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Casio Exilim S100

29.10.2004 | 11:00 Uhr |

In jede Hemdtasche passt die kleine Casio Exilim S100, liegt trotzdem gut in der Hand.

Auf einen optischen Sucher muss man verzichten. Das Display ist mit zwei Zoll ( 4,2 x 3,2 cm) angenehm groß und lässt sich auch bei Sonnenschein noch gut ablesen.

Einzig der geringe vertikale Betrachtungswinkel fällt uns etwas unangenehm auf. Das Erschwert es, beispielsweise bei Über-Kopf-Aufnahmen noch etwas auf dem Display zu erkennen. Statt eines USB-Kabels kommt die Kamera mit einer schicken, weißen Docking-Station, die Dank mitgelieferten Netzteils auch als Ladegerät dient. Außerdem kann man die Dockingstation an einen Drucker anschließen und über die Pictbridge-Funktion Bilder direkt über das Kameramenü auswählen und ausdrucken lassen. Mit dem Mac verbunden genügt nach dem Einsetzen der Kamera in das Dock ein Tastendruck und der Speicher erscheint als Festplattensymbol im Finder. Doch Vorsicht, bevor man die Kamera wieder aus dem Dock nimmt, muss man zunächst den Kameraspeicher vom Finder auswerfen. Für Mac-OS 9 liegt das Programm Photo Loader bei, unter Mac-OS X braucht man keine zusätzliche Software. Hier hätten wir uns aber dann doch über ein kleines Bildbearbeitungsprogramm gefreut.

Funktionsriese

Ganze 23 verschiedene Motivprogramme bietet die Kamera. Außerdem kann man hier eine eigene Kameraeinstellung speichern. Verspielte und kreative finden hier auch ihr Betätigungsfeld. So gibt es beispielsweise den Coupling Shot, der zwei Aufnahmen zu einer zusammensetzt oder Motivprogramme, die das Foto in Sepia oder Schwarz-Weiß speichern. Um zu diesen Modis zu gelangen, muss man sich zunächst durch das Menü hangeln. Erst nachdem man im Menü den Eintrag Bestshot ausgewählt hat, lassen sich die verschiedenen Motivprogramme durchforsten. Fünf Tastendrucke braucht man bis dahin. Hier währe eine Kurzwahltaste wünschenswert, mit der man sofort auf die Motivprogramme zugreifen kann. Doch die Kamera merkt sich auch nach erneutem Einschalten den gewählten Bestshot-Modus. So kann man zwar schnell zwischen den Motivprogrammen wählen, muss aber darauf achten, das richtige ausgesucht zu haben. Hier empfiehlt es sich, den Snapshot-Modus zu wählen.

Gut gefällt uns dagegen die ebenfalls in den Tiefen des Menüs untergebrachte Möglichkeit, die Blitzintensität zu regulieren. Auch die Funktion des Selbstauslösers gefällt. Neben dem Auslösen nach zwei oder zehn Sekunden kann die Kamera nach zehn Sekunden auch drei Aufnahmen erstellen - sehr praktisch bei Gruppenaufnahmen, bei denen oft nicht alle Portraitierende zu einem bestimmten Zeitpunkt wie gewünscht in die Kamera blicken. Übrigens bietet die Kamera trotz ihrer sehr flachen Bauart ein Stativgewinde aus Metal.

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