Von Florian Kurzmaier - 07.02.2013, 11:00

Spielen am Mac

Batman: Arkham City für den Mac

©Feral Interactive

Passend zum Abschluss der Batman-Kino-Trilogie bekam der Dunkle Ritter auch einen weiteren Videospielauftritt spendiert – und konnte in der Fachpresse massig Top-Wertungen absahnen. Nun ist Arkham City auch für den Mac erhältlich. Wir haben uns das Cape übergeworfen und uns ins Getümmel gestürzt.
Im Vorgänger, Batman: Arkham Asylum, schickte uns Entwickler Rocksteady in die Irrenanstalt von Arkham, um dort den bekannten und gefürchteten Joker abzuliefern. Leider ging die Übergabe gehörig in die Hose, und ehe wir uns versahen, hatten wir ein ganzes Irrenhaus von Schlägern und anderen finsteren Gestalten an der Backe. In der Fortsetzung Batman: Arkham City dagegen ist der  Dunkle Ritter nicht mehr in einem geschlossenen Gebäudekomplex wie etwa der Irrenanstalt unterwegs, sondern in dem namensgebenden Stadtviertel Arkham City.
Auf dem Gebiet des alten Gotham, hauptsächlich bewohnt von den sozial Schwachen, errichtete der ehemalige Anstaltsleiter des  Irrenhauses von Arkham und jetzige Bürgermeister von Gotham City, Quincy Sharp, ein hermetisch abgeriegeltes Endlager für die Schurken und Verbrecher von Gotham City – unter der Aufsicht des durchtriebenen Hugo Strange und seiner Sicherheitsfirma. Neben Strange treiben auf Arkham Island aber auch andere fiese Gestalten des Batman-Universums ihr Unwesen – Two-Face, der Riddler oder auch der Joker. In der Rolle des Dunklen Ritters Batman haben wir den Auftrag, die Insel zu infiltrieren und einem Komplott rund um das sogenannte "Protkoll 10" auf die Schliche zu kommen.

Grand Theft Arkham

Im Gegensatz zum Vorgänger bietet Batman: Arkham City mit dem komplett frei begehbaren Gefängnis-Stadtteil Arkham City ein ungleich größeres Areal zum Austoben an. Vergleiche mit der Open-World-Größe Grand Theft Auto verbieten sich eigentlich ob des gänzlich verschiedenen Settings; dennoch schafft es Rocksteady, eine faszinierende und abwechslungsreiche Spielwelt zu präsentieren. Es steht uns komplett dabei frei, ob wir der Haupt-Storyline folgen oder zuerst Nebenaufgaben absolvieren – und davon gibt es reichlich, beispielsweise in Form der beliebten Riddler-Rätsel (die man schon aus dem Vorgänger kennt).
Wie in Arkham Asylum besteht auch im zweiten Abenteuer Batmans seine Hauptaufgabe im lautlosen Vorgehen, denn wie richtige Fledermäuse versteht sich der Comic-Held darauf, eins zu werden mit der Umgebung und den Schatten. Von dort lässt sich dann das Überraschungsmoment nutzen, um den zahlreichen Schergen von Hugo Strange eins überzubraten.
Und das macht Batman natürlich nicht in "Call of Duty"-Manier mit Gewehren und Granaten, sondern mit den Fäusten. Denn eines der großen Highlights von Batman: Arkham City ist – wie schon im Vorgänger – das sogenannte Free-Flow-Kampfsystem. Dabei fegt Batman trotz seiner Größe, Statur und seines wuchtigen Anzugs wie ein Derwisch durch die Reihen der Feinde und verteilt massig Schläge und Tritte, inklusive fulminanter Kombos und Finisher. Außerdem mit dabei: diverse Batman-typische Gadgets wie der Batarang. Hier trifft große Freiheit auf dynamische Action – beide Daumen hoch!

Das Batmobil unter den Action-Adventures

Technisch spielt Batmans Ausflug nach Arkham City in der Champions League, denn sowohl in Sachen Grafik als auch beim Sound präsentiert sich der DC-Comics-Held auf allerhöchstem Niveau. Dafür sorgen stimmige und stimmungsvolle Areale, tolle Effekte und gut inszenierte Zwischensequenzen in bester Batman-Tradition. Die Sound-Untermalung von Batman: Arkham City ist ebenfalls sehr gut gelungen. Die Musik passt stets zum Geschehen auf dem Bildschirm – mal wuchtig, mal ruhig. Verpassen wir den Schergen von Hugo Strange Tritte und Faustschläge, quittiert das Spiel die Aktionen mit ordentlichen Schlag-Sounds.
Bei der Sprachausgabe setzt man jedoch nicht auf die originalen Stimmen wie beispielsweise die von Batman-Darsteller Christian Bale, sondern auf andere Sprecher. Die machen ihre Sache aber gut. Insgesamt bietet Arkham City also einen technisch einwandfreien Eindruck, mal ganz abgesehen vom grandiosen Art-Design und der toll erzählten und hervorragend inszenierten Geschichte aus der Feder des Original-Batman-Autoren Paul Dini.
Ein Wermutstropfen bleibt aber, nämlich die ziemlich hohen Hardwareanforderungen. Entwickler Feral Interactive hat eigens für Batman: Arkham City eine Unterseite auf seiner Homepage eingerichtet, die detailliert auf die unterstützten Grafikchips eingeht. Interessant: Unser Testgerät, ein Macbook Air 4,2 mit der eigentlich nicht unterstützten Grafikeinheit Intel HD 3000 hat das Spiel bei niedrigen Voreinstellungen und reduzierter Auflösung ohne größeres Murren auf den Screen gebracht. Die Präsentation war dabei zwar nicht optimal, doch war das Spiel ruckelfrei spielbar.
Apropos Spielbarkeit: Wer sich mit dem Gedanken trägt, Batmans Abenteuer zu spielen, sollte auf jeden Fall über die Anschaffung eines Gamepads nachdenken, denn die Steuerung mit Maus und Tastatur ist weit weniger intuitiv als die Bedienung mit einem Gamepad. In Sachen Umfang darf man übrigens nicht meckern: Batmans Mac-Auftritt kommt als sogenannte Game-of-the-Year-Edition in den Handel beziehungsweise in den App Store. Neben dem Hauptspiel enthält das Paket nämlich auch alle bis dato erschienenen Erweiterungen und Zusatzinhalte.

Empfehlung

Mit einem Wort: Zugreifen. Denn Entwickler Rocksteady hat konsequent die wenigen Schwächen des Vorgängers Arkham Asylum verbessert und bietet ein unterhaltsames Action-Adventure mit toller Inszenierung – und Batman!

Batman: Arkham City Game of the Year Edition

Momentan das beste Action-Adventure für den Mac!

Hersteller: Feral Interactive
Preis: 35,99 Euro (Appstore)
Altersfreigabe: ab 17 Jahren (App Store Richtlinie)
Note: 1,75 gut
Grafik (25%) 1,5
Sound (25%) 2,0
Umfang (25%) 1,5
Bedienung (25%) 2,0
Vorzüge: hervorragend inszeniert, technisch beeindruckend, riesiger Umfang
Nachteile: hohe Hardwareanforderungen, seltene Ruckler
Testsystem: Macbook Air 4,2
Alternative: Batman: Arkham Asylum
Mindestanforderungen: Mac OS X 10.7.4, 2GHz Intel-CPU, 4GB RAM,16GB HDD-Speicher, 256MB Grafikkarte
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