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Casa Control im Test - LED-Licht per iPhone steuern

09.11.2013 | 10:30 Uhr |

Per iPhone das Licht zuhause einschalten, dimmen und zeitgesteuert programmieren. Dies soll Casa Control ermöglichen und ist dabei günstiger als das bekannte Hue-System von Philips. Billiger ist nicht besser.

Der Trend, den Haushalt immer weiter zu vernetzen, gibt es schon länger. In Sachen Licht haben sich die Hue-Lampen von Philips als gut aber teuer (200 Euro) herausgestellt. Billiger geht es mit dem System von Casa Control, das im Internet bereits ab 80 Euro zu haben ist. Deutlich billiger ja, aber auch gut?

Wir haben das mit drei weißen LED-Lampen im Test, die günstigere Variante. Farbspielereien fallen hier komplett weg. Trotz des günstigen Preises ist das LED-Set von Casa Control mit drei Funklampen und Steuergerät komplett und vom Umfang identisch mit Hue. Die Lampen schrauben wir in ganz normale Fassungen, das Steuergerät kommt per LAN-Kabel an den Router. Dazu installieren wir die App, drücken den Reset-Knopf am Steuergerät und lassen die App nach dem System suchen.

Kalt und bläulich: Angenhem ist das Licht des LED-Sets nicht. (Die Kamera kann die Lichtfarbe nicht exakt wiedergeben, das Bild zeigt einen Eindruck, der dem realen Empfinden möglichst nahe kommt.)
Vergrößern Kalt und bläulich: Angenhem ist das Licht des LED-Sets nicht. (Die Kamera kann die Lichtfarbe nicht exakt wiedergeben, das Bild zeigt einen Eindruck, der dem realen Empfinden möglichst nahe kommt.)

Brauchbare Steuerung

Schon tauchen Steuergerät und unsere drei Lampen in der App auf. So weit, so angenehm. Die Lichtschalter bleiben immer an, den Rest erledigt die App. Die virtuellen Schalter auf dem iPhone regeln Helligkeit und schalten die Lampen einzeln an und aus. Ein Masterschalter schaltet "alles aus". Dimmen läuft etwas träger und deutlich abgestufter ab als bei den teuren Hue-Lampen. Gut: Die wesentlichen Funktionen klappen. Hin und wieder merkt sich das Steuergerät die letzte Helligkeitsstufe nicht. Das heißt: Wir schalten eine gedimmte Lampe aus, später wieder an und sie leuchtet mit voller Kraft, obwohl die App weiterhin halbe Helligkeit anzeigt.

Die App ist nicht schön und hat weniger Funktionen als Hue, bietet aber immerhin eine Zeitsteuerung.
Vergrößern Die App ist nicht schön und hat weniger Funktionen als Hue, bietet aber immerhin eine Zeitsteuerung.

Gut gefällt, dass wir die Lampen auch mittels Zeitsteuerung programmieren können. So können wir uns von der Nachttischlampe wecken lassen oder im Urlaub so tun, als wären wir zuhause. Eine Fernsteuerung über das Internet gibt es aber nicht.

Unbrauchbares Licht

Während die Technik angesichts des günstigen Preises sehr in Ordnung ist, zeigt das LED-System von Casa Control ein viel gravierenderes Problem: Das Licht ist sehr unangenehm. Weder entspricht die Helligkeit der versprochenen Leistung einer 60-Watt-Birne, noch ist die Lichtverteilung überragend. Die funkgesteuerten Birnen leuchten eher kegelförmig, nicht in alle Richtungen. Damit könnte man sich arrangieren, wäre da nicht die unangenehme Farbtemperatur des LED-Lichts. Blau-lila-Kunstlicht ist weder im Wohn-, Arbeits- oder Schlafzimmer angenehm.

Kein angenehmes Licht. (Die Kamera kann die Lichtfarbe nicht exakt wiedergeben, das Bild zeigt einen Eindruck, der dem realen Empfinden möglichst nahe kommt.)
Vergrößern Kein angenehmes Licht. (Die Kamera kann die Lichtfarbe nicht exakt wiedergeben, das Bild zeigt einen Eindruck, der dem realen Empfinden möglichst nahe kommt.)

Fazit

Das LED-Set von Casa Control ist zweifellos günstig, aber dennoch kein Schnäppchen – auch wenn die Steuerung der Technik trotz kleinerer Macken in Ordnung ist. Auch nach mehreren Tagen bleibt die vermeintliche Hightech-Beleuchtung schwer gewöhnungsbedürftig.

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