Von Thomas Bergbold - 15.10.2012, 13:02

Bildbearbeitung HDR

Test: Nik HDR Efex Pro 2

©Thomas Bergbold

Aus drei oder fünf Bildern, die mit unterschiedlicher Belichtungszeit aufgenommen sind, erzeugt HDR Efex Pro 2 ein Bild mit erweitertem Belichtungsumfang. Doch das Programm kann noch mehr...
Beim Start von HDR Efex Pro 2 wird man mit dem „Zusammenführen-Dialog“ begrüßt. Hier stellt man neben der automatischen Ausrichtung für Freihandaufnahmen die in fünf Stufen aktivierbare Ghosting-Funktion gegen Geisterbilder bei sich bewegenden Objekten und eine Chromakorrektur ein. Die Vorarbeiten sind für saubere Ergebnisse besonders wichtig und gehen dank Lupe leicht von der Hand.

Übersichtliches Bearbeiten-Fenster

Das Bearbeiten-Fenster ist im klassischen Nik-Look gehalten. Links befinden sich die Voreinstellungen, benutzerdefinierte und importierte Einstellungen sowie die Historie. Letztere lässt sich auch sehr gut für den Vergleich von Vorher/Nachher als Basis heranziehen. Praktisch sind bei den Einstellungen die kleinen Vorschaubilder, in denen man den fertigen Effekt gleich an seinem eigenen Bild sehen kann. Das gibt einen ersten Vorgeschmack auf den Effekt. In der Mitte des in der Größe veränderbaren Fensters befindet sich die Vorschau. Auf der rechten Seite sind die Einstellregler nach Gruppen sortiert.

Die Werkzeuge von Nik HDR Efex Pro 2

Gestartet wird von oben mit der „Tonwert-Komprimierung“; über sie steuert man die Dynamik der Bildverrechnung, und sie ist für den HDR-Effekt zuständig. Zusätzlich werden die Stärke und das HDR-Verfahren bezüglich Tiefe, Detail und Drama eingestellt. Dank klarer Angaben wie „Detail-realistisch“ oder „Drama-körnig“ lassen sich die Einstellungen besser verstehen. Über die „Tonwerteinstellungen“ erfolgt die Anpassung der Belichtung, des Kontrasts und der Stärke von Schatten und Lichtern. Wichtig ist der Bereich „Farbe“, denn dieser sorgt beispielsweise bei der Temperatur für eine realistische Anpassung der ansonsten überzogenen HDR-Farben. Daneben finden sich noch ein Sättigungsregler und die Möglichkeit der Tönung. Die Tönung eignet sich gut für Farbeffekte. Für die individuelle Bereichsoptimierung dürfen natürlich die U-Point-Kontrollpunkte nicht fehlen, die die wichtigsten Einstellungen auf Bildbereiche anwenden oder gezielt von den globalen Einstellungen ausnehmen. Unter den letzten Punkt „Abschließende Anpassungen“ fallen dann Vignetten, ein neutraler Graufilter und die Gradationskurve. Den Abschluss der rechten Seite bildet die kombinierte Lupen/Histogramm-Anzeige.

Natürliche Ergebnisse

Wer die Nik-Filter kennt, findet sich sofort zurecht, alle Neueinsteiger freuen sich über die klare Benutzerführung ohne viele Fragen. Besonders angenehm ist, dass die Regler sehr fein einzustellen sind und die Vorschau selbst auf dem Testrechner (Mac Mini von 2011) nahezu verzögerungsfrei erfolgt. Somit ist das Spiel mit den Einstellungen ein Leichtes. Wer natürliche Ergebnisse erzielen will, kommt mit HDR Efex Pro 2 besonders gut klar. Nachteilig ist, dass speziell bei Farbflächen wie dem Himmel schnell mal Rauschen aufkommt. Hier wäre eine integrierte Entrauschung – oder nachträglich mit Dfine – vorteilhaft. Speziell der Einsatz der U-Point-Kontrollpunkte vereinfacht die Anpassung unterschiedlicher Bereiche im Bild, ohne dass man Photoshop bemühen muss. Die Ghosting-Funktion gegen Geisterbilder funktioniert recht gut, stößt aber bei sich schnell bewegenden Objekten an ihre Grenzen. Beim De-Ghosting kann es auch schnell zu hellen Rändern um Kanten kommen, daher ist eine behutsame Einstellung notwendig und auch machbar.
Test Nik HDR Efex Pro 2: Empfehlung
Wer öfter schnell und einfach HDR-Bilder mit einem natürlichen Look erzeugen möchte, findet mit Nik HDR Efex Pro 2 ein sehr gutes Werkzeug. Alles in allem ist HDR Efex Pro mit der Version 2 deutlich gereift und begeistert durch seine einfache Bedienung und seine sehr guten Ergebnisse.

HDR Efex Pro 2

Empfehlenswerte HDR-Lösung für einfache Bedienung und realistische Ergebnisse

Nik Software
Preis: € 100, CHF 110
Note: 1,5 gut
Leistung (50%) 1,3
Bedienfreundlichkeit (20%) 1,6
Dokumentation (20%) 1,7
Lokalisierung (10%) 1,4
Vorzüge: Sehr gute Ergebnisse und Werkzeuge, Verwendung als Smartfilter in Photoshop
Nachteile: Neigt schnell zum Rauschen in Farbflächen, CPU/GPU hungrig, wird auf großem Monitoren im großen Fenster schnell langsam
Alternativen: Photomatix Pro , Hydra Pro , HDR Expose 2
Ab Mac-OS X 10.6.8, Intel Mac, ab 2 GB RAM, für Adobe Photoshop ab CS5, Adobe Photoshop Lightroom ab Version 3 oder Apple Aperture ab Version 3
www.niksoftware.com
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