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Canon EOS 20D im Praxistest

16.12.2004 | 15:00 Uhr |

Unter Praxisbedingungen hinterlässt die neue DSLR-Mittelklassekamera von Canon einen durchwegs guten Eindruck.

Der Unterschied zur Profiliga erkennt man in Details. So sollte man die Kamera bei Regen oder in der Wüste nur mit bedacht verwenden, denn ihr fehlt ein Spritzwasserschutz wie ihn Profimodelle, aber auch die Olympus E1 bietet. Dennoch ist das Kameragehäuses sehr robust, zudem liegt die gegenüber der EOS 10D kleinere Kamera sehr gut in der Hand - Gummierte Gehäuseteile tragen hier ihr übriges bei.

Gute Bedienung

Allgemein lobenswert ist die komfortable Bedienung der Kamera, die meist selbsterklärend ist. Nur wenige Stolpersteine finden wir beim Bedienkomfort, so etwa das sehr umständliche Setzen des manuellen Weißpunkts. Zunächst muss man die Einstellung für den manuellen Weißpunkt anwählen, eine Aufnahme der als Weiß zu bestimmenden Fläche erstellen und diese dann im LCD-Menü unter dem Punkt "Man. Weißabgl." Auswählen. Sehr viel einfacher geht dies bei anderen Kameras, beispielsweise bei der Konica Minolta Dimage A1 und A2, bei denen es dafür an der linken Gehäuseseite einen eigenen Schalter gibt. Will man für eine bestimmte Aufnahmesituation dieses Prozedere vermeiden, sollte man die Bilder im RAW-Modus aufnehmen und den Weißpunkt später verlustfrei am Rechner bestimmen. Desweiteren stört und ein wenig die Steuerung der Bildvorschau, die man mit Hilfe der zwei Einstellräder sicherlich komfortabler gestalten hätte können. Doch dies ist Kritik auf hohem Niveau, denn das Bedienkonzept der Kamera ist ansonsten hervorragend. Auf der Kamerarückseite findet man ein großes Drehrad, mit dessen Hilfe man unter anderem schnell Menüpunkte und Einstelluingen wählt. Über dem Drehrad ist ein Schalter angebracht, der sich in acht Richtungen drücken lässt. Mit ihm kann man recht schnell einen der neun Fokuspunkte anwählen und durch ein vergrößertes Vorschaufenster scrollen. Die Kameraeinstellungen sind flott angewählt, hier ist ein extra dafür vorgesehener Jump-Schalter sehr hilfreich. Mit seiner Hilfe kann man sehr schnell zwishcen cden verschiedenen Einstellmodis für Aufnahme, Wiedergabe und Kameraeinstellungen wechseln.

Auf der Kameraoberseite befindet sich ein kleines Monochromdisplay, das man auch beleuchten kann. Hier sind die wichtigsten Parameter wie Autofokus- und Weißabgleicheinstellung, die Wahl der Aufnahmeart (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser) sowie die Empfindlichkeit den Stufen ISO 100, 200, 400, 800 und 1600. Auch eine Taste für den Messmodus sowie der Blitzbelichtungskorrektur befindet sich hier. Die insgesamt drei Tasten sind funktional doppelt belegt, die Einstellungen lassen sich mit einem kleinen Wahlrad, das nahe beim Auslöser angebracht ist und dem großen Einstellrad auf der Kamerarückseite bequem und schnell wählen. Die Einstellparameter komplettieren zwei Schalter an der oberen rechten Ecke der Kamerarückseite, über die man eine AE-Speicherung (Belchtung getrennt von der Fokusierung) und ein AF-Messfeld ansteuern kann.

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