Bildbearbeitung

Test: Athentech Imaging Perfectly Clear

10.12.2012 | 16:09 Uhr | Thomas Bergbold

Fotos optimiert das Plug-in für Photoshop und Lightroom mit einem Klick. Laut Hersteller Athentech Imaging nutzen viele große Fotolabore wie Cewe und Blurb diese Technik.

Beim Aufruf des Plug-ins Imaging Perfectly Clear wird sofort das Bild mit den Default-Einstellungen optimiert. Möchte man zur Kontrolle sehen, wie das Bild vorher ausgesehen hatte, klickt man einfach mit der Maus in das Bild. Neben der Default-Einstellung sind noch weitere wie Portraits und Landscape enthalten. Eigene Einstellungen kann man ebenfalls anlegen. Das Bild wird nicht einfach nach der Helligkeitsverteilung optimiert, sondern nach Herstellerangaben gemäß den physikalischen Gesetzen, denen das menschliche Auge unterliegt. Dazu stehen neben Weißabgleich, Belichtung und Kontrast auch Farbintensität und -klarheit sowie Schärfen und Entrauschen zur Verfügung. Speziell für Portraits gibt es noch die Funktionen Hautfarbe, Lichtstreuung und Rote-Augen-Korrektur. Außer bei der Lichtstreuung und der Rote-Augen-Korrektur verfügen alle Einstellungen über Regler.

Mehrere Bilder lassen sich in Lightroom über die
Export-Funktion von Perfectly Clear in einem Rutsch
verbessern
Vergrößern Mehrere Bilder lassen sich in Lightroom über die Export-Funktion von Perfectly Clear in einem Rutsch verbessern

Dank der großen Vorschau lassen sich die Einstellungen sehr gut begutachten. Schade ist nur, dass man die Regler erst loslassen muss, um das Ergebnis zu sehen. Am unteren Rand gibt es einen Regler für ein Bildzoom, nur fehlt diesem eine Skala, damit man weiß, auf wie viel Prozent man vergrößert hat. Bei den meisten Bildern arbeitet die automatische Belichtung sehr gut. Mit einer dreistufigen Empfindlichkeit sorgt sie für eine gute Durchzeichnung, ohne dabei die Farbigkeit des Fotos zu verändern. Bei extremen Fehlbelichtungen muss Perfectly Clear verständlicherweise streiken, denn hier sind keine Bildinformationen mehr vorhanden. Ebenso arbeitet der automatische Weißabgleich meist sehr zuverlässig. Mit Vorsicht einzusetzen ist die Rauschunterdrückung, speziell bei extrem schlechten Bildern. Sie geht standardmäßig recht aggressiv vor, was zu einem weichen Bild führen kann. Über zwei Regler lassen sich aber die Stärke und Details einstellen, um dann zu einem angepassten und guten Ergebnis zu gelangen. Sehr zuverlässig arbeitet die Hauttonkorrektur und speziell bei Portrait-Aufnahmen sorgt die Lichtstreuung für ein zartes Licht.

Empfehlung: Athentech Imaging Perfectly Clear

Zaubern kann auch Perfectly Clear nicht, so wird aus einem schlecht aufgenommenen Bild kein erstklassiges Foto. Mit guten Vorlagen hingegen kann Perfectly Clear überzeugen und dem Anwender viel Arbeit ersparen. Speziell Fotografen, die bei einem Event viele Bilder machen müssen, können so sehr viel Zeit sparen. Dafür sorgt unter anderem auch die Batch-Verarbeitung in der Lightroom -Version. Zum einen kann man direkt mehrere Bilder auf einmal im Plug-in öffnen, zum anderen ist der Einsatz über die Export-Funktion von Lightroom möglich. Die Ergebnisse sind kontrast- und farbstark, ohne überzogen zu wirken.

Perfectly Clear

Guter automatischer Bildverbesserer für Photoshop und Lightroom

Athentech Imaging
Preis: Pro Plug-In: € 150, CHF 165; Bundle € 190, CHF 210
Note: 2,0 gut
Leistung (50%) 1,8
Ausstattung (20%) 1,8
Handhabung (20%) 1,7
Lokalisierung (10%) 4,0
Vorzüge: Sehr gute Ergebnisse, gute Zeitersparnis, Batchverarbeitung
Nachteile: Zoom-Einstellung ohne Skala, Anzeige reagiert verzögert, keine deutsche Version
Alternativen: DXO Optics Pro 8
Ab Mac OS X 10.5, Adobe Photoshop ab CS 3, Adobe Photoshop Elements ab Version 8, Adobe Photoshop Lightroom ab Version 2.7
www.application-systems.de

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