalten, es ist seitdem im Einsatz. Die später erhältliche Version kann sich in der Ausstattung noch unterscheiden, deshalb verzichten wir auf ein Testergebnis, probieren Misfit Shine stattdessen aus. In Misfit Shine steckt ein 4-Achsen-Gyrosensor, das Gerät kann also Bewegung festhalten. Ob Sie beim Joggen aber einen Berg- und Tallauf machen oder in der Ebene rennen, weiß das Gerät natürlich nicht.

Misfit Shine ist rund 3 Zentimeter groß und wiegt knapp 10 Gramm.
Vergrößern Misfit Shine ist rund 3 Zentimeter groß und wiegt knapp 10 Gramm.
© Misfit Wearables

Haptik, Bedienung und App

Misfit Shine wirkt sehr wertig, es besteht aus gefrästem, eloxiertem Aluminium und ist wasserdicht, also auch für Schwimmer geeignet. Im Lieferumfang unseres Pakets sind zwei Knopfzellen-Akkus enthalten, einer hält laut Hersteller rund vier Monate. Dazu gibt es einen Öffner für das Batteriefach und einen Magnetclip. Armband, Halsband und andere Befestigungsop­tionen findet man im Shop des Herstellers.

Zunächst haben wir Shine mit einer Knopfzelle ausgestattet und die kostenlose, gleichnamige App geladen. Einen Account richten Sie mit Ihrer Mailadresse, optional Ihrem Facebook-Account ein – Letzteres inklusive Teilen der täglichen Ergebnisse. Bei der Kommunikation zwischen iPhone und Shine hat der Hersteller zu einem Marketing-Gag gegriffen. Zur Einrichtung und zum Datenabgleich (Synchronisation) müssen Sie Shine auf das iPhone-Display legen. Was eine nette Idee ist, hat uns schnell genervt. Stattdessen können Sie zum Abgleich aber auch einfach mit dem Finger auf das Display tippen. Zur Berechnung von Fitness und Aktivität verlangt die App übrigens einmalig die Eingabe von Alter, Gewicht und Größe.

Auch Shine reagiert auf Wunsch auf Berührungen. Einmal angetippt, zeigt der kleine Tracker über zwölf integrierte Lämpchen die Uhrzeit, bei Sonnenlicht nicht einfach zu erkennen. Normalerweise nimmt Shine an, dass Sie laufen oder gehen. Sie können Shine aber auch andere Aktivitäten mitteilen wie Radfahren, Schwimmen oder Schlafen. Dreimaliges Antippen lässt Shine wissen, was Sie jetzt tun wollen.

Fazit

Shine ist ein wertiges Tool für alle, die überprüfen wollen, ob sie sich ausreichend bewegen. Als echtes Fitness-Messgerät ist es, wie andere Tracker auch, nicht geeignet. Die App sieht nett aus, ist schon iOS-7-optimiert und wird sicher noch erweitert.

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