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Test Viveza 2: Bildbereiche gezielt korrigieren

22.01.2010 | 19:00 Uhr |

Nik Software hat ein echtes Schatzstück, das es in mehreren seiner Produkte einsetzt: Die patentierte U-Point-Technologie, die der selektiven Bildbearbeitung dient. Die grundsätzliche Funktionsweise: Der Anwender setzt einen Kontrollpunkt und bestimmt über einen Regler den Wirkungsradius der anzuwendenden Bildkorrektur.

Anschließend wird über weitere Regler (am Kontrollpunkt oder im Bedienfeld) die Bildmanipulation eingestellt. Zusätzlich werden im Hintergrund Masken erzeugt, auf die der Wirkungsbereich der U-Point-Korrektur eingegrenzt ist, etwa nur auf den angeklickten Hautton. Das ganze klappt ausgesprochen gut und intuitiv. In Reinkultur kommt U-Point bei Viveza zur Anwendung, das jetzt in überarbeiteter zweiter Version vorliegt. Der Schwerpunkt in der neuen Version liegt im Ausbau der Anwendungsbreite.

Die Bildkontrollen lassen sich jetzt im Viveza-Dialog auch global vornehmen, um anschließend mit den jetzt auch gruppierbaren selektiven Korrekturen fortzufahren. So kann man eine globale Wirkung in einzelnen Bildregionen noch betonen oder abschwächen. Neu ist eine Steuerung der Struktur, mit der Details und Texturen herausgearbeitet oder beispielsweise Hautpartien abgesoftet werden. Ähnlich wie in Photoshops Tiefen/Lichter-Funktion kann Viveza 2 nun auch Schattenbereich aufhellen und als dritte funktionale Neuerung bei den Bildkontrollen findet sich ein "Fotofilter"-Regler, den Nik Software "Wärme" getauft hat. Die versteckte Stärke von Viveza, die Maskenerstellung, ist ebenfalls optimiert worden; U-Point-Masken waren aber ohnehin schon sehr präzise - und wären von Hand in Photoshop viel aufwändiger zu erzeugen.

Empfehlung

Viveza beschleunigt das Bearbeiten eines Fotos enorm. In Version 2 ist es ein gut weiterentwickeltes Produkt, als Smartfilter nicht destruktiv und eines der besten Photoshop-Zusatzmodule auf dem Markt. In den Versionen für Aperture und Lightroom besteht die Einschränkung aller Bildbearbeitungs-Plugins, in diesen Raw-Konverten arbeiten sie auf Exportbasis.

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