943076

Battery 2.1

01.04.2005 | 17:10 Uhr

Drum-Sampler für professionelle Musikproduktionen

Battery 2.1
Vergrößern Battery 2.1

Battery 2 läuft sowohl als Stand-Alone Applikation, als auch als Audio Unit beziehungsweise VST-Instrument. Wir testen Version 2.1, da zum Testzeitpunkt ein entsprechendes Update online verfügbar ist. Version 2 importiert die Formate Kontakt-Instrumente (.nki), Zellen (.cel), MPC-Samples (.smd), Halion (.fxp), Samplecell (.bnk), Giga (.gig), REX und REX 2 (.rex / .rx2) und Sounddesigner (.sd2) erweitert. Ein Wermutstropfen ist der für Logic-User wichtige, aber fehlende EXS-Import.

Der für Native-Produkte typische neue Datei-Browser steuert die Import-Routinen. Das Matrix-Fenster ist um 18 zusätzliche Zellen erweitert und stellt jetzt maximal 72 Zellen zur Verfügung. Jede Zelle zeigt neben dem Solo- und Mute-Button den aktuellen Wert des gerade einzustellenden Parameters. Zudem öffnet sich unter dem Mauszeiger ein Detailfenster mit allen relevanten Informationen zur betreffenden Zelle, unter anderem den Status zu Filter, Kompressor und Loop.

Native Instruments hat auch den Edit-Bereich renoviert und überarbeitet. Große Regler erleichtern die Arbeit, die bisherigen Module sitzen in einem neuen reiterbasierten Menü. Hinter „Cell“ verbirgt sich die Sample-Zuordnung und -Verteilung auf einer Tastatur. Dieser Menüpunkt weist nun einen Button „Learn“ auf. Sobald man eine Zelle anwählt und auf Learn drückt, kann man am Keyboard den Zonenbereich bestimmen. Die bisherigen Mute-Groups nennen sich Voice-Groups und sind jetzt sehr differenziert einzustellen. Mit der ebenfalls neuen „Cell Activation“ lassen sich zum Beispiel ähnlich klingende Samples mit einer einzigen Taste im Wechsel ansteuern. Der nächste Reiter im Menü ist „Map“. Das Layering der bis zu 128 Velocity-Stufen lässt sich jetzt angenehm über ein grafisches Display editieren. Der nächste Reiter öffnet den Modulationsbereich. Hier sind die Modulationsquellen um einen LFO- und ein Envelope-Generator erweitert und das Routing auf acht erhöht. Die Filtersektion ist gänzlich neu. Uns erwartet auch hier ein grafisches Display mit vier Low-Pass-, drei High-Pass- und ein zwei- und vier-Pol Band-Pass-Filter. Des Weiteren finden wir einen parametrischen Equalizer mit bis zu drei Bändern und drei weitere Effekt-Filter vor. Ein Preset-Pop-up mit einem gut abgestimmten Sortiment führt schnell zu brauchbaren Resultaten. Differenzierter jedoch lassen sich die Manipulationen direkt im Display realisieren. Auch der Kompressor ist neu. Dieser ist auf perkussive Elemente abgestimmt und leistet hervorragende Arbeit. Auch hier sind die Presets gut gewählt. Der Bereich unter dem letzten Reiter „Loop“ wurde ebenfalls erweitert. Statt nur einen können wir jetzt bis zu vier Loops bestimmen. Zudem sind diese einzeln plus/minus einer Oktave zu stimmen und weisen einen einstellbaren Crossfade auf.

In der Mastersektion finden neu den direkten Zugriff auf die Library und zuletzt benutzte Drum-Kits. Auch die Größen- und Darstellungsoptionen sind im Direktzugriff über das View-Pop-up erreichbar, dazu liefert es Informationen über die aktuelle Stimmauslastung und den RAM-Verbrauch des geladenen Kits.

Die mitgelieferte Library umfasst 3 GB neues Material und die komplette Battery 1 Library. Mit dem neuen Material deckt Native Instruments alle musikalische Stile und Bereiche inklusive Klassik ab. Die in Battery 1 nur rudimentären Acoustic-Kits sind in Battery 2 nuanciert und erweisen sich als Highlight. Bei den elektronischen Kits hat sich Native Instruments aus eigenen Applikationen bedient. Elektroniker werden im Hinblick auf die Modulations- und Filtermöglichkeiten Freude haben. Die großen Sets sind als Preview ladbar.

Fazit

Battery 2 ist eine Lobeshymne wert. Version 2 hat die Nachlässigkeiten des Vorgängers behoben und setzt sich deutlich an die Spitze der Drum-Machines. Ungeschlagen sind das intuitive Handling, die Modulationsvielfalt, die präzise Umsetzung und die Flexibilität der Applikation. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Die mitgelieferte Library stellt differenziert abgestimmte Grundsounds zur Verfügung, mit der sich professionelle Produktionen auf jeden Fall realisieren lassen. Wir hätten jedoch gern noch ohne Umwege unsere EMU-Sounds importieren wollen. ps/ih

Note: 1,2 sehr gut.

Vorzüge: Nachteile von Version 1 behoben, umfangreiche Neuerungen

Nachteile: kein Import von EXS- und EMU-Format, File-Browser im PC-Look

Alternative: keine

Preis: € (D) 199, € (A) 206, CHF 273, Update die Hälfte

Technische Angaben

Systemanforderungen: ab Power Mac G3, ab Mac OS 10.2.6, Empfehlung: Power Mac G4, 733 MHz, 512 MB RAM, Mac OS 10.3.X

Info: Native Instruments

0 Kommentare zu diesem Artikel
943076