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Die ersten Eindrücke von Adobe Creative Suite 6

07.05.2012 | 09:57 Uhr |

Am 7. Mai geht Adobes Creative Suite 6 in den Handel. Wir haben die neue Version bereits ausprobiert, stellen die Highlights vor, verraten, ob die Updates die Marketing-Versprechen halten und für wen sie sich lohnen.

Creative Suite 6
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Kaum jemand produziert heute nur noch für Print. Websites sind längst selbstverständlich, dazu gesellen sich digitale Magazine für Tablets, E-Books und Apps für Smartphones. Videos sind längst nicht mehr nur ein Thema für TV- und Postproduktion. Im Web bringen HTML5 und CSS3 zwar viele neue Möglichkeiten, der Einstieg in das nicht gerade leichte Thema ist hart. Adobes Marketing schreibt sich schon seit einigen Versionen die Devise "Einmal gestalten, überall veröffentlichen" auf die Fahnen, das jüngste Update soll als "monumentales Release" einen Riesenschritt in diese Richtung schaffen. Boten beim Zwischenschritt auf CS5.5 nur einige Programme Neuheiten, gibt es diesmal neue Funktionen für alle Programme. Dazu gesellen sich Neuzugänge, wie Prelude im Videobereich, das Journalisten einen Rohschnitt und Logging vor Ort erleichtern soll.

Die ersten Eindrücke von Adobe Creative Suite 6
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Die Mercury-Engine, zuvor nur bei den Video-Produkten präsent, macht angepasst Photoshop und Illustrator mit 64-Bit-Power Beine. Die Oberfläche wurde bei so gut wie allen Bestandteilen der Suite aufgeräumt, bei vielen von Grund auf erneuert. So sind zum Beispiel die Icons der Arbeits-Werkzeuge in Photoshop und Illustrator zwar vertraut, aber alle komplett neu. Das Sahnehäubchen soll eine im Marketing-deutsch " New Adobe Magic " genannte Intelligenz liefern. So nennt Adobe neue Funktionen die aufwendige Aufgaben wie von Zauberhand erledigen und so viel Zeit sparen. Wir haben die wichtigsten Programme der neuen wie immer umfangreichen Suite getestet.

Durchblick bei der Creative Suite 6

Die ersten Eindrücke von Adobe Creative Suite 6
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Adobe hat aus den 14 Einzelprodukten der neuen Version Creative Suite wieder auf seine Zielgruppen zugeschnittene Pakete geschnürt. Aus den zuvor fünf sind jetzt vier geworden. Adobe hat die bisher separat angebotenen Premium-Suiten Design und Web zu einem Produkt ("Design und Web Premium") vereint. Grund: Beide waren sich zu ähnlich. Für Print und Tablet-Publishing gibt es nach wie vor "Design Standard". Die neue "Design und Web Premium" vereint die beiden gleichnamigen Vorgänger und nimmt die Webdesign-Tools dazu, zudem gibt es hier Photoshop in der Extended-Version mit 3D und Animation. Für Video ist nach wie vor "Production Premium" erste Wahl. Wer für alle Fälle gerüstet sein will, greift nach wie vor zur Komplettlösung, der Master Collection, die alle 14 Programme enthält. Kunden können aber nach wie vor die Programme auch einzeln kaufen oder mieten.

Neben Download-Versionen gibt es weiter jede Suite oder jedes Einzelprogramm als Box-Version. Komplett neu ist die Möglichkeit, sich die Master Collection per Creative-Cloud-Abo zu holen. Bis zum Druck dieser Ausgabe konnte Adobe keine Preise für Deutschland, Schweiz und Österreich nennen.

Flash CS6 erzeugt per Befehl aus als Movie-Clip in der Bibliothek gespeicherten Animationen Sprite-Sheets, die in Spielen auf Android und iOS laufen.

So funktioniert die neue Creative Cloud

Mit dem Update geht ein neuer Cloud-Service, Creative Cloud betitelt , an den Start. Mitglieder haben neben den 20 GB Speicherplatz für Dokumente automatisch Zugriff auf alle Programme der Master Collection plus Lightroom. Die Programme können als eigenständige Version, die offline läuft, heruntergeladen und auf Mac und Windows installiert werden. Dies ist ein Vorteil, bisher mussten die Programme für Mac und Windows separat gekauft werden. Der Dienst kümmert sich automatisch um Updates. Alle Programme haben direkten Zugriff auf den Online-Speicher, Kunden und Kollegen können auch native Dateien anschauen ohne Indesign & Co installiert zu haben. Der Dienst verspricht, mit den neuen Touch-Apps Dokumente zu synchronisieren und an die Desktop-Programme zu liefern. Der im letzten Jahr zugekaufte Spezialist für Webfonts Typekit liefert Zugriff auf die Bibliothek an Schriften für Websites, die leicht eingebunden werden können. Um Website-Hosting kümmert sich Business Catalyst. Zusammen mit dem für Cloud-Mitglieder kostenlosen Webeditor Adobe Muse und dem HTML5-Werkzeu g Edge sollen auch HTML-Muffel Websites in Profi-Qualität gestalten und veröffentlichen können. Auf das iPad und Android-Tablets kommt man mit der Digital Publishing Single Edition.

Noch nicht zum Start bereit steht die Creative Community, eine Art "Facebook für Kreative". Programme, Services und Community sollen sich zu einem "Rund-um-Sorglos Paket" für Kreative summieren und ständig erweitert werden. Zum Start gibt es vorerst nur Lizenzen für Einzelnutzer zum Preis von 49,99 Euro im Monat. Teampakete sind geplant. Abschrecken dürfte jedoch viele, dass man gleich einen Jahresvertrag abschließen muss.

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