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Hochwertige Bluetooth-Lautsprecher fürs iPhone im Vergleich

03.12.2015 | 14:10 Uhr |

Die Lautsprecher von iPhone und iPad sind nicht schlecht, reichen bei weitem aber nicht aus, will man Musik in hoher Qualität genießen. Vier Bluetooth-Speaker im Vergleich.

Musik hören wir gerne bei unseren Lieblingsbeschäftigungen – ob das beim Kochen in der Küche ist, als Schlummermusik im Schlafzimmer oder beim Relaxen in der Badewanne. Das kleine Kofferradio hat hierfür längst ausgedient. Das Hantieren mit der Antenne und der oft schlechte Empfang sind Stimmungskiller. Die Lösung sind kompakte Lautsprecher mit einer drahtlosen Bluetooth-Verbindung. Dank einer Reichweite von rund zehn Metern kann das iPhone im sicheren Abstand von jeglichem Nass liegen und so mancher Bluetooth-Lautsprecher scheut sogar weder Wasserspritzer noch eine volle Dusche.

Noch vor wenigen Jahren ließe Bluetooth-Lautsprecher bei der Soundqualität noch zu wünschen übrig, hören und sehen wir bei unseren Tests schon seit einiger Zeit, dass dies nicht mehr der Fall ist. Das liegt zum einen an erweiterten Bluetooth-Standards, die qualitativ hochwertigere Audioübertragung zulässt. Zum anderen liegt es aber daran, dass Hersteller mit Qualitätsanspruch sich des Themas angenommen haben.

Lesetipp: Lautsprecher per Bluetooth oder Airplay

Die Bandbreite des Angebots reicht von handgroßen Lautsprechern für die Handtasche bis zu ausgewachsenen Stereoanlagen. Gerade bei den kompakten Modellen haben sich zwei Ausstattungsmerkmale durchgesetzt: Ein Akku für den mobilen Einsatz und der Schutz vor Spritzwasser. In diese Klasse gehören beispielsweise der neue, verbesserte UE Boom 2 (ab 150 Euro). Für unseren aktuellen Vergleich haben wir uns bei den Neuheiten aus dem Jahr 2015 umgesehen und von kompakten Designerstücken bis zu einem großen Stereolautsprecher eine große Bandbreite abgedeckt.

Stereoklang beherrschen jedoch die wenigsten Bluetooth-Lautsprecher. Das ist aber auch kein Wunder und von einem Lautsprecher in der Größe einer Bierdose nicht wirklich zu erwarten. Dafür liefern die meisten runden Lautsprecher einen schönen Rundum-Klang. Fürs Bad oder zur Musikbeschallung im Urlaub ist das mehr als ausreichend. Und für alle, die mehr wollen – entweder besseren Klang oder den sogar in Stereo – finden sich sogar Lösungen, bei denen mehrere Geräte gekoppelt werden, zum Beispiel bei UE Boom und JBL.

Minimalistischer Öko-Look: House of Marley Get Together

House of Marley (ab 130 Euro) verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Das bezieht sich nicht nur auf die Optik im Öko-Look mit vielen natürlichen Werkstoffen wie Holz und Stoff, sondern auch von der Einstellung bis zur Produktion. So sind die Materialien weitgehend aus nachhaltigem Anbau, umweltfreundlich oder recycelt. Diese Maxime sieht man den Produkten an, so auch dem Get Together. Der knapp 40 Zentimeter lange Lautsprecher mit seiner Front aus Bambusholz macht direkt einen sympathischen Eindruck. So hebt er sich aus dem Plastikeinerlei vieler Mitbewerber aus China positiv hervor.

House of Marley setzt optisch den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent um. Die Kombination aus Bambusholz und Stoff sieht nicht nur chic aus, sie ist auch sehr gut verarbeitet.
Vergrößern House of Marley setzt optisch den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent um. Die Kombination aus Bambusholz und Stoff sieht nicht nur chic aus, sie ist auch sehr gut verarbeitet.
© House of Marley

Die Bedienung ist auf das Minimum reduziert: Tasten für Lautstärke, Bluetooth und Ein/Aus - das war es. Auf der Rückseite gibt es aber noch einen USB-Anschluss zum Laden eines Smartphones und einen Klinken-Eingang. Eine Akkuanzeige fehlt leider. Wäre aber ein Vorteil, da er in unserem  Testfeld mit rund acht Stunden den schwächsten Akku hat.

Der Klang ist erfreulich unaufgeregt. Wenn man im direkten Vergleich einen anderen Lautsprecher gehört hat, ist man eventuell vom flachen Klang enttäuscht. Er verzichtet aber auf eine große Bassanhebung und mag daher jedes Genre an Musik, das man ihm zum Spielen gibt. Die breite Bühne fällt direkt angenehm auf, dass es weniger spritzig ist, stört nicht bei jeder Musik. Was störend auffällt, ist das leichte Rauschen in den Musikpausen.

Fazit

Spritzschutz sucht man hier vergebens, aber mal ehrlich, wer möchte so ein schönes Teil auch mit an den Strand nehmen? Aber Schönheit ist nichts alles, die Technik muss auch stimmen und hier muss House of Marley noch seine Hausaufgaben machen. Nicht dass wir mit dem Klang unzufrieden waren, nein, im Gegenteil. Er verspricht schon optisch nicht mehr, als er halten kann. Der eher natürliche Klang beschönigt nichts und hebt nichts künstlich hervor. Seine Schwächen liegen in der Bedienung und im fehlenden Komfort. Dass der Bluetooth-Knopf auch für die Pause zuständig ist, erfährt man erst durch die Bedienungsanleitung, das ergibt sich nicht intuitiv. Dann ist auch schwer herauszufinden, wie lange der Akku noch hält, eine passende Anzeige hat der Get Together leider nicht. Der größte Haken am Komfort ist, dass die Lautstärkeregelung nicht mit dem Smartphone gekoppelt ist. Beide haben eine getrennte Regelung. So bleibt insgesamt ein gespaltener Eindruck. Wer einen ökologisch korrekten Lautsprecher mit einer schönen Klangbühne sucht, sollte ihn sich aber mal näher ansehen. Vor allem, weil der Preis sehr attraktiv ist.

Öko-Lautsprecher mit breiter Bühne

Hersteller: House of Marley

Preis: 199,- €

Note: 2,1 gut

Vorzüge: natürlicher Klang, tolles Material

Nachteile: Lautstärke nicht mit Smartphone gekoppelt, nicht sehr spritziger Klang

Lesetipp: Fünf Gründe für Bluetooth-Audiogeräte

Viel Lautsprecher für wenig Geld: JBL Xtreme

Das Zylinder-Design greift auch der Xtreme von JBL (ab 280 Euro) auf. Im Gegensatz zu den aufrecht stehenden Mitbewerbern wie beispielsweise dem etablierten UE Boom oder dem hauseigenen Pulse 2 liegt der Xtreme quer. Zwei kleine Füße sorgen für einen sicheren Stand und Bedienelemente auf der Oberseite für eine gute Bedienung. Die gummierten Tasten für Power, Wiedergabe, Lautstärke und Bluetooth sind toll zu unterscheiden und haben einen deutlichen Druckpunkt.

Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen drei Farben Schwarz, Rot und Blau wählen.
Vergrößern Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen Das Zylinder-Design der Xtreme bietet Platz für zwei Passivmembranen, die für einen kräftigen Bass sorgen. Wer die Wahl hat, hat die Qual und kann zwischen drei Farben Schwarz, Rot und Blau wählen.
© JBL

Die Konstrukteure haben konsequent auf einen Rundum-Spritzwasserschutz geachtet und daher die Anschlüsse für USB, Klinke und Netzteil unter einem abgedichteten Reißverschluss versteckt. Das erschwert zwar ein wenig den schnellen Zugriff, ist aber absolut zu verschmerzen. Interessant sind die zwei USB-Anschlüsse, hier können bei Bedarf Smartphones oder Tablets geladen werden. Der eingebaute 10.000 mAh Akku machen es möglich. Dieser hält im Test auch mehr als die von JBL angegebenen 15 Stunden durch. Damit einem der Saft nicht unterwegs ausgeht, zeigen fünf kleine LEDs die Kapazität an. Das ist viel genauer als so manche einfach mehrfarbige Anzeige.

Die Smartphone-App JBL Connect hat nur zwei Funktionen, den Lautsprechern einen Namen zu geben oder zwei Xtreme zu einem Stereo-Set zu verbinden.
Vergrößern Die Smartphone-App JBL Connect hat nur zwei Funktionen, den Lautsprechern einen Namen zu geben oder zwei Xtreme zu einem Stereo-Set zu verbinden.

Leider bietet die Smartphone-App hier nicht eine noch genauere Prozentanzeige. Das querliegende Design hat einen Grund, der schon im Namen ersichtlich wird - Xtreme. Zwei Passivmembranen links und rechts unterstützen die zwei Breitbänder im unteren Frequenzbereich. Und was die da zaubern, ist schon recht ordentlich und macht wirklich Freude. Die Lautstärke am Smartphone halb aufgedreht und man hat den Eindruck, der Xtreme möchte einen an die Wand drücken. Ein extrem druckvoller Bass spielt bei Elektronik und Rock so richtig auf. Leider können hier die Höhen nicht ganz mithalten. Bei Partymusik fällt das nicht so sehr auf, bei stimmbetonter Musik wie von Adele oder Sade, kann man das schon eher merken. Hier fehlt es etwas an Leichtigkeit und Präzision. Aber das sucht man bei den meisten Bluetooth-Lautsprechern vergebens. Insofern spielt der Xtreme in der gehobenen Liga.

Die Smartphone-App JBL Connect bietet leider nicht viele Funktionen: Man kann nur einen Namen für das Gerät vergeben und es mit einer weiteren Xtreme zu einem Stereo-Set verbinden. Eine Klangeinstellung oder den Akkustand sucht man vergebens.

Fazit

Man bekommt viel Lautsprecher für sein Geld. Ein kräftiger Akku mit der Möglichkeit, auch das mobile Device mit Strom zu versorgen, ein kräftiger Bass und ein respektabler Schallpegel, der gerade junge Hörer erfreuen dürfte. Für audiophile Feingeister ist er eher weniger geeignet, aber die haben bisher ohnehin Abstand von Bluetooth genommen. Beim Outdoor-Betrieb sollte man auf die zwei offen liegenden Membranen aufpassen. Da sie ohne Schutzgitter sind, kann man hier schnell einen Totalschaden verursachen. Die praktischen Haken für den mitgelieferten Transportgurt sind ein netter Zusatz.

Kleine „Basstrommel“ für junge Musikhörer

Hersteller: JBL

Preis: 299,- €

Note: 2,1 gut

Vorzüge: kräftiger Klang, leistungsstarker Akku

Nachteile: Membranen ungeschützt, Smartphone App mit wenig Funktionen

Newcomer mit erwachsenem Klang: Riva Turbo X

Riva ist eine neue Marke auf dem deutschen Markt der Bluetooth-Lautsprecher. In unser Testlabor hat der größere Turbo X (ab 300 Euro) seinen Weg gefunden, wobei man „größer“ zumindest bei den Abmessungen relativieren muss, mit knapp 23 Zentimetern Länge ist er eher ein Zwerg.

Unter den vielen designorientierten Mitbewerbern sieht der kompakte Turbo X ein wenig langweilig aus. Doch er hat es faustdick hinter den Ohren. Ein kräftiger Akku sorgt für über 20 Stunden Laufzeit und der kräftige Klang begeistert.
Vergrößern Unter den vielen designorientierten Mitbewerbern sieht der kompakte Turbo X ein wenig langweilig aus. Doch er hat es faustdick hinter den Ohren. Ein kräftiger Akku sorgt für über 20 Stunden Laufzeit und der kräftige Klang begeistert.
© RIva

Der erste Blick nach dem Auspacken trifft direkt auf die großen Sensortasten, die in einer kleinen Kuhle eingelassen sind. So frisch aus der Packung klebt noch eine Folie auf dem Turbo X und auf ihr gleich benutzerfreundlich die Kurzanleitung für den ersten Betrieb. In einfachem Englisch wird klar, dass der Akku erst geladen werden muss. Verwirrend ist die Angabe, dass dieser bei 50 Prozent Lautstärke drei Stunden halten soll. Das wäre im Vergleich zu den Mitbewerbern nicht viel. Die Angabe bezieht sich aber nur auf den vorgeladenen Zustand. Wir haben es nachgemessen und kamen schlussendlich auf rund 23 Stunden. Das ist schon sehr ordentlich, zwar etwas weniger als die von Riva angegeben 26 Stunden, aber damit kann man sehr zufrieden sein. Leider kann die einfache Anzeige LED auf der Rückseite nicht überzeugen. Der Farbwechsel von grün über orange nach rot ist einfach zu unpräzise. Zum Glück hilft hier die Smartphone-App mit einer genauen Prozentanzeige.

Mit der Smartphone-App hat man den Turbo X voll unter Kontrolle. Ob das die Anzeige des Akkustandes ist oder die Musiksteuerung. Sie ist aufgeräumt und zweckmäßig. So soll es sein.
Vergrößern Mit der Smartphone-App hat man den Turbo X voll unter Kontrolle. Ob das die Anzeige des Akkustandes ist oder die Musiksteuerung. Sie ist aufgeräumt und zweckmäßig. So soll es sein.

Etwas irritierend beim Aufladen ist, dass man einen kleinen roten Knopf auf der Rückseite drücken muss - den Hauptschalter. Das wirkt etwas altmodisch. Daneben sind noch die obligatorischen Anschlüsse für Audio-Klinke und USB für ein iPod/iPhone sowie die Akkuanzeige. Zusätzlich ist noch eine Mini-USB-Buchse für Updates vorhanden. Dass Riva die kleine Turbo X als Mini-Stereoanlage sieht, merkt man auch an den mitgelieferten Kabeln. Neben einem Stereo-Klinkenkabel ist auch noch eines mit Cinch-Steckern dabei, mit dem man beispielsweise einen Kassettenrekorder oder einen CD-Spieler anschließen kann.

Der Newcomer aus den USA macht einen gewichtigen ersten Eindruck. Der kompakte Bluetooth-Lautsprecher ist nämlich mit 1,36 Kilogramm richtig schwer. Das lässt auf so manche Überraschung hoffen. Eine solche war sicher die Standfestigkeit des Akkus und ein weiterer ist der erstaunlich erwachsene Klang. Hier werkeln nicht nur einfach ein oder zwei kleine Chassis - nein, hier bringt Riva drei Chassis für einen schönen Rundumklang und zwei Passivstrahler für einen wirklich tollen Bass unter. So bekommt der Musikhörer einen erstaunlich stressfreien und entspannten Klang zu hören. Pop, Rock, Jazz, das macht Laune und irgendwann hat man vergessen, dass es sich eigentlich um einen Bluetooth-Lautsprecher handelt, die in der Regel nicht für feinen Klang bekannt sind. Hier kann der Turbo X punkten.

Der von Riva entwickelte Surround-Sound ADX Trillium setzt hier noch einen drauf, ist aber eigentlich nicht wirklich nötig. Beeindruckender ist da schon der Turbo Mode, der dann auch eine Studentenbude zum Rocken bringt. Auch Riva kann nicht zaubern. Voll aufgedreht, wird der Ton dann schon etwas verzerrt, aber wer nimmt das dem kleinen Power-Riegel übel? Die tolle Vorstellung runden die Unterstützung von SBC, AAC und aptX sowie der Einsatz als Freisprecheinrichtung wunderbar ab.

Fazit

Für die Preisklasse bietet der Turbo X keine besonderen optischen Reize. Das Design ist geradlinig und gefällig, der Hautkontakt ernüchtert beim Hochglanzkunststoff, welcher schon bald die ersten Kratzer haben dürfte. Zum Glück gibt es eine tolle Transporttasche zum Schutz. Das zögert die Gefahr doch deutlich hinaus. In der Außenhaut steckt das Gewicht nicht, das steckt in der Technik und hier weiß der Turbo X mehr als voll zu überzeugen. So eine Vorstellung hatten wir selten  in unserem Testlabor. Auf einen Schutz vor Spritzwasser muss man hier verzichten, dafür leuchten die Tasten, wenn man das Gehäuse berührt. So ist auch eine Bedienung im Dunklen möglich. Ansonsten hilft die Smartphone App für iOS und Android und eine angenehme Frauenstimme gibt wichtige Hinweise wie zum Beispiel der geringe Akkustand oder die erfolgreiche Verbindung.

Der Turbo für den Sound

Hersteller: Riva

Preis: 299,- €

Note: 1,7 gut

Vorzüge: kräftiger Klang, leistungsstarker Akku

Nachteile: keine

Kleiner Kraftprotz: UE Boom 2

Der UE Boom war zu seiner Zeit schon fast ein Trendsetter. Ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der zwar nicht günstig, dafür aber sehr hochwertig war. Technisch holte er so viel Rundum-Sound wie kaum ein Mitbewerber aus dem zylindrischen Gehäuse. Die neue Version 2 (ab 150 Euro) ist technisch verfeinert und günstiger geworden. In Anbetracht der erstarkten Mitbewerber eine positive Maßnahme.

Der kleine Kraftprotz UE Boom 2 ist in sechs abwechslungsreichen Farben zu bekommen. Seine Vorstellung kann voll überzeugen, sowohl was die Standfestigkeit des Akkus betrifft als auch der frische Klang. Das Sahnehäubchen ist die tolle Smartphone-App.
Vergrößern Der kleine Kraftprotz UE Boom 2 ist in sechs abwechslungsreichen Farben zu bekommen. Seine Vorstellung kann voll überzeugen, sowohl was die Standfestigkeit des Akkus betrifft als auch der frische Klang. Das Sahnehäubchen ist die tolle Smartphone-App.
© United Ears

Auf den ersten Blick fallen die Unterschiede zum Vorgänger nicht auf. Das Material ist ein wenig anders, alle Tasten und Anschlüsse sind noch immer am gleichen Ort. Was auffällt, sind die Gummiabdeckungen am USB-Ladeanschluss und dem Klinken-Eingang. Der Neue ist nämlich jetzt nicht nur einfach spritzwassergeschützt, er ist sogar wasserfest. Eine Party am Strand oder Pool stellt somit keine Gefahr für den kleinen Kraftprotz dar. Denn genau das ist er, ein kräftig zupackender Lautsprecher. Zugegeben, zur Partybeschallung taugt er nicht, aber das kann man kaum von den kompakten Abmessungen – er misst gerade mal 18 Zentimeter in der Höhe – erwarten. Dafür spielt er bis zu einer gehobenen Lautstärke erfreulich locker und mit viel Spielfreude. Zur Musikuntermalung am Pool perfekt und wenn man mal mehr Schallleistung benötigt, kann man zwei Geräte koppeln. Das klappt super und schon hat man auch in mit einer ganzen Clique seinen Spaß.

Eine praktische Funktion ist das Koppeln zweier Boom´s zu einer Gruppe. Auf diese Weise lässt sich auch mal eine kleine Party feiern.
Vergrößern Eine praktische Funktion ist das Koppeln zweier Boom´s zu einer Gruppe. Auf diese Weise lässt sich auch mal eine kleine Party feiern.

Wie schon sein Vorgänger macht der UE Boom 2 auf Reisen viel Freude. Denn er fungiert auch als Musikwecker. Und das ist ein Feature, das man sonst kaum findet. Der Smartphone-App sei Dank, spielt er bis zu einer Stunde lang die gewünschte Musik. Entweder einmalig zur Weckzeit oder täglich. Ansonsten kann er dank Bluetooth Smart auch von der App aus ein- und wieder ausgeschaltet werden. Ein Equalizer darf natürlich auch nicht fehlen.

Ein tolles Feature auf Reisen ist der Wecker. Eine Stunde lang spielt er die gewünschte Musik, entweder einmalig oder wiederholt jeden Tag. Nur mit der manuellen Musikauswahl klemmt es manchmal, wenn man den Haken bei „zuletzt abgespielt“ setzt, klappt es aber garantiert.
Vergrößern Ein tolles Feature auf Reisen ist der Wecker. Eine Stunde lang spielt er die gewünschte Musik, entweder einmalig oder wiederholt jeden Tag. Nur mit der manuellen Musikauswahl klemmt es manchmal, wenn man den Haken bei „zuletzt abgespielt“ setzt, klappt es aber garantiert.

Dass man ein erfolgreiches Modell nicht nur technisch, sondern auch die Transportbox weiter entwickelt, ist ein weiterer Punkt, der für die neue 2er-Version spricht. Schon die alte Version hatte eine praktische Transportbox aus Kunststoff. Neben dem UE Boom passen hier das Netzteil mit Ladekabel und Reiseadapter bequem rein. Die Zylinderform ist geblieben, nur ist jetzt das Zubehör ordentlicher untergebracht. Dafür ist der Durchmesser der Transportbox aber auch angewachsen.

Fazit

Wie schon der alte, so begeistert auch der neue UE Boom 2 mit einem angenehm kräftigen Klang und so ausgeklügelten Funktionen wie einem Wecker und der tollen Transportbox. Eine Kombination, die man so kaum auf dem Markt findet. Die Gestensteuerung hätte sich Ultimate Ears eigentlich schenken können, die überzeugt nicht wirklich. Dafür passt zu einem Reisebegleiter die ordentliche Akkulaufzeit von 15 Stunden.

Der perfekte Reisebegleiter

Hersteller: Ultimate Ears

Preis: 199,- €

Note: 1,7 gut

Vorzüge: guter Klang, leistungsstarker Akku, tolle App mit Wecker

Nachteile: hoher Preis

Kaufempfehlung Bluetooth-Lautsprecher

Bluetooth-Lautsprecher haben sich etabliert und zwar nicht nur als Reisebegleiter und „Nebenher-Dudler“, sondern auch zum gepflegten Musikhören. Hier spielt der Turbo X von Riva in einer Liga mit B&O oder Bose. Aber auch der Get Together ist nicht zu verachten. Er ist nicht so spritzig wie der Turbo X, dafür mit einer weiteren Bühne. Junge Hörer werden sich für den druckvollen Xtreme von JBL begeistern können. Ein Partylautsprecher, der eine Studentenbude rocken kann. Wobei so richtig laut geht es mit keinen der doch recht kleinen Lautsprecher, aber das verwundert auch nicht. Wer sein Smartphone nur maximal halb aufdreht, bekommt den besten Kompromiss aus Lautstärke und Klang. Darüber hinaus kommen mal mehr, mal weniger Verzerrungen hinzu.

Ein sehr praktisches Notfall-Feature der leistungsstarken Akkus von Riva und JBL ist das Laden eines Smartphones oder Tablets. Einfach das Ladekabel an den USB-Anschluss anschließen und schon steht wieder Strom zur Verfügung. Das geht zwar auch beim Get Together, nur ist sein Akku nicht ganz so leistungsstark. Der neue UE Boom 2 hat klanglich einen Schritt nach vorne gemacht. Er macht viel Spaß und ist auf Reisen dank des Weckers unschlagbar.

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