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Test Service Pack 1 für Microsoft Office 2011

12.05.2011 | 14:58 Uhr |

Mit Spannung wurde das erste Service Pack für Microsofts Office-Suite von den Anwendern erwartet. Wir testen, ob das Update den Erwartungen gerecht wird.

Rund ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung von Microsoft Office für Mac 2011 ( lesen Sie den ausführlichen Test ) hat Microsoft das erste große Service Pack zum kostenlosen Download bereit gestellt. Erwartungsgemäß beinhaltet das Update 14.1 von Microsoft diverse Änderungen zur Verbesserung von Sicherheit, Stabilität, Zuverlässigkeit und Leistung. Außerdem beseitigt das Service Pack zahlreiche Sicherheitsrisiken, die ein Angreifer ausnutzen kann, um den Inhalt des Arbeitsspeichers mit schädlichem Code zu überschreiben. Wer jedoch substantielle Funktionserweiterungen erwartet hat, wird eher enttäuscht werden. Aus dem Office-Paket von Mikrosoft kann lediglich Outlook einige brauchbare Neuerungen vorweisen, die marginalen Verbesserungen der anderen Anwendungen nimmt der durchschnittliche Office-Anwender eher nicht wahr.

Das Update ermöglicht nun in allen Office-Anwendungen die Erstellung von Alternativtext für Formen, Bilder, Tabellen, Diagramme, Smart Arts und Filme. Speziell für Microsoft Excel 2011 enthält das Update Funktionen, mit denen man die Solver-Analysetools installieren kann. Ferner wurde die Zuverlässigkeit bei der Aktivierung von Schreibschutzoptionen verbessert, damit das Öffnen von Excel-Tabellen nicht mehr fehlschlägt. Microsoft hat Word 2011 eine verbesserte Rechtschreibprüfung sowie Suchen-und-Ersetzen-Funktion spendiert und einen Fehler beim Öffnen und Speichern von Dateien bei bestimmten Dateipfaden beseitigt. In Microsoft Power Point 2011 kann man nun Präsentationen mit einem Kennwort schützen, um das unberechtigte Einsehen von Präsentationen zu unterbinden.

Anbindung an iOS-Geräte

Die Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen aus Outlook kann man über iTunes mit den Daten auf mobilen iOS-Geräten synchronisieren.
Vergrößern Die Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen aus Outlook kann man über iTunes mit den Daten auf mobilen iOS-Geräten synchronisieren.

Nach dem Update arbeitet Microsoft Outlook umfänglich mit Apples Sync Services zusammen, so dass man Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen zwischen Outlook und externen iOS-Geräte wie iPhone, iPod touch und iPad über iTunes abgleichen kann. Allerdings kann man Kalender seit ab 5. Mai nicht mehr mit Mobile Me synchronisieren, da Apple den neuen Mobile-Me -Kalender einsetzt und die Sync-Services nicht mehr unterstützt. Mit dem Service Pack hat Outlook für die E-Mail-Bearbeitung eine Umleitungs- und Erneut-Senden-Funktion erhalten. Ferner führt das Update die Unterstützung von Exchange-Server-Regeln ein.

Outlook-User müssen jedoch weiterhin mit vielen Unzulänglichkeiten leben, beispielsweise funktioniert die Auto-Korrektur-Funktion in der E-Mail-Betreffzeile nicht mehr, wird der Name eines PDFs nicht in die Betreffzeile eingefügt oder kann man aus Acrobat Pro bzw. Reader heraus keine PDFs an eine E-Mail anhängen.

Das Service Pack führt die Funktion zum Umleiten einer eingehenden E-Mail-Nachricht an andere Empfänger wieder ein.
Vergrößern Das Service Pack führt die Funktion zum Umleiten einer eingehenden E-Mail-Nachricht an andere Empfänger wieder ein.

An einer verbesserten Performance des Office-Pakets scheint Microsoft nicht vorrangig gearbeitet zu haben, wie die ambivalenten Messungen zeigen. Word- und PowerPoint-Dateien werden inklusive Programmstart rund 15 Prozent schneller geladen. Während wir beim Öffnen von Excel-Dateien inklusive Programmstart jedoch minimale Verschlechterungen feststellen, erfolgt das Scrollen in großen Excel-Dateien rund 20 Prozent schneller. Andere Tests wie Suchen und Ersetzen zeigen keine weiteren Leistungsverbesserungen.

Empfehlung

Mit dem Service Pack behebt Microsoft eine Reihe von Fehlern und verbessert die Sicherheit und Stabilität der Bürosoftware. Außerdem gelingt nun die Anbindung von Outlook-Daten an die mobilen Apple-Geräte. Allein schon aus diesen Gründen ist die Installation des Updates zu empfehlen. Wer jedoch die Beseitigung vieler Unzulänglichkeiten oder eine deutlich verbesserte Performance erwartet hat, wird von Microsoft enttäuscht. Hier muss Microsoft zeigen, ob es willens ist, die Wünsche und Erwartungen der Anwender in einem der nächsten Service Packs zu berücksichtigen.

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