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Test FX Photo Studio Pro 2.5

02.05.2012 | 15:50 Uhr |

Mit zahlreichen Effekten bietet FX Photo Studio Pro üppige Möglichkeiten, aus seinen Bildern noch mehr herauszuholen.

Zirka 200 Filter, Rahmen und Effekte führt das Bildertool von Macphun im Angebot. Diese sind innerhalb eines Auswahlmenüs in einer Reihe von Kategorien eingeteilt, wie Lo-Fi, Grunge, Art, Photo Stiles, Vintage, Tilt-Shift, Sketches, Hollywood FX, Color Splash, Blurs oder Vignettes. Das Programm einschließlich aller Menüs und Hilfen liegt nur auf Englisch vor. Dafür bietet es eine übersichtliche Vorschau sämtlicher Effekte im unteren Fensterbereich. Klickt man darauf, verwandelt sich das importierte Bild sofort mit dem entsprechenden Filter, den man per Schieberegler weiter nach Intensität und Kontrast oder anderen Kategorien zusätzlich bearbeiten kann. Sehr gelungen ist die Option Edit Mask, mit der sich der jeweilige Effekt einfach nur auf die gewünschten Bereiche des Bildes anwenden lässt. Dadurch kommen meist ansehnliche Ergebnisse zu Stande.

Zufallseffekte mit dem Würfel

Wer sich gar nicht entscheiden mag oder einfach seinem Spieltrieb folgen möchte, findet über dem Vorschaubereich ein kleines Würfelsymbol. Klickt man darauf, wird nach dem Zufallsprinzip ein immer anderer Effekt aus der jeweilig eingestellten Kategorie oder wahlweise aus sämtlichen Filtern angezeigt. Das macht Spaß und bringt oft überraschende Resultate, die sich gut verwenden lassen, um sie beispielsweise auf Facebook oder Flickr zu präsentieren. Oder indem man sie direkt aus dem Programm heraus zu iPhoto , Photoshop ( Elements ), Aperture oder Lightroom exportiert. Das klappt sogar ohne vorheriges Speichern innerhalb von FX Photo Studio. Möchte man einen weiteren Filter ansetzen, muss man den vorherigen Effekt sichern, eine gleichzeitige Anwendung oder Vorschau mehrerer Effekte parallel ist leider nicht ohne Weiteres möglich - es sei denn, man hat sie zuvor schon als "Preset" gespeichert. Übrigens lässt sich auch kein Text hinzufügen, obwohl die Menüstruktur sogar die Option für spezielle Textzeichen anbietet. Hat man einmal einen Lieblingsfilter gefunden, lässt dieser sich zum schnellen Wiederauffinden unter Favoriten speichern. Interessant ist ferner die Möglichkeit, komponierte Effekte als erwähntes Presets abzulegen und auf andere Bilder jederzeit anzuwenden. Diese können außerdem mit anderen Anwendern geteilt oder von diesen importiert werden. Um den Fotos noch einen zusätzlich künstlerischen Anstrich zu geben, hat man zudem die Auswahl unter diversen Rahmen.

Viel Licht, wenig Schatten

Praktisch, dass man in der neusten Version jederzeit zum Fotooriginal zurückkehren kann. FX Photo Studio unterscheidet zwischen dem Öffnen und dem Importieren eines Fotos. Bei Letzterem startet der von Karelia stammende iMedia-Medienbrowser passenderweise nur für den Bereich von Fotos. Darüber hat man dann auch Zugriff auf Bilder in iPhoto sowie Aperture und die dortigen Alben. Eine weitere Import-Option besteht über angeschlossene Geräte wie eine Digitalkamera oder das iPhone. Gelegentlich reagiert FX Photo in unserem Test etwas träge, etwa bei der Auswahl eines anderen Filters. Positiv dagegen verbuchen wir die Bildbearbeitungswerkzeuge unter "Adjust". Damit lassen sich etwa Helligkeit und Sättigung, aber auch Schärfe und Störungen korrigieren. Auch ein Histogramm und eine automatische Korrektur stehen zur Verfügung. Besser noch wäre eine direkte Integration der Bildbearbeitung Snapheal desselben Entwicklers. Dieses gibt es für neun Euro im Mac App Store und ist eine ideale Ergänzung zu FX Photo Studio Pro. Hierzu wäre es hilfreich, wenn man einen externen Editor ohne Umweg ähnlich wie in iPhoto einstellen könnte. Das ist bisher leider nicht der Fall.

Es geht auch kostenlos

Um ähnliche Effekte zu erreichen, braucht es nicht unbedingt das doch immerhin knapp 32 Euro teure FX Photo Studio Pro. Zum einen gibt es davon eine deutlich günstigere, wenn auch um einige Funktionen abgespeckte Version zum Preis von nur neun Euro. Oder man probiert es erst einmal mit dem im Internet und auch als Download-Version kostenlos verfügbaren Pixlr-o-matic oder ähnlichen Tools . Allerdings muss man hier dann doch auf etliche Funktionen wie den direkten Vergleich mit dem Original, Export zu iPhoto oder Facebook, Vollbildmodus und Feinabstimmungen verzichten.

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