Brennen mit Blaulicht
Man darf aufatmen, der Formatkrieg Blu-Ray gegen HD-DVD ist entschieden. Nun macht es endlich Sinn, sich die aktuelle Blu-Ray-Brenner-Generation am Mac anzusehen
Der Kampf um die Nachfolge der DVD ist endgültig entschieden. Nachdem sich Toshiba aus der Produktion von HD-DVD-Laufwerken zurückgezogen hat, kann man davon ausgehen, dass das Blu-Ray-Format der offizielle Gewinner ist. Es bleibt jedoch die Frage, ob man es überhaupt braucht.
Apple hat sich schon vor geraumer Zeit zum Blu-Ray-Format bekannt und der Mac-Hersteller ist Mitglied in der Blu-Ray Disc Association, dem Standardisierungs-Gremium, dem viele wichtige Hersteller aus der IT-Industrie beiwohnen. Dennoch setzt Apple bis heute keine Blu-Ray-Brenner ein. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Aufwändige Verschlüsselung
Neben den vielen Vorteilen, wie höherer Kapazität und schnellerer Datenübertragung, birgt die neue Technologie auch Nachteile. Diese sind allerdings künstlicher Natur. Das neue Kopierschutzsystem AACS (Advanced Access Content System) folgt strengen Auflagen der Filmstudios an die Hersteller. Damit die qualitativ hochwertigen Filmproduktionen nicht beliebig kopiert und unkontrolliert verbreitet werden, muss das Abspielsystem zudem bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Zunächst liegen die Videodaten auf dem Medium in verschlüsselter Form vor. Das ist auch bei der normalen DVD schon so, doch der DVD-Kopierschutz (CSS) konnte relativ leicht geknackt werden, seitdem ist es quasi kein Problem mehr DVDs beliebig zu kopieren. Damit das bei der Blu-Ray nicht so einfach geht, wird zusätzlich das Videosignal mittels HDCP (High-Bandwidth Digital Content Protection) verschlüsselt. Hier werden die digitalen Daten zwischen Abspiel- und Anzeigegerät kodiert. Die Entschlüsselung der Filminformationen findet erst im letzten Glied der Gerätekette also im Fernseher oder Monitor statt. Daher kann man nur bestimmte Monitore oder TV-Geräte einsetzen.
Ein Merkmal dafür ist die HDMI-Schnittstelle. Die meisten aktuellen Flachbildfernseher bieten diesen Eingang, inzwischen gibt es auch immer mehr Computermonitore mit HDMI-Port. Auch die Grafikkarte muss HDCP-fähig sein. Sie sollte entweder einen HDMI-Ausgang bieten oder das HDCP-Protokoll über die DVI-Schnittstelle anbieten. Theoretisch wären die aktuellen Grafikkarten des iMac und der Macbook Pro für HDCP geeignet. Doch in der Praxis gibt es noch einen weiteren Stolperstein: die Abspielsoftware.
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