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Toast 11

11.03.2011 | 11:42 Uhr |

Mit Toast 11 gibt es eine neue Version der wohl bekanntesten Brennsoftware am Mac. Wir haben die neuen Funktionen getestet und dabei einige Fehler gefunden.

Eine Konvertierung von Audio-Dateien in das MP3-Format ist in Toast 11 nicht vorgesehen.
Vergrößern Eine Konvertierung von Audio-Dateien in das MP3-Format ist in Toast 11 nicht vorgesehen.

Auch wenn die Ära von selbsterstellten Audio- und Video-CDs und DVDs noch nicht zu Ende ist, ein Wachstumsmarkt ist es nicht mehr. Roxio hat deshalb Toast in der neuen Version 11 um etliche Optionen erweitert, um Video- und Audiodateien in andere Formate zu konvertieren und sie damit kompatibel zu digitalen Endgeräten und Online-Video-Plattfomen zu machen. Filme lassen sich sowohl für iPhone, iPad und Apple TV konvertieren als auch für andere Smartphones und für Spielekonsolen. Zudem kann man Videos an You Tube, Vimeo und Facebook senden. Das Programm unterstützt alle gängigen Video-Codecs und Video-Dateiformate und kann auch in das Flash-Format konvertieren. Außerdem importiert Toast Filme im Format AVCHD von einer Kamera oder einem Rekorder, was wir aber noch nicht testen konnten. Wie schon bei Toast 10 muss man ein zusätzliches Plug-in kaufen und installieren, um DVDs im HD-Format und Blu-Ray-DVDs zu brennen. Bei den Audioformaten finden wir eine Lücke: Toast 11 konvertiert nicht in das MP3-Format. Wer beispielsweise eine MP3-CD mit Toast erstellen möchte, muss Titel, die in anderen Formaten vorliegen, vorher mit einem anderen Programm in MP3 umwandeln.

Toast Titanium 11 wird mit einigen Zusatzprogrammen ausgeliefert. Mit Spin Doctor lässt sich der in einem beliebigen Programm momentan abgespielte Sound erfassen und konvertieren. Wie bisher kann man aber auch Ton von einem externen Gerät aufzeichnen. Disc Cover bedruckt CDs, DVDs und Einleger, Disc Catalog Maker inventarisiert optische Medien und mit Get Backup lassen sich Sicherungskopien anlegen sowie Kopien von Festplatten und Ordnern erstellen und Ordner synchronisieren. Die Zusatzprogramme für Tivo sind nur für die USA und einige andere Staaten wie Kanada, Australien und Großbritannien von Interesse, da der Dienst nur dort verfügbar ist. Wie bisher gibt es außerdem auch eine Pro-Ausgabe von Toast. Bei dieser wird nicht nur das Plug-in für HD- und Blu-Ray-Videos mitgeliefert, sondern Roxio legt außerdem Photoshop Elements 9, Foto Magico, Sound Soap SE und Sonicfire Pro 5 bei. Für 45 Euro Aufpreis bekommt man einen deutlichen Mehrwert.

Neues Erscheinungsbild

Komplett überarbeitet hat Roxio die Bedienoberfläche des Programms. Lässt man sich beim Programmstart das Startfenster mit den Assistentenfunktionen anzeigen, kann man schnell aus den verfügbaren Optionen zum Brennen von Daten-, Audio- und Video-Medien auswählen oder die Konvertierungsfunktionen aufrufen. Toast verteilt jetzt außerdem beim Brennen von Audio-CDs die Titel auf mehrere Medien, wenn sie nicht auf eine CD passen. Vor dem Brennen kann man die Verteilung und die Reihenfolge festlegen.

Neu ist in Toast auch die Möglichkeit, vor dem Brennen beziehungsweise Konvertieren festzulegen, welcher Teil eines Films verarbeitet werden soll. Im Bearbeitungsfenster markiert man dazu wie beim Quicktime-Player Anfangs und Endpunkt des Clips. Außerdem lässt sich eine kurze Vorschau mit den Exporteinstellungen erzeugen, um die Qualität zu prüfen. Während einer Konvertierung informiert Toast aber nicht über die noch benötigte Verarbeitungszeit, sondern zeigt nur einen Prozentwert an.

Über einen Medienbrowser, der entweder in einer Seitenleiste oder als eigenständiges Fenster eingeblendet wird, greift man auf die Mediatheken von iTunes und iPhoto sowie auf den Filme-Ordner zu. Im Medienbrowser lassen sich die Songs aus iTunes aber nicht nach Titel oder Dauer sortieren, und eine Suche nach Alben ist nicht möglich.

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