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CanonPowershot G5

01.01.2008 | 11:44 Uhr |

Für engagierte Fotografen, die lieber zu einer Kompaktkamera statt zu einer Spiegelreflex-Vertreterin greifen, hat Canon die Powershot G9 im Programm.

Canon, Powershot G5
Vergrößern Canon, Powershot G5

Das Spitzenmodell der Powershot-Serie kann nun wieder das RAW-Format, das seiner Vorgängerin Powershot G7 verwert bleibt und erkennt automatisch Gesichter. Das Gehäuse der Powershot G9 ist nahezu identisch mit dem ihrer Vorgängerin. Auffällig ist nur das größere Display, das nun 3 Zoll statt 2,5 Zoll misst. Gleich bleibt die hervorragende Bedienbarkeit der Kamera vor allem bei der manuellen Steuerung. Das zentrale Element dazu ist ein Drehrad, das eine Fünfwege-Steuereinheit umrahmt.

Die Fläche des Bildsensors ist etwas gewachsen, von 1/1,8 Zoll auf 1/1,7 Zoll. Auch löst sie mit 12,1 Megapixel höher auf. Im Labor messen wir durchwegs bessere Werte für die Powershot G9. So steigt die Eingangsdynamik bei ISO 100 mit 9,3 auf das Niveau aktueller DSLR-Einstiegskameras, ihre Vorgängerin erreicht hier 8,7.

Allerdings bleibt die Schwäche der Powershot G9 wie bei ihrer Vorgängerin das hohe Farbrauschen, das vor allem bei mittleren Helligkeitsverteilungen dominater auftritt. Empfindlichkeiten höher als ISO 400 führen bei der Powershot G9 zu einem sichtbaren Qualitätsverlust. Bei ISO 100 bereits beträgt der von uns gemessene Rauschmittelwert hohe 4,46, er steigt bei ISO 400 auf noch vertretbare 4,77 an. Dies ist immerhin besser als bei der Powershot G7, hier messen wir 4,76 beziehungsweise 5,13. Im Vergleich erreicht die Canon EOS 400D bei ISO 100 einen sehr guten Rauschmittelwert von 2,53 und bei ISO 400 geringe 3,58. Verbessert dagegen ist bei der Powershot G9 die Scharfzeichnung, die bei der Powershot G7 aggressiv ausfällt. So beschränkt sich für qualitativ anspruchsvolle Fotografen der Einsatzbereich der Kamera unter anderem auf Naturaufnahmen bei guten Lichtbedingungen. Dafür empfiehlt sich ein sperriger Weitwinkeladapter, der den Vorteil des geringeren Gepäcks gegenüber einer DSLR-Kamera allerdings wieder zunichte macht.

Fazit

Das Fotografieren macht mit der Canon Powershot G9 dank ihrer zweckmäßigen und einfachen Bedienung viel Spaß. Die Ergebnisse sind bei guten Lichtverhältnissen durchaus gut, allerdings zeigt die Kamera gegenüber Spiegelreflexkameras ihre Schwächen bei hohen ISO-Stufen. mas

Wertung

Note: 2,3 gut

Vorzüge wertige Verarbeitung, sehr gute Bedienbarkeit, viele Funktionen, auch RAW-Format, gut erweiterbar.

Nachteile hohes Farbrauschen und Verlust der Dynamik bei hoher Empfindlichkeit

Alternative Einsteiger-DSLR wie Nikon D40x oder Pentax K100

Preis € (D) 470, € (A) 474, CHF 672

Technische Angaben

CCD-Bildsensor: 12,1 MP, 1/1,7“; Formate: JPEG, Raw, Video (.avi), Ton (.wav); Zoom: 6-fach optisch (35 – 210 mm äquivalent KB), 4-fach digital; Speicher: 32 MB SD Card; Maße und Gewicht: 11 x 7 x 4,3 cm, 380 Gramm. Systemanforderungen: Mac mit USB-Schnittstelle

Info Canon

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