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Bibble Pro 4.8

11.09.2006 | 12:32 Uhr |

Im Rennen um die Gunst des Raw-Fotografen legt besonders Bibble an Update-Tempo und Funktionszuwachs zu. Es liegt nun als Universal Binary vor.

Schwarz-Weiß: Das Schwarz-Weiß-Plug-in ist nicht frei steuerbar, hat dafür aber eine Funktion zur partiellen Rückfärbung (hier aktiviert).
Vergrößern Schwarz-Weiß: Das Schwarz-Weiß-Plug-in ist nicht frei steuerbar, hat dafür aber eine Funktion zur partiellen Rückfärbung (hier aktiviert).

Allein in diesem Jahr sind bereits drei Updates von Bibble erschienen, die den Programmumfang deutlich erweitern. Auch die Zahl der unterstützten Kameraformate hat sich erhöht, zu den Formaten von Canon, Casio, Epson, Fujifilm, Kodak, Konica-Minolta, Nikon, Olympus, Pentax und Sony ist jetzt auch Panasonic hinzugekommen. Neu sind auch überarbeitete Objektivkorrekturen und ein Schwarz-Weiß-Modul. Version 4.7 brachte die Integration der Perfectly-Clear-Bildoptimierung von Athentech, bei Version 4.6 wurde die Rauschreduzierung von Noise Ninja in den Konverter integriert (siehe Test in Macwelt 5/06). Ärgerlich: Die Menüs des Programms lassen sich mit Version 4.8.1 nicht auf Deutsch umstellen.

Automatische Bildkorrektur

Die Bildoptimierung Perfectly Clear ist als Option in den Basisregler-Panel von Bibble aktivierbar und bietet die Restauration stichiger und verblichener Farben an. Das aus der Medizintechnik stammende Bildoptimierungsverfahren verbessert die Kontrastverhältnisse im Gesamtbild und in den Beziehungen zwischen Nachbarpixeln. Da diese Optimierungsfunktion sich mit den Standardfunktionen Auto Level und Schärfen überschneidet, sind beide deaktiviert, will man Perfectly Clear anwenden. Im Vergleich zu Auto-Optimierungsfunktionen anderer Raw-Konverter versieht diese Funktion einen guten Job und lässt sich auch auf Bilder mit schwierigen Kontrastverhältnissen anwenden.

Nachdem die vier Einstellungs-Panels keinen Platz mehr für alle neuen Funktionen bieten, ist die Objektivkorrektur nun als eigene schwebende Palette integriert. Die Objektivkorrektur liest die EXIF-Daten der Raw-Aufnahme aus, um Kamerainformationen zu Modell, Objektiv und Brennweite zu erhalten. Aus einer integrierten Datenbank wird dann ein Korrektursatz ausgelesen, der Verzeichnungen begradigt. Chromatische Aberrationen und Vignettierungen korrigiert man hingegen selber. Die Verzeichnungskorrektur funktioniert nur, wenn man eines der in der Datenbank vorhandenen Objektive verwendet. Objektive von Fremdherstellern wie Sigma oder Tamron finden wir nicht in der Liste. Die Verzeichnungskorrektur lässt sich nur aktivieren und nicht weiter beeinflussen. Die Ergebnisse kommen jedoch nicht an die Qualität von Spezialisten wie DxO Optics Pro heran.

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