964466

Blu-Ray-Brenner

13.02.2007 | 13:56 Uhr |

Der Kampf um die Nachfolge der DVD ist noch nicht entschieden. Zwei Formate streiten um die Vorherrschaft. Blu-Ray auf der einen Seite, HD-DVD auf der anderen: Die ersten Blu-Ray-Brenner sind bereits auf dem Markt, doch selbst bei den neuesten High-Macs scheut sich Apple die neue Technologie einzusetzen. Dennoch ist der Einsatz im Mac möglich. Im Macwelt-Testcenter haben wir fünf Blu-Ray-Brenner auf den Prüfstand gestellt.

Zunächst schien alles klar. Mit Blu-Ray stand bereits 2003 die Nachfolgetechnologie zur DVD fest. Die Scheibe sollte wesentlich mehr Daten speichern können und deutlich höhere Transferraten liefern. Video in HDTV-Qualität war damals das Ziel und das ist es auch noch heute. Doch dann kam das Gegenlager mit der HD-DVD an die Öffentlichkeit. Nun bremsen sich beide Technologien gegenseitig aus. Der Kunde ist verunsichert: Was soll er kaufen? Blu-Ray hat derzeit einen leichten Vorsprung, denn sowohl Abspielgeräte fürs Wohnzimmer als auch Brenner für den Computerbereich sind bereits von zahlreichen Herstellern verfügbar. Glaubt man den Verfechtern der Blu-Ray-Technologie, bietet sie zudem ein höheres Potenzial für zukünftige Weiterentwicklungen. Durch den Einsatz von mehr als zwei Datenschichten soll sich die Kapazität mit vergleichsweise geringem Aufwand drastisch steigern lassen. Doch HD-DVD bietet auch hier ähnliche Möglichkeiten an. Eine HD-DVD mit drei Layern ist technisch machbar und wurde bereits demonstriert.

Blu-Ray – auch Apple mischt mit

Apple hat sich schon vor geraumer Zeit zum Format Blu-Ray bekannt und ist Mitglied im DVD-Forum, dem Standardisierungs-Gremium, dem viele wichtige Hersteller aus der IT-Industrie beiwohnen. Dennoch setzt Apple bis heute keine Blu-Ray-Brenner ein. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Neben den vielen Vorteilen, wie höherer Kapazität und schnellerer Datenübertragung birgt die neue Technologie auch Nachteile in sich. Die sind allerdings größtenteils künstlicher Natur. Die Rede ist vom Kopierschutzsystem HDCP (High Definition Content Protection). Die Auflagen der Filmstudios an die Hersteller sind sehr streng. Damit die qualitativ hochwertigen Filmproduktionen nicht beliebig kopiert und unkontrolliert verbreitet werden, muss das Abspielsystem gewisse Voraussetzungen erfüllen, um Raubkopien zu verhindern oder deutlich zu erschweren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
964466