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Browseback: Anschauliches Tool für die eigene Web-Geschichte

03.11.2005 | 10:56 Uhr |

Von SmileOnMyMac kommt ein neues Programm, das in den letzten Wochen vom Anwender besuchte Web-Sites als Thumbnails präsentiert.

Browseback
Vergrößern Browseback

Browseback durchforstet nach der Installation zunächst alle besuchten Seiten des eigenen Standard-Browsers, wobei man den gewünschten Zeitraum (in Tagen) und den Browsertyp auch abweichend vom Default-Browser (etwa Safari, Internet-Explorer, Firefox oder Omni Web) angeben kann - zu unserem Bedauern unterstützt das Tool den Norwegen-Browser Opera bisher nicht. Auch den maximalen Speicherplatz, den Browseback für die Rückschau berücksichtigen darf, sollte man in den Preferences festlegen: standardmäßig sind hier 1 GByte reserviert.

Bildchen aus der Vergangenheit

Anschließend legt sich Browseback als transparente Maske (wie ein Schleier) über den ganzen Bildschirm und präsentiert nach einiger Zeit gestaffelt Vorschaubilder der besuchten Web-Sites, ähnlich wie man es von Omni Web oder vom auf dem Internet-Explorer basierenden AOL-Browser für Windows kennt. Nur dass hier gleich Dutzende von besuchten Seiten angezeigt werden, und das auf mehreren blätterbaren Seiten. Fährt man mit dem Mauszeiger auf eine solche Vorschau, fächern sich die Thumbnails ähnlich schick wie im Apple-Dock auf, und ein eingeblendetes Feld zeigt unter anderem den Namen der gewünschten Seite, ihre Internet-Adresse sowie den Zeitpunkt des letzten Besuches und die ersten Worte des Textes auf der Site an. Damit ist man schon recht gut orientiert, ob sich ein erneuter Besuch lohnt. Klickt man auf das Thumbnail, bietet das Tool mehrere Optionen an: etwa das direkte Aufrufen der Site aus dem Cache respektive - falls nicht mehr verfügbar - aus dem Internet. Oder das Generieren einer PDF-Version der Seite, die man außerdem als E-Mail versenden kann. Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, gezielt nach Schlagwörtern zu suchen. Geben wir etwa "Amazon" ein, zeigt uns Browseback kurz darauf wiederum in Thumbnails, welche Seiten wir uns im definierten Zeitraum auf Amazon angesehen haben oder auch, auf welchen anderen Sites der Begriff "Amazon" - beispielsweise als Werbebanner - erscheint. Dies ist quasi eine passende Ergänzung zu Spotlight für das eigene Surfen im Internet. Konsequenterweise funktioniert Browseback ebenso wie die Apple-Suchmaschine erst ab Mac-OS X 10. 4.

Hungriges Tool mit Performanceschwächen

In unserem Test auf einem Powerbook (G4, 1,67 MHz, 1GB RAM und 128 MB VRAM) klappt es mit den beschriebenen Features einwandfrei, allerdings ist Browseback unangenehm speicherhungrig und braucht daher teilweise recht lange, bis es sich mit allen Vorschaubildern aufgebaut hat. Vorübergehend bringt es dabei schon mal unser System in Wartestand. Hier besteht noch Optimierungsbedarf seitens des Entwicklers. Das Tool soll später auch bei Oloid.de auf Deutsch erhältlich sein, bislang ist es als "Public Beta" ausgewiesen. Bei Gefallen kostet es 30 US-Dollar, unregistriert zeigt es über jeder aufgerufenen Site einen Banner "browseback demo" an.

Fazit

Keine Frage: Browseback macht das Suchen und Surfen in der eigenen Web-History deutlich komfortabler. Sollte es seine Performance-Probleme lösen, ist es definitiv eine Empfehlung wert.

Info: SmileOnMyMac

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