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Test Nik Color Efex Pro 4

20.10.2011 | 13:04 Uhr |

Die Filtersammlung von Nik ist schon ein Klassiker. In der neuen Version kommen nicht nur neue Filter dazu

Acht neue Filter sind in Version 4 von Color Efex Pro dazu gekommen, zehn ältere sind überarbeitet. Einem Refresh unterzogen wurden auch die Benutzeroberfläche und der Workflow. So können jetzt beispielsweise mehrere Filter kombiniert werden - dies war überfällig.

Color Efex Pro 4 klinkt sich als Plug-In in Adobe Photoshop ab CS3, Adobe Photoshop Elements ab 8, Adobe Photoshop Lightroom ab 2.6 und Apple Aperture ab 2.1.4 ein. In Adobe Photoshop CS kann man es als Smartfilter einsetzen, so dass man die Einstellungen später nochmals ändern kann. Auch nur in Photoshop gibt es das "Selektive Tool". Mit ihm kann man Filtereinstellungen auf Teile des Bildes mit dem Pinsel malen - richtig genial funktioniert das mit einem Grafiktablet von Wacom. In Adobe Photoshop Lightroom und Apple Aperture hingegen gibt es den Multi Image Modus, bei dem eine Filtereinstellung auf mehrere Bilder angewendet wird.

Benuteroberläche

Die Benutzeroberfläche ist klar gegliedert und in drei Bereiche aufgeteilt. Links die Filterliste, in der Mitte der große Vorschaubereich und rechts die Einstellungen mit Lupe und Histogramm. Neu sind unterhalb der Filterliste der Protokollbrowser, der vergleichbar zum gleichnamigen Werkzeug in Photoshop und Lightroom alle Arbeitsschritte zeigt und diese auch rückgängig machen kann. Ebenso neu sind die Zusammenstellungen, bei der man eine selbst zusammengestellte Kombination aus mehreren Filtern abspeichern und mit anderen Anwendern tauschen kann. Auf Wunsch lassen sich die Außenbereiche einklappen, um mehr Platz für die Vorschau zu erhalten. Das gesamte Fenster kann auf Bildschirmgröße maximiert werden.

Einfache Bearbeitung

Die Anwendung der Filter ist kinderleicht, einfach anklicken und dank GPU- und Multicore-Unterstützung wird recht schnell die große Voransicht aktualisiert. Die Anwendung ist auch sehr gut im Quick Start-Handbuch beschrieben; besonders empfehlenswert sind die Online-Webinare . Um einen schnelleren Zugriff auf die 55 Filter zu gewährleisten, sind diese in Rubriken wie Landschaft, Portrait oder Reisen organisiert. Insgesamt gibt es 18 Rubriken, sechs davon können direkt gewählt werden, welche das sind, wählt der Nutzer selbst aus. Neben jedem Filter wird beim Maus-Rollover ein Symbol mit einem Bilderstapel eingeblendet. Ein Klick auf dieses Symbol blendet die Voreinstellungen ein, jeder Filter hat unterschiedlich viele, den Effekt sieht man direkt in einer kleinen Vorschau. Das vermittelt einen sehr guten Eindruck vom Endergebnis.

Die Feineinstellung erfolgt auf der rechten Seite. Je nach Filter sind ganz unterschiedliche Regler vorhanden, die sehr feinfühlig zu Werke gehen. Für eine selektive Anwendung sorgen die Nik bekannten U Points. Nachteilig ist nur, dass nicht wie bei anderen Nik Plug-Ins alle Einstellungsregler am U Point vorhanden sind. Nur Radius und Deckkraft. Dadurch, dass man aber mehrere Filter kombinieren kann, lässt sich dieser Nachteil umgehen und man kann den gleichen Filter mit unterschiedlichen Einstellungen mehrmals anwenden. Auf der Homepage sind alle Filter detailliert mit Vorschau beschrieben. Wenn das Bild nach dem Einsatz der Filter zu dunkel geworden ist, hilft der Filter Levels & Curves, der eine einfache Gradationskurve darstellt.

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