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Opera 10 mit Turbo-Modus

04.06.2009 | 14:14 Uhr |

Der Browser Opera ist als Version 10 beta erschienen. Das Update bringt einen neuen Turbo-Modus und eine neue Oberfläche. Tabs enthalten jetzt auf Wunsch ein Thumbnail. Damit sieht man auf einen Blick alle offenen Webseiten.

Der norwegische Browser Opera spielt auf dem Markt der Internetbetrachter nur eine kleine Rolle. Dennoch bringt das Entwicklerteam immer wieder praktische Innovationen in seiner Software unter, die später von Entwicklern anderer Browser übernommen werden. Tabs gab es ebenso zuerst in Opera wie die Schnellstartwand, die jetzt auch Safari 4 als "Top Sites" eingeführt hat.

Die neuen Visual Tabs kann man wie hier zu sehen aufklappen und geöffente Webseiten als Mini-Bild sehen.
Vergrößern Die neuen Visual Tabs kann man wie hier zu sehen aufklappen und geöffente Webseiten als Mini-Bild sehen.

Opera 10 beta enthält ebenfalls einige Neuheiten. So kann man die Tableiste jetzt vergrößern. Dann enthalten die einzelnen Tabs ein Mini-Bild der geöffneten Webseite. Opera nennt dies "Visual Tabs". Dies ist deutlich übersichtlicher als Tabs, die nur eine bestimmte Anzahl Zeichen des Seitentitels anzeigen. Man sieht sofort auf den ersten Blick welche Webseiten geöffnet sind und in welchem Tab man sie findet. Allerdings kostet diese Cover-Flow-artige Darstellung Platz.

Opera hat den Turbo

Bilder werden im Turbo-Modus stark komprimiert. Die Qualität leider darunter deutlich.
Vergrößern Bilder werden im Turbo-Modus stark komprimiert. Die Qualität leider darunter deutlich.

Neu ist auch der so genannte "Turbo"-Modus. Dieser komprimiert die Webseiten und sorgt so dafür, dass weniger Daten durch die Internetleitung fließen müssen. Weniger Daten bedeutet bedeutet kürzere Ladezeit. Die Funktion verringert die Datenmenge übertragener Seiten auf die Hälfte bis ein Viertel. Dies kann besonders bei langsamen Internetverbindungen helfen. Dazu schaltet Opera einen Proxyserver zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer. Dieser Server komprimiert die Inhalte.

Flashanimationen lädt der Turbo-Modus erst auf ausdrücklichen Wunsch hin.
Vergrößern Flashanimationen lädt der Turbo-Modus erst auf ausdrücklichen Wunsch hin.

Zusätzlich werden Plug-In-Daten wie Flashvideos im Turbo-Modus zunächst nicht geladen. Erst wenn der Nutzer diese anklickt, lädt Opera diese nach. Nachteil ist hier, dass Bilder sehr stark komprimiert werden und deutlich sichtbare Artefakte zeigen. Die Datenreduktion verschlechtert die Qualität sichtbar. Zudem mag nicht jedem Nutzer geheuer sein, wenn sein Surfverhalten durch einen Opera-Server läuft. Wer jedoch gerne mal mit einem UMTS-Stick unterwegs ins Web abtaucht oder noch ISDN nutzt, der könnte diese Funktion schätzen lernen. Wer einen schnellen Internetanschluss hat, braucht die Turbo-Option nicht.

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