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Test DxO Filmpack 3

03.11.2011 | 19:01 Uhr |

Die Anmutung eines analogen Films hat immer noch seinen Reiz. Eine umfangreiche Sammlung der beliebtesten Filme kombiniert Dxo zu einem leicht zu handhabenden Tool.

Das Filmpack in der nun dritten Version hat mit der alten Version nichts mehr gemeinsam. Nicht nur das die Benutzeroberfläche sehr aufgeräumt ist, so wird das Fenster von einem großen Vorschaubereich dominiert, sondern auch die Anzahl der Filme ist etwas höher ausgefallen und beinhalten neben Dia- und Negativfilmen auch Polaroid und die Crossentwicklung. Eine genaue Liste ist auf der Homepage zu finden.

Dazu kommen jetzt Optimierungsfunktionen wie der Einsatz von Filtern, der Steuerung von Farben, Schwarz-Weiß und Belichtung sowie dem Silberhalogenid-Korn. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch das Abspeichern eigener Einstellungen als Film und einer Stapelverarbeitung.

Standallone oder Plug-In

Dxo Filmpack 3 läuft wahlweise als Standalone-Programm - dann können keine RAW-Dateien verarbeitet werden - und als Plug-In für Adobe Photoshop Lightroom 3, Apple Aperture 3 und Adobe Photoshop ab Version CS4. Einen Nachteil hat der Einsatz in Aperture und Photoshop, denn da das Plug-In nicht 64-Bit-Fähig ist, muss Photoshop im 32-Bit-Modus gestartet werden. Den Filmpack gibt es in zwei Editionen als Essential mit nur 33 Filmen und fehlenden Bearbeitungsfunktionen und als Expert mit vollem Funktionsumfang, den wir in der vorliegenden Version getestet haben.

Neue Oberfläche

Am unteren Fensterrand befindet sich die Filterliste mit kleinen Vorschaubildern, auf der rechten Seite werden auf Wunsch die Steuerelemente mit dem Histogramm eingeblendet. Diese sind besonders praktisch, weil hier Feineinstellungen der Filme vorgenommen, beziehungsweise komplett eigenen kreiert werden können. Nach dem Anwenden eines Films muss in der Regel die Belichtung noch etwas korrigiert werden, dies geschieht zusammen mit Kontrast und Sättigung bei den Grundeinstellungen.

Wem die Filmeinstellungen zu stark sind, kann diese in der Intensität zurück nehmen oder sogar noch verstärken. Anpassungen von Farbton, Sättigung und Helligkeit sind ebenso möglich und können auf Wunsch auf die Farbkanäle rot, gelb, grün, cyan, blau und magenta begrenzt werden.

Filmsimulation

Zu einer Filmsimulation gehört das Korn. Hier hat Dxo nach eigenen Angaben besonders aufwändig original Filme analysiert und digital umgesetzt. Um keine oder nur eine geringe Wechselwirkung mit dem Rauschen zu bekommen, ist noch eine einfache Rauschminderung für Luminanz und Farbigkeit integriert. Hiermit sollte man aber etwas vorsichtig sein, schnell sind feine Details und Strukturen der Rauschminderung zum Opfer gefallen. Gut, das sie nicht standardmäßig aktiv ist. Sehr schön gelöst ist die Korneinstellung, die man nicht nur in der Intensität steuern kann, sondern auch auf eine Filmgröße wie Kleinbild, Mittelformat und Großbild. Wem das nicht reicht, wählt die Korngröße individuell. Nicht fehlen darf die beliebte Vignette mit einer gezielten Steuerung von Intensität, Mittelpunkt, Rundung und dem Übergang. Beim spielen mit den Reglern fällt die fehlende 64Bit-Unterstützung auf. Es dauert doch manchmal ein oder zwei Sekunden, bis die Änderungen in der Vorschau zu sehen sind.

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