963690

Boris Graffiti 5

31.01.2007 | 14:13 Uhr |

Die Erweiterung Boris Graffiti 5 hilft beim Erstellen von Typo-Animationen im Schnittprogramm Final Cut Pro. Wir haben das Plug-In getestet.

Aufgeräumter Auch als Plug-in öffnet sich Graffiti innerhalb von Final Cut Pro mit eigener Benutzeroberfläche, die nun aufgeräumter und übersichtlicher wirkt. Leider sind nicht alle Filter qualitativ optimal
Vergrößern Aufgeräumter Auch als Plug-in öffnet sich Graffiti innerhalb von Final Cut Pro mit eigener Benutzeroberfläche, die nun aufgeräumter und übersichtlicher wirkt. Leider sind nicht alle Filter qualitativ optimal

Nach wie vor holprig ist der Start des Plug-ins innerhalb von Final Cut Pro. Das Prozedere geht wie folgt: Feststelltaste drücken, Final Cut Pro starten, Final Cut Pro beenden, Feststelltaste lösen, Final Cut Pro neu starten, Graffiti anwenden. Wie zuvor kämpft das Programm mit dem Boris-üblichen, haarsträubenden Übersetzungs-Chaos. Doch davon abgesehen wirkt Graffiti aufgeräumter und vor allem übersichtlicher als zuvor. Die vielen einzelnen Fenster kleben magnetisch zusammen und eine winzige Timeline innerhalb des Vorschaufensters hilft bei der Arbeit mit Keyframes. Alles in allem hat Graffiti sehr von den Neuerungen von Red 4.0 partizipiert und greift sogar auf dessen voreingestellte Fenster-Layouts zurück.

Drei Dimensionen

Zu den Neuerungen der Version 5 gehören vor allem der Import von EPS-Dateien sowie die Umwandlung selbiger in 3D-Objekte. Hierbei werden die Kanten der Grafik extrahiert, mit einer Textur versehen und im 3D-Raum gedreht, sodass alle Seiten des Objekts sichtbar sind.

Man kann selbst über Grad der Drehung, Tiefe der Extrahierung sowie Darstellungsgröße des EPS entscheiden. Zudem sind alle Parameter mittels Key-frames speicherbar, so lassen sich inte-ressante Titel- und Grafikanimationen im zwei- und dreidimensionalen Bereich generieren. Graffiti 5 versteht nun den 16-Bit-Farbraum. Das bemerkt man – 16-Bit-Material vorausgesetzt – an einer deutlich verbesserten Darstellung von Unschärfen und Verläufen, die jetzt nicht mehr so schnell zu Bendings neigen.

Um Graffiti 5 für die Kundschaft noch ein bisschen interessanter zu machen, hat Boris sich aus der eigenen Produktpalette bedient und einige Filter aus der Continuum- und der Final Effects-Serie entliehen. So finden sich in Graffiti die Effekte für Burned Film, farbiges Glühen und ein Filter für das Wachstum von Haaren sowie den Blick durch Glas. Ebenso können Anwender von Graffiti 5 neue Generatoren für Schnee, Wolken, Feuer und Regen auf Titel anwenden. Die meisten Filter sind von recht guter Qualität, wobei man bei einigen Effekten und Generatoren auch ein besseres Ergebnis erwarten könnte, beispielsweise bei dem Filter für Haare. Das laut Werbung „neue und verbesserte Hilfesystem” ist eine umfassende Auflistung aller Funktion, jedoch vermisst man eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung, die dem Anwender beim Einstieg in die doch recht komplexe Software hilft. Auch die beiden mageren Tutorials, in Kombiniation mit der wirklich haarsträubenden Übersetzung der Programm-funktionen, sind keine wirkliche Hilfe für Einsteiger.

0 Kommentare zu diesem Artikel
963690