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Bluetooth-Kopfhörer für mobilen Musikgenuss

16.03.2016 | 15:38 Uhr |

Blutooth-Kopfhörer reichen nicht ganz an die Qualität von solchen mit Kabel heran, werden gleichwohl aber immer besser.

Für digitale Nomaden sind Kopfhörer eines der wichtigsten Utensilien. Zwar könnte man bei so manchen auffälligen Over-Ear-Modellen fast an ein Lifestyle-Produkt denken, aber im Grunde geht es um den perfekten Klang.

Richtig genießen kann man diesen erst, wenn nicht nur der Tragekomfort stimmt, sondern auch die Bedienung überzeugt. Für den Tragkomfort verantwortlich sind wohl geformte Ohrpolster, die idealerweise mit echtem Leder bezogen sind. Das ist viel angenehmer als Stoff oder zum Schwitzen neigendes Kunstleder. Die größeren Over-Ear-Modelle, die über das komplette Ohr gehen, sind hierbei meist auch angenehmer und sitzen besser als die kompakten ohraufliegenden On-Ear-Modelle.

Beim Bedienungskomfort sind gerade die drahtlosen Bluetooth-Kopfhörer im Vorteil; hier stört kein Kabel, man bleibt nicht an der Kleidung hängen und das Kabel kann man weder verlieren noch versehentlich abreißen.

Unsere Testmuster in der folgendem Übersicht gehören zu der gehobenen Klasse von Over-Ear- Kopfhörern. Für Preise ab 279,- erhält man sogar teilweise einstellbare Equalizer, Appsteuerungen und eine aktive Geräuschunterdrückung, damit die morgendliche Fahrt im Zug zu einer Oase der Ruhe wird.

Empfehlung

Möchte man High-End-Klang, ist Bluetooth für anspruchsvolle Hörer jedoch nicht die erste Wahl. Leider ist Apple daran nicht ganz unschuldig, durch die fehlende Unterstützung von aptX ist mehr Klang kaum möglich. In der Regel ist die Höhenauflösung etwas reduziert, was sich in einem leicht angestrengten Klang äußert. Trotzdem zeigen unsere Tests immer wieder, das man auch mit dem Status Quo zufrieden sein kann. Zugegeben, für einen Schnäppchenpreis ist ein entspannter und einigermaßen natürlicher Klang nicht zu bekommen. Der hier getestete Beoplay H7 kommt dem aber schon recht nahe. Eine gute Leistung liefert auch der Sennheiser Momentum Wireless ab. Die verbesserte Version des Trendsetters in Sachen Touch-Bedienung und App-Steuerung - der Parrot Zik 3 -, liefert beim Klang leider nur eine durchschnittliche Leistung ab. Eine Beschäftigung mit den Klangaufpolierern in der App ist unerlässlich. Dann kann man an dem Punkt auch zufrieden sein.

Fünf Gründe für Bluetooth-Kopfhörer

In der höheren Preisklasse bekommt man als Zusatzfeature auch gleich eine aktive Geräuschunterdrückung (Noise Canceling) mitgeliefert. Da sich diese stark auf den Klang auswirkt, sollte sie idealerweise abschaltbar sein. Hier enttäuscht leider nur der Momentum Wireless von Sennheiser , bei ihm ist die aktive Geräuschunterdrückung immer aktiv. Nach dem Einschalten ist das auch beim JBL Everest Elite 700 so, er merkt sich nämlich nicht den Zustand beim Ausschalten, das kann schon nerven. Die Qualität der aktiven Geräuschunterdrückung ist ganz unterschiedlich und man merkt schon, wenn Hersteller wie Parrot viel Aufwand treiben. Ihre Aufgabe erfüllen alle, besonders gut ist hier Parrot und aus früheren Tests Bose. Von Vorteil ist es, wenn das Ganze einstellbar ist, um beispielsweise noch etwas Umgebungsgeräusche mitzubekommen. Das können Parrot und JBL. Eine Teilnahme am aktiven Straßenverkehr empfiehlt sich aber trotzdem nicht, denn man bekommt durch die aktive Geräuschunterdrückung zu wenig mit von seiner Umgebung. Einen kleinen unangenehmen Nebeneffekt haben die Schaltungen für das Hinzumischen von Umgebungsgeräuschen: Ist es windig, so pfeift der Wind elektronisch auch im Kopfhörer.

Zugegeben, wer hat sich früher die Bedienungsanleitungen zu einem Kopfhörer angesehen? Natürlich niemand, denn es war doch so einfach. Doch jetzt ist die Bedienung eine Wissenschaft für sich. Nun steuern Apps die Funktionen und stellen das Klangbild ein. Da ist ein Blick in die Beipackzettel unerlässlich - wenn es denn noch einen gibt. So mancher Hersteller meint, da müsste man nichts erklären, ist ja nur Wischen und Tippen. Dem ist leider nicht so.

Der Klang ist natürlich der Hauptkritikpunkt an einem Kopfhörer, etwas anderes ist der Komfort. Selbst nach so langer Zeit im Markt schaffen nicht alle Hersteller den maximalen Komfort. Wenn der Kopfhörer einen eigenen Lautstärkeregler besitzt, so sollte dieser eigentlich mit dem iPhone gekoppelt sein. Das bekommt Parrot als einziger Hersteller in diesem Vergleich leider nicht hin. Etwas anderes - und das ist gerade bei drahtlosen Produkten besonders wichtig - ist der Akkustand. Eine eindeutige Anzeige ist absolut Pflicht. Das wird beim Zik 3 über eine App gelöst oder viel universeller wie beim Beoplay, JBL und Sennheiser im iPhone-Display.

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