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Betatest: Adobe CS3 Production Premium

29.05.2007 | 14:20 Uhr |

Premiere, Soundbooth, Encore und After Effects haben mit Final Cut Pro, Soundtrack, DVD Studio Pro und Motion starke Konkurrenz. Doch ein Blick auf die Betaversionen der neuen Programme zeigt großes Potenzial. Erster Teil unseres Test der Adobe CS3 Production Premium.

Neues Spiel, neues Glück. Man mag Ado-be eine gewisse Ignoranz vorwerfen, wenn es um den Videomarkt im Allgemeinen und den Mac im Speziellen geht. Wie sonst lässt es sich erklären, dass Premiere und Konsorten über zig Jahre hinweg nicht für Mac-OS X erschienen sind? Stattdessen haben sich Apple und in Teilen auch Avid den Markt unter den Nagel gerissen, und mit immer neuen Programmen wie Xpress DV, Final Cut Pro, Motion und Soundtrack die ehemalige Dominanz Adobes auf dem Mac Schritt für Schritt untergraben. Entsprechend erstaunlich ist daher auch die Ankündigung, alle Adobe Videoprogramme zurück auf den Mac zu bringen. Und so tritt Premiere ein weiteres Mal gegen Final Cut Pro an, Soundbooth gegen Soundtrack, Encore gegen DVD Studio Pro, und After Effects gegen Motion. Das Komplettpaket Adobe Creative Suite 3 Production Premium ist mit einem Preis von 2600 Euro zwar genau doppelt so teuer wie das neue Apple-Paket Final Cut Studio 2, umfasst allerdings auch Programme wie Photoshop Extended, Illustrator und Flash, die man als Anwender von Apples Final Cut Studio Suite extra erstehen muss. Zusätzlich enthält Production Premium noch Formate und automatisierte Kompressoren wie Blu-Ray und Flash, auf die der Final-Cut-Pro-Cutter zunächst gänzlich verzichten muss.

Alter Bekannter in neuem Outfit: Premiere

Alter Bekannter: Obwohl Premiere komplett neu programmiert wurde, erinnert die Benutzeroberfläche noch stark an die alten Vorgängerversionen.
Vergrößern Alter Bekannter: Obwohl Premiere komplett neu programmiert wurde, erinnert die Benutzeroberfläche noch stark an die alten Vorgängerversionen.

Obwohl Premiere zu den ältesten Videoprogrammen gehört, die jemals für den Mac entwickelt wurden, fühlt sich in der CS3-Version doch alles irgendwie neu an, was nicht zuletzt daran liegt, dass Adobe das Programm komplett neu programmiert hat. Damit einher geht auch die Einschränkung, dass Premiere Pro CS3 nicht auf Power-PC-Prozessoren sondern nur auf Intel-basierten Macs läuft. Bereits mit After Effects 7 hat Adobe das Prinzip der andockbaren Fenster eingeführt, die mehr Ordnung in das Fensterlayout bringen sollen. Dementsprechend kann man auch in Premiere die einzelnen Fenster an- und abdocken, oder die Größe aneinander liegender Fenster simultan durch Ziehen der Maus anpassen. Gleichfalls für mehr Ordnung sorgen auch mehrere zu öffnende Bins, die ihrerseits als Reiter im Projektfenster dargestellt werden. Warum Premiere allerdings noch immer kein zweites Projektfenster gleichzeitig öffnen kann, bleibt wohl allen Anwendern ein Rätsel. Den Zeichen der Zeit entsprechend unterstützt Premiere Pro CS3 viele gängige Videoformate wie DV, HDV, DVCPRO bis HD, HDCAM und sogar 2k- und 4k-Kinoauflösungen.

Allerdings steht zum Zeitpunkt unseres Test noch nicht fest, welche Hardwarekomponenten Adobe zum Beispiel für das Digitalisieren und Ausspielen der unterschiedlichen Formate jenseits von Firewire unterstützt. Auch die Arbeit im nativen HDV1080i-Format funktioniert in der uns vorliegenden Betaversion mehr schlecht als recht, wobei selbst das flüssige Abspielen eines Clips im Quellfenster eher Glückssache ist. Doch bis zum finalen Release hat Adobe ja noch einige Monate Zeit, die Software zu optimieren.

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