Von Markus Schelhorn - 20.09.2011, 15:48

Bildbearbeitung

Adobe Photoshop Elements 10

Photoshop Elements kommt in die zehnte Runde. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich allerdings nur wenig geändert. Erfahren Sie, für wen es sich dennoch lohnt.
Auf den ersten Blick fällt auf, dass Adobe eine klare Struktur in Photoshop Element und Photoshop Organizer bringen möchte. Denn die beiden Programmteile sollen nahezu gleichberechtigt sein und sich gegenseitig ergänzen. So übernimmt Photoshop Organizer, das sich immer mehr zur ernsthaften Alternative zu iPhoto mausert, hauptsächlich das Verwalten der Fotos und auch der Videos für Premiere Elements.
Hier kann man nun auch nach doppelten oder sich stark ähnelnden Fotos in der Bibliothek suchen. In der Praxis erweist sich dies als recht nützlich, denn so lassen sich beispielsweise sehr schnell viele Sonnenuntergangs-Bilder finden. Weitere Aufgaben von Photoshop Organizer sind grundlegende Bildkorrekturen und das Weitergeben der Fotos. Grundlegende Bildkorrekturen lassen sich allerdings nicht manuell einstellen. Dazu muss man das Bild dann doch in Photoshop Elements öffnen.
Gut gelungen ist die Verschlagwortung mit Stichwort-Tags sowie die sehr gute Vollbild-Ansicht der Bilder. Die Stichwort-Tags können im Gegensatz zu iPhoto hierarchisch aufgebaut sein, beispielsweise "Urlaub > Spanien > Andalusien".

Umfangreiche Bildbearbeitung

Wenig geändert hat sich bei dem Bildbearbeitungsprogramm gegenüber der schon recht ausgefeilten Vorgängerversion. Einige Funktionen, die der große Photoshop-Bruder hat, wurden allen Anschein nach bewusst nicht integriert, um die Abstufung zum teureren Produkt aufrecht zu erhalten. So gibt es nach wie vor keine Möglichkeit, Farbkanäle einzeln zu bearbeiten oder Gradationskurven individuell zu verändern.
Dafür glänzt Photoshop Element nach wie vor mit sehr guten Automatik-Funktionen, mit denen man beispielsweise gut Motive auswählen oder Bildelemente retuschieren kann. Auch Ebenen mit Ebenenmasken lassen sich anlegen, damit lassen sich auch aufwändigere Composings erstellen.
Gut gefallen weiterhin die Überarbeiten-Funktionen, an denen Adobe indes nichts geändert hat: Hier lassen sich automatisch oder manuell die Bilder korrigieren sowie in Schwarzweiß-Bildern mit vielen Vorlagen umsetzen. Leider lassen sich nach wie vor keine eigenen Einstellungen für die Schwarzweiß-Umsetzung speichern.
Auch die sechs Photomerge-Funktionen bleiben unverändert: Hier kann man beispielsweise mehrere Bilder zu einem Panorama zusammen setzen, aus mehreren Aufnahmen eines Gruppenfotos die passenden Gesichter übernehmen oder eine Reihe unterschiedlich belichteter Fotos zu einem HDR-Bild zusammen setzen.
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