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Bushfire: Tatortreiniger für Safari

13.05.2016 | 14:52 Uhr |

Mit der App Bushfire lassen sich beim Beenden von Safari automatisch gespeicherte Cookies und Caches löschen.

Was Firefox und Chrome können, kann Safari nicht: Automatisch beim Beenden des Programms die während des Surfens gespeicherten Daten wie Verlauf, Cookies und Cache löschen. Das geht in Safari nur manuell über die Option „Verlauf löschen“ im Menü „Safari“. Zudem kann man dort nur zwischen verschiedenen Zeiträumen (die letzte Stunde, heute, heute und gestern oder alles) auswählen, jedoch nicht festlegen, welche der Daten wieder entfernt werden sollen, sodass immer alles entfernt wird, was während des Surfens angefallen ist, also beispielsweise auch die Icons der besuchten Webseiten oder die Top Sites.

Alles oder nichts: Löscht man in Safari den Verlauf, kann man nur den Zeitraum bestimmen, nicht jedoch, welche Art von Daten entfernt werden sollen.
Vergrößern Alles oder nichts: Löscht man in Safari den Verlauf, kann man nur den Zeitraum bestimmen, nicht jedoch, welche Art von Daten entfernt werden sollen.

Löscht man in Firefox oder Chrome den Verlauf manuell, gibt es jeweils differenziertere Einstellungen, da man nicht nur den Zeitraum festlegen kann, sondern auch, welche Sorte von Informationen wieder vom Mac verschwinden sollen. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, in Firefox und Chrome festlegen zu können, welche Webseiten Cookies speichern dürfen, die dann beim Beenden des Browsers gespeichert bleiben, während der Rest wieder verschwindet.

Bushfire erweitert Safari um sinnvolle Optionen

Seit kurzem gibt es aus Bayern die App Bushfire, die zwei dieser Nachteile von Safari beseitigt: Zu einen löscht das im Hintergrund laufende Programm automatisch beim Beenden von Safari alle während der letzten Sitzung gespeicherten Daten, zum anderen lässt sich dazu festlegen, ob alle Informationen entfernt werden sollen oder nur bestimmte Kategorien wie die Cookies und der Cache. Zu finden ist das Programm auf der Webseite des Entwicklers Inkoknit , in den App-Store hat sie es bisher noch nicht geschafft. Beim ersten Start der Anwendung muss man sie per In-App-Kauf bezahlen, wofür knapp sechs Euro fällig sind, einen Demomodus gibt es nicht. Am einfachsten geht das Bezahlen per Paypal, dann muss man keine Bankdaten angeben.

Welche Daten beim Beenden von Safari entfernt werden sollen, legt man über das Menüsymbol von Bushfire fest.
Vergrößern Welche Daten beim Beenden von Safari entfernt werden sollen, legt man über das Menüsymbol von Bushfire fest.

Ist das Programm aktiv, blendet es in der Menüleiste ein Symbol ein, über das man die Einstellungen vornimmt. Hier lässt sich auswählen, welche Daten beim Beenden von Safari gelöscht werden sollen. Nach einem Klick auf das Zahnradsymbol kann man zudem festlegen, dass Bushfire automatisch beim Rechnerstart aktiviert wird und kann das Programm außerdem beenden und nach Aktualisierungen suchen. Bushfire verfügt aber auch über einen automatischen Update-Modus und prüft, ob es eine aktuellere Version gibt und installiert diese nach Bestätigung durch den Anwender. Im Test funktioniert dies problemlos. Andere Verbindungen in Internet nimmt die App nicht auf, was wir mit Little Snitch überprüft haben.

Das Programm verfügt über einen automatischen Update-Modus, der nach Aktualisierungen sucht und diese dann installiert.
Vergrößern Das Programm verfügt über einen automatischen Update-Modus, der nach Aktualisierungen sucht und diese dann installiert.

Fazit

Wer sicherstellen möchte, dass beim Beenden von Safari alle oder nur bestimmte während des Surfens gespeicherte Daten automatisch wieder vom Mac entfernt werden sollen, bekommt mit Bushfire eine einfache Lösung, die im Hintergrund alles erledigt und kaum Ressourcen beansprucht. Wünschenswert für die zukünftige Entwicklung des Programms wäre eine Option, über die man bestimmte Webseiten vom Löschen der Daten ausnehmen kann, wie dies mit Firefox oder Chrome möglich ist.

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